Zellcheck –  Die Inventur der Zelle

Ihre Gesundheit fängt bei der Nährstoffaufnahme an

Lassen Sie in Echtzeit Ihre Bioverfügbarkeit von Spurenelementen, Mineralien, toxischen Schwermetallen und oxidativem Stress zu messen.

Mitarbeiter sind um so leistungsstärker, je ausreichender Sie mit unterschiedlichen Mineralstoffen & Spurenelementen versorgt sind. Leidet ein Mensch beispielsweise an einen Magnesium Mangel, äußert sich dies nicht nur durch unangenehme Muskelkrämpfe, sondern auch durch Konzentrationsschwäche und einen Leistungsabfall. Die tägliche Zufuhr ist in diesem Fall sehr wichtig, da der menschliche Körper Magnesium nicht selbst herstellen kann. Durch eine Zell-Check Messung können sofortige Maßnahmen empfohlen werden, um einen gemessenen Mangel auszugleichen.

Sofortmessung verschiedener medizinischer Daten

  • 20 Spurenelemente, Halbmetalle und die wichtigsten Mineralien
  • 14 Schwermetalle, die für den Körper am gefährlichsten sind
  • 14 weitere Parameter, einschließlich der wichtigsten Parameter, die sich aus den vorliegenden Daten erschließen lassen

Hinweis: Der Zell-Check ist Medizinprodukt gemäß § 12 MPBetreibV. Wir weisen ausdrücklich daraufhin, dass die bereitgestellten Informationen keine Diagnose oder ärztliche Beratung ersetzen.

Auswertung ZellCheck

Kalzium (Ca)

Täglich empfohlene Dosierung (TED) und orthomolekulare Dosierung (OMD) 

TED: 450 mg

OMD: 1000 bis 2000 mg 

 

Natürliche Quellen 

  • Harte Käsesorten (1200 mg/100 g)
  • Frischkäse (750 mg/100 g)
  • Fisch (konserviert) (400 mg/100 g)
  • Nüsse (250 mg/100 g)
  • Hülsenfrüchte (150 mg/100 g)
  • Sesamsamen (785 mg/100 g)
  • Rohmilch, Joghurt (120 mg/100 g)
  • Kichererbsen (150 mg/100 g)
  • Wurzelgemüse (80 mg/100 g)
  • Eier (60 mg/100 g)
  • Vollkorn (60 mg/100 g)
  • Früchte (60 mg/100 g)
  • Frischer Fisch (32 mg/100 g)
  • Muttermilch (30 mg/100 g)
  • Feigen (190 mg/100 g)

 

Die idealsten Kalziumquellen sind Obst, Kohlsorten, Brokkoli, Sellerie, Salat, Getreide, Meeresalgen, Hülsenfrüchte, Samen (Sesam, Kürbis, Leinsamen), Sprossen. 

 

Funktionen und Eigenschaften 

  • Kalzium (97 % der Gesamtmenge) ist im Körper zusammen mit Phosphor (80 % der Gesamtmenge) als Apatit im Knochen eingebunden (Ca5(PO4)3OH)
  • Das Serumkalzium findet man in 3 Varianten: ionisiertes Kalzium (ca. 50 %), proteingebundenes Kalzium (ca. 40%) und Kalzium gebunden an Citrat und Phosphat-Ionen
  • Die Kalziumkonzentrationen versuchen, den Körper konstant zu halten zwecks Ausübung von wichtigen Funktionen mittels Parathormon und Calcitonin
  • Die Kalziumaufnahme im Skelett wird u.a. durch Vitamin D-abhängige Mechanismen ermöglicht
  • 97 % des Kalziums für Aufbau der Knochen und Zähne und 3 % für alle andere Funktionen: 

o Reguliert die Nervimpulsübertragung der Muskeln und des Nervensystems sowie auch die kardiale Funktion

o Phosphoinositide Phospholipase C ist eines der intrazellulären Enzyme, welches eine wichtige Rolle spielt bei den Signal-Transduktions-Prozessen vom Zelläußeren ins Zellinnere

o   Reguliert die Kontraktionen von Herz und Muskeln

o   Blutgerinnung und Wundheilung

o   Unterstützt die Aufnahme von Vit. B12

o   Hormonausschüttung und Regulation

o   Entgiftung und Enzymaktivierung

o   Gehirnfunktion

o   Zellstruktur

o   Säureausscheidung des Magens

o   Aufnahme der Nährstoffe

o   Bremst die Histaminfreisetzung (Allergien)

o   Beugt Darmkrebs vor 

 

Mangelrisiken 

  • Im Westen werden Frauen dazu angespornt, zwischen 1000 und 1500 mg Kalzium pro Tag über Milchprodukten ein zu nehmen, jedoch zeigen epidemiologische Studien, dass je mehr Milchprodukte man verzehrt, desto mehr das Risiko zu Hüftfrakturen steigt
  • Nicht die Quantität des Kalziums ist entscheidend, sondern die Möglichkeit zur Verwertung
  • Zu wenig Kalzium in der täglichen Nahrung
  • Zu viel Phosphate in der täglichen Nahrung (Fleisch, Wurstwaren, Käse, gewisse Lebensmittel-Zusatzstoffe, Cola-Getränke)
  • Zuviel Proteine in der Nahrung (Fleisch, Käse, Proteinkonzentrate)
  • Erhöhter Bedarf in Schwangerschaft, Stillzeit und Wachstum
  • Langfristige, hochdosierte Vitamin D -Therapie ohne Kofaktoren
  • Zuviel zuckerhaltige Nahrungsmittel
  • Mangelnde Magensäure-Produktion (Hypochlorhydrie)
  • Langzeiteinnahme von Medikamenten, welche die Kalziumaufnahme hemmen: Mittel gegen Magenübersäuerung (Antazida), Abführmittel, Entwässerungsmittel, Cortison
  • Stress
  • Darmmilieu-Verschiebungen (Candida? Pilzinfektionen?)
  • Unverträglichkeit von Milchprodukten, Nahrungsmittelallergien
  • Chronische Belastung mit toxischen Elementen (Blei, Aluminium usw.)
  • Magnesiummangel
  • Vitamin D Mangel (Sonnenlicht)
  • Zuviel Phytinsäure
  • Gesättigte Fette (bindet sich mit Kalzium und hemmt die Aufnahme)
  • Magersucht (im Fett werden Oestrogene synthetisiert)
  • Kaffee, Alkohol, Rauchen und Kochsalz leiten Kalzium aus
  • Mangel an Bewegung
  • Genetisch (Single Nucleotide Polymorphisme des Vitamin D-Receptors VD-SNIP)
  • Athleten sollten zusätzlich Kalzium nehmen
  • Zuwenig Früchte und Gemüse führt zu Bormangel. Bor hemmt den Kalziumverlust 
  • Gestörtes Säure-Base Gleichgewicht! 

 

Mangelerscheinungen 

  • Siehe Funktionen
  • Knochenentkalkung (Osteoporose)
  • Erhöhte Blutungsneigung
  • Erhöhte Erregbarkeit des Nervensystems
  • Schlechte Zahnqualität, Paradontose, Karies
  • Muskelkrämpfe, Krampfneigung (inkl. Menstruationskrämpfe), Tetanie
  • Verhaltensstörungen
  • Allergien (Kalzium inhibiert die Histaminfreisetzung)
  • Hypertonie, erhöhtes kardiovaskuläres Risiko 

 

Maßnahmen bei einem Kalzium-Mangel 

  • Ursachen erkennen und soweit wie möglich beheben.
  • Kalziumreiche Nahrungsmittel bevorzugen:
  • Milch und Milchprodukte (sofern keine Unverträglichkeit vorliegt!)
  • Hülsenfrüchte, Nüsse, Haferflocken
  • Broccoli, Spinat, Mangold (Krautstiele), Grünkohl
  • Sojahaltige Nahrungsmittel, Sojamehl
  • Kalziumreiche Mineralwasser
  • Oxalsäurereiche Nahrungsmittel (Rhabarber, Spinat, Kakao) reduzieren
  • Abklärung von Nahrungsmittelallergien (IgE-, IgG4-, pollenassoziierte-NA) im Serum
  • Evt. Stuhluntersuchung bezüglich Darmfehlbesiedlung (Candida, usw.)
  • Zufuhr eines kalziumhaltigen Nahrungsergänzungspräparates (zu beachten: die Zufuhr von Kalzium sollte immer in Kombination mit Magnesium erfolgen),
  • Kontrolle des Säure-Basen-Haushalts
  • Für den Einbau des Kalziums im Skelett sind folgende Kofaktoren essenziell:

o   Bewegung

o   Mangan

o   Zink

o   Kupfer

o   Silizium

o   Vitamin K2

o   Vitamin D 

 

Mögliche Folgereaktionen bei Störungen des Kalzium- Magnesium-Stoffwechsels 

 

Hyperkalzämie des Serums

  • Geschwächte Muskulatur
  • Aphasie
  • Psychose
  • Hyporeflexie
  • Koordinationsstörungen
  • Depressionen
  • Anorexia
  • Weichteil Verkalkungen
  • Osteophytose
  • Nieren- und Gallesteine
  • Arteriosklerose

 

Ursachen für hohe Kalziumwerte bei der SO/Check-Messung 

  • Aktivierung des Glutamatreceptors durch nitrosativen Stress 

 

Maßnahmen bei hohen Kalziumwerten 

Normalisierung des nitrosativen Stresses: 

  • B12 (Methylcobalamin in Zellplasma, Adenosylcobalamin nur in den Mitochondrien aktiv, Hydroxocobalamin als Depotwirkung)
  • Vitamin E und C
  • Glutathion
  • Alfa-Liponsäure
  • Curcumin
  • Superoxiddismutase (SOD)

 

Literatur

 

–          Bronner, F.: Calcium and osteoporosis. Am. J. Clin. Nutr. 60 (1994) 831.

–          Kupper, C. et al.: Bioverfügbarkeit von Calcium aus der Nahrung. Vita Min Spur 5 (1990) 62.

–          Heaney R.P., Calcium intake and the prevention of chronic desease: from osteoporosis to premenstruel syndrom, Nutritional Health: Strategies for desease prevention. Wilson T., Temple N., eds. Totowa N.J., Humana Press, 2001.

 

 

–          Lech T. , Calcium and magnesium content in hair as a predictor of deseases in children, Part I: Neurological disorders, Trace elements and electrolytes, Vol 18 (3), 2001 112-121

–          Reid, I. R.: Therapy of osteoporosis: calcium, vitamin D, and exercise. Am. J. Med. Sci. 312 (1996) 278.

–          Sowers, M. R. et al.: The association of intakes of vitamin C and calcium with blood pressure among women. Am. J. Clin. Nutr. 42 (1985) 135.

–          Whalen, J.P., Krook, L.: Periodontal disease as the early manifestation of osteoporosis. Nutrition 12 (1996) 53-4.

 

Quelle:  Projekt Gesundheit Vertrieb GmbH

Magnesium (Mg)

Täglich empfohlene Dosierung (TED) und orthomolekulare Dosierung (OMD)

 

TED:   300 bis 400 mg für Erwachsenen

OMD:

  • Mg-Taurat: 2 x 300 mg
  • Magnesium-glukonat: 2 x 300 mg
  • Magnesium-bisglycinat (Mg AS-Chelated): 3 x 400 mg
  • Mg-Orotat: 1- 2 g
  • Mg-Aspartat: 1- 2 g
  • Mg-Citrat 1- 2 g

 

Einführung und Funktionen 

  • Magnesiummangel ist sehr verbreitet, nur 32 % der Amerikaner erreichen die TED
  • Magnesiummangel bleibt im Serum konstant, deshalb ist ein Mg-Mangel kaum im Blut diagnostizierbar
  • 30 % des Magnesiums ist proteingebunden, (63 % ist zu finden im Skelett, 28 % in der Muskulatur,   7 % im Organgewebe und nur 1 % ist extrazellulär vorhanden)
  • Taurin (Taurate) halten das Kalzium und Magnesium intrazellulär durch Natrium ausserhalb der Zelle
  • Magnesium befindet sich vorwiegend intrazellulär
  • Die Produktion von mindestens 3‘000 Enzymen ist abhängig von Magnesium (ATP-ase, DNA-Enzyme, metabolische Enzyme, etc. …)
  • Magnesium ist wie Zink deshalb als «Alleskönner zu betrachten». Aus diesem Grund ist einen Magnesiummangel vermutlich auch so stark verbreitet und es dauert eine Korrektur vor allem bei ausgeprägten Krankheitssymptomen teilweise sehr lang.
  • Wichtig für die Eiweisssynthese und den allgemeinen Stoffwechsel (Citrat Zyklus), insbesondere auch Kohlenhydratstoffwechsel
  • Wichtige Funktion bei der Reizübertragung
  • Macht den Körper weniger stressempfindlich bzw. stressbelastbarer
  • Die Absorption findet vor allem im Bereich des Dünndarms und ein wenig im Dickdarm statt
  • Kalzium und Magnesium wirken kompetitiv – hohe Kalziumeinnahme hemmt die Magnesiumresorption. Auch in Präparaten möglichst Kalzium und Magnesium kombiniert geben.
  • Lithiumtherapie kann eine Hypermagnesämie verursachen, weil die Exkretion gehemmt wird
  • Li+ und Mg2+ sind sich atomar sehr ähnlich

 

Natürliche Quellen 

  1. Samen

Zu den wertvollsten Magnesiumquellen gehören Samen. Vor allem Hanfsamen sind echte Magnesiumbomben: In 100 Gramm stecken bis zu 700 mg des Mineralstoffs. Mit drei Esslöffeln Hanfsamen haben Sie also bereits knapp 50 Prozent Ihres täglichen Magnesiumbedarfs gedeckt. Darüber hinaus enthält das Superfood jede Menge Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren. Ebenfalls reich an Magnesium sind: 

  • Kürbiskerne
  • Sonnenblumenkerne
  • Leinsamen
  • Chiasamen
  • Sesam
  • Mohn

 

  1. Nüsse

Eine der wertvollsten Magnesiumquellen sind Nüsse. Besonders wertvoll für den Organismus sind Walnüsse: Sie liefern nicht nur viel Magnesium, sondern auch noch Folsäure, Vitamin B und E, Zink und Kalium. Außerdem enthalten sie kein Cholesterin, dafür aber die wichtigen Omega-3-Fettsäuren. Die Vielfalt an Nüssen ist groß: 

  • Paranüsse
  • Haselnüsse
  • Cashewkerne
  • Mandeln
  • Pinienkerne
  • Erdnüsse
  • Pekannüsse

 

  1. Kakao

Neben Nüssen und Samen ist Kakao ein weiterer Magnesiumlieferant. Wer unter Magnesiummangel leidet, sollte zu dunkler, zartbitterer Schokolade mit einem Kakaoanteil von mindestens 70-85 Prozent greifen. Denn je dunkler die Schokolade, desto höher ist der Magnesiumgehalt. Bevorzugen Sie für die Zubereitung von Getränken, Kuchen und Desserts daher auch pures Kakaopulver. Achtung: Für Kakao und Schokolade sollte man die Bio-Variante wählen, denn wie die Kaffeebohne enthält auch die Kakaobohne teilweise hohe Cadmiumkonzentrationen.

 

  1. Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte sind ebenfalls sehr magnesiumreich und enthalten zwischen 100 und 200 mg pro 100 Gramm. Dazu zählen:

  • Erbsen
  • Kichererbsen
  • weiße Bohnen
  • Mungobohnen
  • Kidneybohnen
  • Sojabohnen
  • Linsen
  • Lupinen

 

  1. Getreide

Lebensmittel wie Vollkornreis, Vollkornbrot und Vollkornnudeln liefern viel Magnesium. Bei Getreide und Reis befinden sich viele wertvolle Nährstoffe in der äußeren Schale. Wird diese entfernt, wird den Lebensmitteln automatisch auch Magnesium entzogen. Greifen Sie daher zur Vollkorn-Variante oder bei Reis zu ungeschältem Naturreis.

Weizenkleie, Weizenkeime und Haferflocken sind ebenfalls gute Magnesiumquellen und ideal für die Zubereitung von Müsli, Smoothies oder Brot geeignet.

Sogenannte Pseudo-Getreide, wie Amaranth, Buchweizen und Quinoa, sind in Aussehen, Geschmack und Anwendung richtigem Getreide zwar sehr ähnlich, gehören aber anderen Pflanzenfamilien an. Sie sind ebenfalls reich an Magnesium und eine gesunde und außerdem glutenfreie Alternative zu Reis und Co.

 

  1. Obst

Insbesondere Beeren, wie Brombeeren und Himbeeren (30 mg), Bananen (36 mg), Kiwis (17 mg) und Ananas (12 mg) sind gute Lieferanten von Magnesium.

 

  1. Gemüse

Wer gern Gemüse isst, sollte bei einem Magnesiummangel vermehrt zu grünem Gemüse greifen. Beachten Sie jedoch, dass der Magnesiumgehalt bei Gemüse je nach Art der Zubereitung abnehmen kann. Am meisten Magnesium steckt in den folgenden Gemüsesorten:

  • Spinat
  • Artischocken
  • Grünkohl
  • Brokkoli
  • Kartoffeln
  • Fenchel

 

  1. Fisch

Fisch enthält nicht nur gesunde Omega-3-Fettsäuren, sondern auch Magnesium. Die Fischsorten mit dem höchsten Magnesiumgehalt sind:

  • Seezunge
  • Steinbutt
  • Hering
  • Karpfen
  • Lachs (Achtung nur Bio-Zuchtlachs ist heute noch vertretbar. Der Wildlachs enthält teilweise sehr hohe Quecksilberkonzentrationen)
  • Forelle

 

Mangelrisiken 

Der Magnesiumgehalt von Lebensmitteln kann durch die Zubereitung beeinflusst werden. Beim Braten von Fleisch gehen beispielsweise 20 bis 30 Prozent des Mineralstoffs verloren. Beim Kochen von Gemüse, wie Spinat oder Brokkoli, liegen die Verluste bei 25 bis 40 Prozent. Achten Sie deshalb auf eine schonende Zubereitung der Nahrungsmittel. Beim Dünsten und Dämpfen kommt das Gemüse nur mit wenig Wasser in Kontakt, sodass die wasserlöslichen Inhaltsstoffe, wie Mineralstoffe und Vitamine, nicht herausgeschwemmt werden.

Auch sinkt der Gehalt an Mineralstoffen in Lebensmitteln kontinuierlich durch veränderte Landwirtschaft, Überdüngung und industrielle Weiterverarbeitung. Daher kann der Magnesiumgehalt für ein Nahrungsmittel auch je nach Marke und Hersteller variieren. Umstritten ist, ob Lebensmittel aus biologischem Anbau mehr Magnesium enthalten als solche aus konventionellem Anbau.

 

Magnesiummangel wird vor allem beobachtet bei: 

  • Zuwenig Magnesium in der täglichen Nahrung, einseitige Nahrung
  • Zuviel Phosphor in der täglichen Nahrung (Fleisch, Wurstwaren, Käse, Lebensmittel-Zusatzstoffe, Cola-Getränke)
  • Erhöhter Bedarf in Schwangerschaft, Stillzeit, Wachstum
  • Langfristige Calciumzufuhr ohne gleichzeitige Magnesiumsubstitution
  • Langfristige Einnahme von Medikamenten, welche die Magnesiumaufnahme hemmen: Mittel gegen Magenübersäuerung (Antazida), Abführmittel, Entwässerungsmittel, Cortison und Pille
  • Regelmässige Zufuhr von alkoholischen Getränken
  • Übermässiger Konsum von zucker- und weissmehlhaltigen Nahrungsmitteln
  • Diabetes
  • Leistungssport
  • Resorptionsstörungen, Durchfälle, Abführmittel
  • Bei Stress (Sport, mental, physisch)
  • Schlechte Körperkondition
  • Bei Fluorbelastung
  • Verstopfung
  • Bluthochdruck

 

Achtung: Eine hochdosierte Therapie mit Vitamin D hat gleich mehrere Effekte auf den Magnesium-Haushalt:

  • Erhöhter Magnesium-Verbrauch: Es werden große Mengen Magnesium für die Synthese der Enzyme und Transportmoleküle verbraucht
  • Erhöhte Ausscheidung von Magnesium: Große Dosen von Vitamin D führen zu einer vermehrten Ausscheidung von Magnesium
  • Erhöhte Aufnahme von Magnesium: Die Aufnahme von Magnesium im Darm erhöht sich als zufälliger Nebeneffekt der verbesserten Calcium-Aufnahme teilweise leicht – jedoch ist der Verlust über die Ausscheidung größer

 

Wichtigste Indikationen 

o   Magnesiummangelsymptome

o   Alkoholismus

o   Diuretika Anwendung

o   Verstopfung

o   Erhöhter Energiebedarf, Sport

o   Präeklampsie

o   Diabetes, Insulinresistenz, Zuckermetabolismus, reaktive Hypoglykämie

o   Osteoporose (Vitamin D sollte immer mit Magnesium und andere Kofaktoren kombiniert werden)

o   Koronare Herzinsuffizienz

o   Hypertonie (positive Effekten werden verstärkt mit Taurin)

o   Arterielle Rigidität (Cardiflex)

o   Protonpumpe Inhibitoren

o   Migräne (verstärkt mit Q10, Riboflavin)

 

Mögliche Folgen eines Mangels 

  • Muskelkrämpfe (z.B. Wadenkrämpfe, Menstruationskrämpfe), Muskelschwäche
  • Verdauungsbeschwerden, Magen-Darm-Krämpfe
  • Stress, Konzentrationsschwäche, Depressionen
  • Verspannungen, Kopfschmerzen (auch migräneartig)
  • Nervosität, Schlafstörungen, Verhaltensstörungen
  • Erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, Hypertonie, Herzrhythmusstörungen
  • Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen
  • Hypoglykämien
  • Störungen des Immunsystems, Allergien
  • Prämenstruelles Syndrom
  • Vorzeitige Wehentätigkeit
  • Störungen der Knochenstruktur, Osteoporose
  • Unwillkürliche Augenbewegungen
  • Schmerzen beim Schlucken
  • Krämpfe beim Kauen
  • Zungen-Zuckungen
  • Zittern
  • Ängste
  • Taubheit, totes Gefühl in Fingern, Gesicht, Waden und Fusssohle
  • Unsicherer Gang
  • Müdigkeit
  • Schwäche
  • Hyperaktivtät bei Kindern, ADHD
  • Diabetes

 

Mögliche Massnahmen zur Korrektur eines Magnesiummangels 

  • Ursachen erkennen und soweit wie möglich beheben
  • Magnesiumreiche Nahrungsmittel bevorzugen
  • Wichtige Synergisten sind Taurin, K, Zn, Mn und Cr
  • Orthomolekulare Unterstützung:

 

  1. Magnesiumcitrat – Gegen Verstopfung und Nierensteine

Magnesiumcitrat gilt als jene Magnesiumverbindung mit der besten Bioverfügbarkeit. Dies hat  jedoch nicht wirklich etwas zu sagen. Denn Magnesiumcitrat wird zwar schnell resorbiert, doch stellt sich die Frage, ob dies auch tatsächlich erwünscht und nützlich ist oder ob nicht gar eine langsame dafür kontinuierliche Resorption – wie bei den Carbonaten üblich – sinnvoller wäre.

Magnesiumcitrat hilft in jedem Fall die Darmbewegungen zu beschleunigen, was die Verdauung fördert und zu einem leichten Stuhlgang führt, so dass sich Magnesiumcitrat oft schon ab geringen Dosen (ab 150 mg pro Tag) für alle mit etwas behäbiger Verdauung oder chronischer Verstopfung eignet.

Zusätzlich hilft das Citrat dabei, Nierensteinen vorzubeugen oder diese sogar aufzulösen.

 

  1. Magnesiumcarbonat – Bei Sodbrennen 

Magnesiumcarbonat wird sehr häufig als Magnesium-Nahrungsergänzung verkauft. Man sagt dem Magnesiumcarbonat eine geringe Bioverfügbarkeit von nur 30 Prozent nach, was jedoch an den Messmethoden (Ausscheidung über den Urin) liegen mag, da Carbonate über Stunden hinweg langsam resorbiert werden und nicht schnell wie Citrate (siehe oben bei 1.).

Da Magnesiumcarbonat eine säurehemmende Wirkung besitzt, bietet es sich für Menschen mit Sodbrennen an. Magnesiumcarbonat wirkt erst in höheren Dosen abführend und kann daher von Menschen verwendet werden, die entweder eine gute Verdauung oder sowieso bereits dünnen Stuhl haben.

Eine wunderbare Quelle für ein besonders leicht resorbierbares und sehr natürliches Magnesiumcarbonat stellt die Sango Meeres Koralle dar.

 

  1. Magnesiumbisglycinat (Magnesium Chelat)  Für besseren Schlaf

Magnesiumbisglycinat wird manchmal einfach Magnesiumglycinat oder auch chelatiertes Magnesium oder Magnesium Chelat genannt. Magnesiumbisglycinat ist eine organische Magnesiumverbindung, das bedeutet, das Magnesium ist hier an eine Aminosäure (Glycin) gebunden. Die Aminosäure schützt die empfindsamen Schleimhäute im Verdauungstrakt vor Reizungen durch das Magnesium – was bei anderen Magnesiumpräparaten zu Magendrücken oder anderen Beschwerden führen kann, so dass das Magnesiumbisglycinat als besonders gut verträglich gilt.

Darüber hinaus wird das Magnesiumbisglycinat sehr gut resorbiert, da es – gebunden an die Aminosäure – nicht die üblichen Resorptionswege gehen muss und daher auch nicht mit anderen Mineralstoffen um die Aufnahme in die Blutbahn konkurrieren muss. Genausowenig kann das chelatierte Magnesium von sog. Anti-Nährstoffen (z. B. Phytinsäure) gebunden werden.

Magnesiumbisglycinat birgt ferner das geringste Risiko, Durchfall zu verursachen, beeinflusst die Stuhlausscheidung und die Darmmotilität somit nicht merklich. Es ist somit die für den Organismus sicherste und beste Option, um einen langfristigen Mangel an Magnesium zu korrigieren.

Glycin hat ausserdem interessante Wirkungen im Zentralen Nervensystem. Dort sorgt Glycin über seinen Einfluss auf die N-methyl-D-aspartat- und die Glycin-Rezeptoren für eine beruhigende und entspannende Wirkung. Magnesiumbisglycinat bringt damit Entspannung und besseren Schlaf in Ihr Leben.

In zwei klinischen Studien am Menschen hat sich gezeigt, dass 3 Gramm Glycin vor dem Schlafengehen genommen den Schlaf verbessern und die Schläfrigkeit am Tag reduzieren. Da eine hochwertige Magnesiumbisglycinat-Kapsel ca. 800 bis 900 mg Glycin enthält, nimmt man davon drei Kapseln etwa eine halbe Stunde, bevor man sich schlafen legt.

 

  1. Magnesiumorotat – Für das Herz-Kreislauf-System

Magnesiumorotat hat eine sehr gute Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System. Orotat ist das Salz der Orotsäure, die unter anderem die Energieproduktion im Herzen ankurbeln kann.

Magnesiumorotat wird in Russland seit den 1970er Jahren als Herz-Kreislauf-Mittel verordnet. Verschiedene Studien geben dieser Tradition inzwischen mehr als Recht, da Magnesiumorotat die Belastungstoleranz und die Gefässfunktionen bei Patienten mit koronaren Gefässkrankheiten verbessern kann. Darüber hinaus erhöht Magnesiumorotat die Überlebensrate bei Personen mit Herzinsuffizienz, verbessert deren Lebensqualität und lässt ihre Symptomatik schwächer werden.

Ideal für das Herz ist es hier, wenn das Magnesiumorotat in Kombination mit Kalium genommen wird. Denn das Kalium verstärkt die Magnesiumwirkung und verbessert dessen Resorption in die Zelle. Die konkreten Dosen an Magnesium und Kalium sollten jedoch mit dem Kardiologen besprochen werden.

 

  1. Magnesiumsulfat – Das Abführmittel

Magnesiumsulfat, als Bittersalz oder auch Epsom-Salz bekannt, ist ein starkes Abführmittel und wird daher häufig bei Fastenkuren empfohlen, ist jedoch für die tägliche Nahrungsergänzung mit Magnesium nicht geeignet.

Umgekehrt hat Magnesiumsulfat, gelöst in Ampullenform und intravenös verabreicht die höchste Resorptionsquote und wird daher in der Inneren Medizin bzw. Notfallmedizin gegenüber allen anderen Verbindungen bevorzugt. 

 

  1. Magnesiumoxid – Zum Abführen und als Antazida

Magnesiumoxid ist eine der häufigsten Formen von Magnesium, die in Apotheken verkauft werden. Seine Bioverfügbarkeit ist umstritten – siehe oben – sie galt jahrelang als schlecht, dann jedoch wurde in einer Studie eine sehr gute Bioverfügbarkeit festgestellt.

Magnesiumoxid wird ebenfalls zum Abführen oder auch als Antazida (zur Säureneutralisation im Magen) verwendet. Ansonsten weist diese Magnesiumverbindung keine besonderen Vorteile auf.

 

  1. Magnesiummalat – Muntert auf und lindert Schmerzen

Magnesiummalat ist eine interessante Möglichkeit für Menschen, die immer wieder müde und erschöpft sind. Malate sind die Salze der Äpfelsäure und diese wiederum ist ein vitalisierender Bestandteil von Enzymen, die eine Schlüsselrolle in der ATP-Synthese und somit bei der Energieproduktion in unseren Zellen spielen. Da die Verbindung von Magnesium und Äpfelsäure einfach aufgespaltet werden kann, ist Magnesiummalat sehr gut löslich und sehr gut bioverfügbar. 

 

Mögliche Ursachen bei einem Magnesiumüberschuss spektralphotometrisch gemessen 

Kompensatorische Verschiebungen wie dies bei anderen Elementen beobachtet werden kann (wie Zink, Bor, Kupfer, Selen, etc …) trifft für Magnesium nicht zu.

Auch eine Magnesiumintoxikation wurde bis anhin nicht festgestellt.

 

Mögliche Folgen einer Magnesiumintoxikation (selten)

Durchfall

 

Literatur

 

  • https://www.t-online.de/gesundheit/ernaehrung/id_49222632/magnesium-in-lebensmitteln-wo-ist-am-meisten-drin-.html
  • Dreosti, I. E.: Magnesium status and health. Nutr. Rev. 53 (1995) 23.
  • Durlach, J. et al.: Magnesium and therapeutics. Magnes. Res. 7 (1994) 313.
  • Sojka J.E., Weaver C.M., Magnesium supplementation and osteoporosis, Nutr. Rev., 53 (1995) 71
  • Nadler, J. L., Rude, R. K.: Disorders of magnesium metabolism. Endocrinol. Metab. Clin. NA 24 (1995) 623.
  • Paolisso, G. et al.: Improved insulin response and action by chronic magnesium administration in aged NIDDM subjects. Diabetes Care 12 (1989) 265.
  • Schmidt, K., Bayer, W.: Magnesium: Nutritive, metabolische und therapeutische Aspekte, Band 5. Verlag für Medizin Dr. Ewald Fischer GmbH, Heidelberg (1986)
  • Shils, M.: Magnesium. In: Ziegler, E. E., Filer, L. J. (Eds.): Present knowledge in nutrition. /. Aufl. ILSI Press, Washington DC 1996.
  • Stebbin, J. B. et al.: Reactive hypoglycemia and magnesium. Magnesium Bull. 4 (1982) 131.
  • https://www.zentrum-der-gesundheit.de/magnesium.html
  • Lindberg JS, Zobitz MM, Poindexter JR, Pak CY. Magnesium bioavailability from magnesium citrate and magnesium oxide. J Am Coll Nutr. 1990 Feb;9(1):48-55., (Mangesiumbioverfügbarkeit von Magnesiumcitrat und Magnesiumoxid)
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  • Shechter M, Saad T, Shechter A, Koren-Morag N, Silver BB, Matetzky S. Comparison of magnesium status using X-ray dispersion analysis following magnesium oxide and magnesium citrate treatment of healthy subjects. Magnes Res. 2012 Mar 1;25(1):28-39., (Vergleich des Magnesiumstatus mit Hilfe der Röntgendispersionsanalyse nach Behandlung der gesunden Studienteilnehmer mit Magnesiumoxid und Magnesiumcitrat)
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  • Russell IJ, Michalek JE, Flechas JD, Abraham GE. Treatment of fibromyalgia syndrome with Super Malic: a randomized, double blind, placebo controlled, crossover pilot study. J Rheumatol. 1995 May;22(5):953-8. (Behandlung von Fibromyalgie-Symptomen mit Super Malic: Eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte und Crossover-Pilotstudie)
  • Coudray, C., et al. „Study of magnesium bioavailability from ten organic and inorganic Mg salts in Mg-depleted rats using a stable isotope approach.“ Magnesium research 18.4 (2005): 215-223. (Studie über die Bioverfügbarkeit von zehn organischen und anorganischen Magnesiumsalzen bei Ratten mit Magnesiummangel mit Hilfe der Stabilisotopen-Methode)
  • Walker, Ann F., et al. „Mg citrate found more bioavailable than other Mg preparations in a randomised, double?blind study.“ Magnesium Research 16.3 (2003): 183-191. (Magnesiumcitrat zeigt höhere Bioverfügbarkeit als andere Magnesiumzubereitungen in einer randomisierten doppelblinden Studie)
  • Houston, Mark. „The role of magnesium in hypertension and cardiovascular disease.“ The Journal of Clinical Hypertension 13.11 (2011): 843-847. (Rolle von Magnesium bei Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Krankheiten)
  • Eby, George A., and Karen L. Eby. „Rapid recovery from major depression using magnesium treatment.“ Medical hypotheses 67.2 (2006): 362-370. (Schnelle Erholung von schwerer Depression unter Magnesiumtherapie)
  • RODRiguez-MORan, M. A. R. T. H. A., and Fernando Guerrero-Romero. „Oral Magnesium Supplementation Improves Insulin Sensitivity and Metabolic Control in Type 2 Diabetic Subjects A randomized double-blind controlled trial.“ Diabetes Care 26.4 (2003): 1147-1152. (Orale Magnesiumsupplementation verbessert Insulinsensitivität und Stoffwechselkontrolle bei Typ-2-Diabetikern: Eine randomiserte doppelblinde kontrollierte Studie)
  • Guerrera, Mary P., Stella Lucia Volpe, and Jun James Mao. „Therapeutic uses of magnesium.“ American family physician 80.2 (2009): 157-62. (Therapeutsche Einsatzgebiete von Magnesium)
  • Brilla, Lorraine R., and Timothy F. Haley. „Effect of magnesium supplementation on strength training in humans.“ Journal of the American College of Nutrition 11.3 (1992): 326-329. (Wirkung beim Menschen einer Nahrungsergänzung mit Magnesium auf Krafttraining)
  • Lindberg, Jill S., et al. „Magnesium bioavailability from magnesium citrate and magnesium oxide.“ Journal of the American college of nutrition 9.1 (1990): 48-55. (Magnesiumbioverfügbarkeit aus Magnesiumcitrat und Magnesiumoxid)

 

Quelle:  Projekt Gesundheit Vertrieb GmbH

Phosphor (P)

Täglich Empfohlene Dosierung (TED) und orthomolekulare Dosierung (OMD)

TED: 700 mg

OMD: 1000 bis 1200 mg

 

Einführung 

  • Nach Kalzium ist Phosphor das wichtigste Element!
  • Im Körper sind immer grössere Fraktionen der atomaren Elemente anorganisch oder organisch gebunden. Mit dem Spektralphotometer ist es nicht möglich Molekülen zu differenzieren, jedoch ist es möglich um die Menge der Elemente, auch wenn sie gebunden sind, quantitativ zu bestimmen.
  • Die Phosphor-Resorption erfolgt ausschliesslich als anorganisches Phosphat und auch organische Phosphatverbindungen werden zuerst durch Phosphatase hydrolysiert.
  • Durchschnittlich werden etwa 70 % der zugeführten Mengen resorbiert und die Resorption wird vor allem durch Vitamin D und Parathormon gesteuert. Ungefähr 1% der Körpermasse (600 bis 900 g) besteht aus Phosphaten. In Knochen und Zähne befinden sich vorwiegend anorganisches Phosphat, während 15 % organische Phosphatverbindungen sich praktisch in alle Zellen enthalten (hauptsächlich in die Zellmembrane) und vorwiegend in den Muskelzellen. Im Blut ist etwa 12 % an Proteine gebunden aber es gibt auch lipidgebundenes Phosphat.
  • Ein Erwachsener hat also 600 bis 900 Gramm, rund 80 % Prozent davon werden für den Aufbau von Knochen und Zähnen genutzt. Der Rest befindet sich in der Muskulatur, im Gehirn, in der Leber sowie in den übrigen Organen und im Blut, insbesondere gebunden als Phosphorproteine, Phospholipide und ATP
  • Die gemessenen Phosphor-Konzentrationen mit dem Spektralphotometer geben eine perfekte Wiederspiegelung dieser verschiedene Phosphatmengen im Gewebe welche deutlichen physiologischen Rückschlüsse ziehen lassen. 

 

Natürliche Quellen 

  • Phosphor ist in vielen Lebensmitteln in teils größeren Mengen vorhanden: (Einen erheblichen Zufuhr -Mangel gibt es bei diesem Nährstoff selten).
  • darunter beispielsweise in Getreide, Fleisch, Fisch, Milch, Käse, Eiern und Hülsenfrüchten. Relativ wenig Phosphor liefern dagegen Obst und frische Gemüse. Vielen industriell hergestellten Lebensmitteln wird außerdem bei der Zubereitung Phosphat zugesetzt 

 

Nahrungsmittel                             pro 100 g

 

Weizenkeime                                  1100 mg

Schmelzkäse (45% Fett)                 944 mg

Emmentaler Käse                            860 mg

Kakaopulver                                    740 mg

Ölsardinen                                       434 mg

Weiße Bohnen                                429 mg

Linsen                                             412 mg

Knäckebrot                                     400 mg

Innereien                                        300-366 mg

Erbsen                                            301 mg  

 

Funktionen des Phosphors 

  • Wichtig für den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen
  • Knochenstoffwechsel
  • Energiestoffwechsel als direkte Energiequelle für alle Zellvorgänge benötigt (Mitochondrien brauchen P für die ATP-Synthese), beispielsweise für den Aufbau von Zellwänden, Transportpumpen, etc.
  • Phosphate sind als Nukleinsäuren weiter Bausteine der DNS und RNS
  • Bestandteile von Enzymen
  • Phosphate bilden zusammen mit Kalzium das Hydroxalapatit, das ein wichtiger Bestandteil von Knochen und Zähnen ist.
  • Im Blutplasma wirkt Phosphat als Puffer und beteiligt sich am Säure-Basen-Haushalt. 

 

Mangelrisiken 

  • Die Ausscheidung des Phosphats erfolgt vorwiegend über die Nieren (Urinphosphat ist am Morgen am niedrigsten).
  • In den Tubuli werden normalerweise bis zu 95 % rückresorbiert. Jedoch wird dies blockiert durch:
    • Hohe extrazelluläre Kalziumkonzentrationen (SNP der VDR oder fehlende synergetische Elemente für den Kalziumeinbau)
    • Parathormon (Da Vitamin D antagonistisch wirkt aufs Parathormon, kann man vor allem im Winter, durch einen D-Mangel einen erhöhten Phosphorverlust feststellen durch einen Anstieg des Parathormons) 
    • Östrogen (Östrogendominanz)
    • Thyroxin (Hyperthyroidie, autoimmune Thyroiditis)
    • Chronische Azidose
  • Zufuhrmangel (siehe Nahrungsquellen)
  • Hoher Zuckerkonsum
  • Erhöhte Aluminiumbelastungen, auch mittels aluminiumhaltiger Medikamente gegen Magenübersäuerung
  • Bei Magnesium- und Vitamin D-Mangel kann die Phosphatausscheidung erhöht sein
  • Resorptionsstörungen
  • Regelmässiger Alkoholkonsum
  • Phosphatdiabetes (Pseudohyperparathyreoidismus) 

 

Wichtigste Indikationen 

  • Wenn während der Ausleitung beispielsweise den Phosphor-Wert abfällt, ist dies oft ein Zeichen für einen erhöhten Stress der Zellmembranen (durch freie Radikalen) und sollte man deshalb vor allem „Membranfutter verordnen“. Dies wäre vor allem Phosphatidylserrin/Lezithin, Fettsäuren und Vitamin E Meistens genügt es liposomale Produkte zu geben (wie Glutathion, C, Curcumin, etc …) um nach einige Wochen diesen Wert zu korrigieren! Liposomale Produkte wären also sehr gut geeignet bei einem Phosphormangel. Liposomale Produkte kennzeichnen sich durch Nährstoffe welche in einen sphärischen Visikel die wie ein feiner Fettfilm eingebaut sind. Ihre Struktur besteht meistens aus zwei Lagen von Fetten (Lipiden), die in der gleichen Schicht gegeneinander beweglich sind. Die sie aufbauenden Phospholipide sind polare Moleküle. Ihre ungeladene, lipophile Seite zeigt in das Innere der Doppelschicht, während ihr geladener, hydrophiler Abschnitt nach außen weist und im Kontakt mit dem umgebenden Wasser steht. Dies vereinfacht erheblich dem Transport durch die Zellmembrane.
  • Die zwei Fettlagen bestehen aus Phosphatidyl (Phosphor)-Choline (= ein Methyl Produkt) 

 

Mögliche Folgen eines Mangels 

  • Muskelschwäche
  • Energielosigkeit, Müdigkeit – funktionelle Mitochondriopathie
  • Mangelhafter Knochen- und Zahnaufbau
  • Osteoporose
  • Chronische Azidose 

 

Mögliche Massnahmen zur Korrektur eines Phospormangels 

  • Ursachen erkennen und soweit wie möglich beheben
  • Vitamin D Mangel korrigieren und beheben
  • Membrane korrigieren mit vorwiegend liposomalen Produkten und «Membranfutter»:
  • Liposomales Glutathion
  • Fettsäuren und Phosphatidylserrin (Lezithin)
  • Vitamin E
  • Bei Zufuhrmangel: Phosphor findet sich in der Nahrung vor allem in Fleisch, Wurstwaren, Eiern, Käse, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen, Hefe, Weizenkeimen.

 

Mögliche Ursachen bei einem Phosphorüberschuss spektralphotometrisch gemessen 

  • Zuviel säurebildende Nahrungsmittel (Fleisch, Eier, Käse)
  • Zuwenig basenbildende Nahrungsmittel (Obst, Gemüse…)
  • Chronische Übersäuerung
  • Calcium- und Magnesiummangel
  • Die Phosphor-Ausscheidung wird gehemmt durch:
    • Insulin (Hyperinsulinämie)
    • Cortisol (stress)
    • Wachstumshormon

à  Auch hier gibt es wiederum Beziehungen zu zahlreichen Funktionsstörungen, welche noch weiter beobachtet werden müssen …

  • Weitere Beobachtungen und Vergleiche zwischen den spektralphotometrischen Resultaten und klinische Symptome sind notwendig!

 

Quelle:  Projekt Gesundheit Vertrieb GmbH

Silizium (Si)

Täglich empfohlene Dosierung (TED) und orthomolekulare Dosierung (OMD)

 TED: 10-40 mg

OMD: ? 

 

Einführung 

  • Silizium ist essenziel, um gesund zu bleiben! Silizium ist jedoch nur in wenigen Lebensmitteln enthalten. Gleichzeitig hält sich die Bioverfügbarkeit des Siliziums aus diesen Lebensmitteln in engen Grenzen. Siliziummangel ist heutzutage daher an der Tagesordnung.
  • Eine wichtige Eigenschaft des Siliziums ist seine Fähigkeit, das bis zu 300-Fache seines Eigengewichtes an Wasser binden zu können. Dadurch unterstützt es den Körper bei der Aufrechterhaltung seines Wasserhaushaltes, ohne den ein gut funktionierender Stoffwechsel nicht möglich wäre.
  • Auch für die Elastizität der Haut sowie die der Knorpel, Sehnen und Bänder ist das Wasserbindungsvermögen des Siliziums von grosser Bedeutung. Die Folgen eines Silizummangels können hier- gemeinsam mit einem Mikronährstoff- und Antioxidantienmangel – eine frühzeitige Hautalterung, Bänder- und Sehnenschwäche sowie eine degenerative Veränderung der Gelenke (z. B. Arthrose) hervorrufen.
  • Der Si-Gehalt im Körper beträgt 6 bis 8 Gramm für einen Erwachsene (doppelt so viel wie Eisen)
  • Silizium befindet sich in allen Bindegewebsarten (Knochen, Knorpel, Sehnen, Muskeln, Haut, Haare, Nägeln) und Organen wie Leber, Herz, Nieren, Pankreas, Milz und Schilddrüse
  • Si vereinfacht die Mobilisation und Einlagerung von Kalzium in den Knochen
  • Reduziert die Zahl der Osteoklasten und beugt somit dem Knochenabbau vor
  • Stimuliert die Osteoblasten
  • Stimuliert die Kollagensynthese
  • Vereinfacht die Bildung von Glycosaminoglykanen und kollagene Elemente
  • Stimuliert die Produktion von Hyaluronsäure
  • Siliziumarme Nahrung führt zu niedrigen Konzentrationen von Kalzium, Magnesium, Zink und Mangan in dem Femur und Wirbelsäule
  • Silizium spielt eine entscheidende Rolle bei diesen 4 Glycosaminglykane:

            – Hyaluronsäure

            – Deramtansulphat

            – Chondroitinsulphat

            – Heparansulphate

  • Silizium hat die Eigenschaft, grosse Formationen von solchen polysachariden Ketten und Proteine zu binden und ein strukturelles Netzwerk von Bindegewebe zu bilden
  • Silizium beugt die Bildung von atheromatöse «plaques» vor – wichtig zur Vorbeugung von Arteriosklerose
  • Verbessert die arterielle Permeabilität
  • Silizium wirkt regenerierend im Bereich des Endotheliums der Gefässe und beugt somit Kardiovaskuläre Krankheiten vor
  • Die Zunahme von Hautfalten nimmt umgekehrt proportional zu mit den Siliziumkonzentration in der Haut
  • Si ist wichtig für die Hauthydration und Tonus
  • Weitere Indikationen sind somit: Hautalterung, Falten, Hautstreifen, schlechte Wundheilung, Akne, Psoriasis
  • Si verbessert die Qualität der Haare und Nägeln
  • Silizium hemmt entzündliche Zytokine und wirkt dadurch anti-entzündlich und schmerzlindernd
  • Auch zur Unterstützung des Immunsystem ist Silizium erforderlich, denn es aktiviert die Bildung sowohl von spezifischen Abwehrzellen (Lymphozyten) als auch von Fresszellen (Phagozyten). Diese wichtigen Immunzellen werden immer dann in grosser Anzahl benötigt, wenn Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, Viren etc.) in den Körper eingedrungen sind oder auch wenn defekte Körperzellen eliminiert werden müssen.
  • Eine rundum gute Silizumversorgung in diesem Bereich kann daher zu äusserst positiven Auswirkungen auf die körpereigene Abwehrkraft führen.
  • Silizium gewährleistet das richtige Membranpotenzial und dadurch die Zellkommunikation, was wichtig ist bei allen chronischen Krankheiten
  • Silizium wirkt dadurch auch der Zellalterung entgegen
  • Si blockiert die Resorption von Aluminium im Darmtrakt und fördert die Ausscheidung von Aluminium über die Niere àbeugt und heilt neurodegenerative Krankheiten 

 

Natürliche Quellen 

 

 Wichtigste Funktionen 

  • Bindegewebe und Skelettmetabolismus
  • Ist wichtiges Strukturelement für Knorpel, Haut, und BG
  • Knochen Kalzifikation
  • Beschleunigt Mineralisierungsprozess der Knochen (trabekulären Muster der Knochenmatrix)
  • Wichtige Funktion für die Glykosamineglykan- und Kollagenbildung im Knorpel und Bindegewebe
  • Wichtig für die Hyaluronsäureproduktion
  • Cheliert Aluminium! 

 

Mangelrisiken 

  • Raffinierung der Nahrungsmittel
  • Aluminiumbelastung
  • Ballaststoffarme Ernährung
  • Zu hoher Anteil an zucker- und weissmehlhaltiger Nahrung 

 

Wichtigste Indikationen 

  • Haarausfall
  • Nagelbrüchigkeit
  • Fehlender Hautelastizität
  • Osteoporose
  • Aluminiumvergiftung!
  • Anti-Aging

 

Mögliche Folgen eines Mangels 

  • Nagelbrüchigkeit
  • Haarausfall
  • Kollagenbildungsstörungen, Bänderinstabilität
  • Osteoporose
  • Arthrose und Knorpeldegeneration
  • Erhöhtes Krebsrisiko
  • Netzhautdegeneration/Ablösung
  • Erkrankungen oder Verletzungen (Sportler) des Bewegungsapparates (Tendinopathie, Diskopathie)
  • Arteriosklerose
  • Hauterkrankungen (Juckreiz, chronische Ekzeme)
  • Störungen innerhalb des Immunsystems (chronischen Infekten)
  • Tinnitus, Schwindel, Gleichgewichtstörungen (Innenohr) 

 

Mögliche Maßnahmen zur Korrektur eines Siliziummangels 

Wie bereits erwähnt, kann der Körper Silizium nicht selbst herstellen. Daher gibt nur zwei Möglichkeiten, einen Siliziummangel auszugleichen. Die erste wäre der Verzehr ausreichender Mengen siliziumhaltiger Lebensmittel, die zweite die Einnahme siliziumreicher Nahrungsergänzungen und die dritte die Verwendung siliziumreicher Heilpflanzen. 

Die Siliziummoleküle in pflanzlichen Lebensmitteln sind relativ gross, sodass sie vom menschlichen Organismus oft nicht gut genutzt werden können. Daher wird auch nur ein Teil der zugeführten Siliziummenge tatsächlich vom Körper verwertet. Der Rest wird über die Nieren und den Darm ungenutzt ausgeschieden.

Erschwerend hinzu kommt unsere heutige intensive Landwirtschaft. Sie führt dazu, dass die Pflanzen allgemein weniger Nähr- und Vitalstoffe – und somit auch weniger Silizium – aus dem Boden aufnehmen können.  

Siliziumhaltige Lebensmittel 

Die industrielle Weiterverarbeitung der Lebensmittel reduziert den Siliziumanteil zusätzlich. Besonders deutlich wird dies am Beispiel des Getreides. Hier ist Silizium – so wie viele andere Vitalstoffe auch – in erster Linie in den Randschichten des Korns vorzufinden. Wird dieser Teil bei der Verarbeitung entfernt, enthält das Getreide (Weissmehlprodukte) nahezu kein Silizium mehr.

Aus diesem Grund ist es wichtig, vollwertig zu essen, also Vollkornprodukte zu wählen, insbesondere Hafer ist eine gute Siliziumquelle. Aber auch Hirse und Kartoffeln liefern gewisse Siliziummengen.

Die Braunhirse enthält sehr viel Silizium, man nimmt davon jedoch nur zwei bis drei Esslöffel täglich in gemahlener Form z. B. ins Müsli oder gibt sie als Zutat in den Brotteig 

Siliziumreiche Nahrungsergänzungen 

Bei den siliziumreichen Nahrungsergänzungen gibt es verschiedene Produkte, wie etwa kolloidale Siliziumformen, z. B. das kolloidale Silicium aus Island von GeoSilica, das eine sehr hohe Bioverfügbarkeit hat und – je nach Bedarf – mit Magnesium, mit Mangan, mit Zink und Kupfer oder einfach pur zur Verfügung steht.

Auch Produkte aus Bambusextrakt liefern sehr viel Silizium, hier kompensiert der höhere Siliziumgehalt die u. U. schlechtere Bioverfügbarkeit.

Das Schüsslersalz Nr. 11 (Silicea D12) kann unterstützend eingenommen werden. Es versorgt selbst nicht mit Silizium, fördert aber die Aufnahme von Silizium in die Zelle und Gewebe. 

Siliziumreiche Heilpflanzen bei Siliziummangel 

Auch siliziumreiche Heilpflanzen können dabei helfen, den Siliziumbedarf zu decken, z. B. die Brennnessel oder das Zinnkraut.

Die Brennnessel kann sehr gut als Gemüse eingesetzt werden. Wer nicht dazu kommt, frische Brennnesseln zu pflücken und sie entsprechend zuzubereiten, kann auch sehr einfach das Brennnesselblattpulver verwenden. Dieses mixt man in seinen Smoothie, rührt es in Säfte, mischt es in selbst gemachte Brotaufstriche oder direkt in den Brotteig – und versorgt sich so ganz nebenbei mit einer Extraportion Silizium und vielen weiteren wertvollen Pflanzenstoffen.

Das Zinnkraut hingegen ist nur als Tee zu geniessen. Doch ist ein „normaler“ Zinnkrauttee sehr siliziumarm. Es bedarf daher einer besonderen Zubereitungsmethode, um so viel Silizium wie nur möglich aus dem Schachtelhalm in den Tee zu befördern. Man bereitet für diesen Zweck ein sog. Mazerationsdekokt zu. Erst dann löst sich das Silizium aus der Pflanze, gelangt ins Wasser und kann jetzt getrunken werden.

Dazu weicht man den Schachtelhalm über Nacht in kaltem Wasser ein und kocht ihn dann nach einer Einweichzeit von mindestens 12 Stunden 10 bis 30 Minuten lang. 

Bei Verdacht auf Siliziummangel oder einer Aluminiumbelastung (Silizium hemmt die Aluminiumaufnahme) lohnt es sich jedoch, ein hochwertiges Silizium-Präparat einzunehmen, da man nur mit diesem gezielt garantierte Siliziummengen zu sich nehmen kann. Denn der Siliziumgehalt im Tee oder in der Nahrung kann ja nicht mit Sicherheit festgestellt werden. 

Die Silizium-Kur 

Wenn Sie Silizium als Nahrungsergänzung einnehmen möchten, dann empfiehlt es sich, dies kurmässig über einen Zeitraum von 3 bis 6 Monaten zu tun. Erst dann machen sich die Auswirkungen der optimierten Silizium-Versorgung bemerkbar. 

Zu den sichtbaren Auswirkungen einer guten Siliziumversorgung zählen ein geglättetes Hautbild, gesunde Fuss- und Fingernägel sowie kräftiges und glänzendes Haar. Auch der beschleunigte Haarneuwuchs gehört zu den vielen bekannten Ergebnissen einer – sowohl innerlichen (Tropfen) als auch äusserlichen (Haartonikum) – Anwendung von Silizium. 

 

Mögliche Folgen einer Siliziumintoxikation (selten) 

  • Silikose (Silizium-Intoxikation) bei Minenarbeitern àVeränderungen des Lungengewebes (Quarzstaublunge)
  • Silikate in Form von Antazida àHarnsteinbildung
  • Leber/Milz/Lymphe Belastungen
  • Pulmonale Beschwerden, Dyspnoe, Husten, Emphysem
  • Thorakale Beschwerden
  • Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen 

Spektralphotometrische Messungen zeigen, dass auf Gewebsebene ein Siliziummangel sehr weit verbreitet ist, Siliziumüberschuss hingegen, kommt kaum vor. 

 

Literatur 

  • Bottu, M.: Silizium als Schlüsselelement. Orthomolekular 5 (1988) 202.
  • Carlisle, E. M.: Silizium als essentielles Spurenelement. Vita Min Spur 3 (1988) 125.
  • Edwardson, J. A. et al.: Effect of silicon on the absorption of aluminium. Lancet 342 (1993) 211.
  • Markson, H.: Silicium. Orthomolekular 3 (1988) 94.
  • Pennington, J. A. T.: Silicon in foods and diets. Foods Addit. Contam. 8 (1991) 97.
  • Seaborn, C. D., Nielsen, F. H.: Effects of germanium and silicon on bone mineralization. Biol. Trace Elem. Res. 42 (1994) 151.
  • https://www.zentrum-der-gesundheit.de/siliziummangel-ia.html

 

Quelle:  Projekt Gesundheit Vertrieb GmbH

Natrium (Na)

Täglich Empfohlene Dosierung (TED) und orthomolekulare Dosierung (OMD)

 TED: 200 bis 300 mg

OMD: Keine da meistens einen Überschuss vorliegt

 Gemäss Deutsche Gesellschaft für Ernährung sollte einen Erwachsenen maximal 5-6 g Kochsalz pro Tag verzehren. Die durchschnittliche Kochsalzkonsum in Europa liegt doppelt zu hoch. Mehr als 10 g pro Tag kann zu Krankheitssymptome führen wie Osteoporose, Schlaganfall oder Hypertonie. 

 

Einführung 

Wichtig: Spektralphotometrisch kann man nur selten Abweichungen sehen der Natriumkonzentrationen. Vielmehr sollte das Verhältnis zwischen Kalium und Natrium beurteilt werden: 

  • Falls das Verhältnis Kalium/Natrium nach linksverschoben ist, ist einen Natriumüberschuss wahrscheinlich oder es liegt einen relativen Kaliummangel vor
  • Verschiebungen nach rechts stellen einen relativen Mangel dar von Natrium gegenüber Kalium (siehe Kaliumüberschuss)
  • Siehe auch weitere Interpretationen zur K/Na-Verhältnis 

Natrium und Kalium sind zwei Substanzen, die für die Gesundheit von absolut zentraler Bedeutung sind und deshalb auch zusammen betrachtet werden müssen.

Bei vielen wichtigen Körperfunktionen arbeiten beide „Supermineralien“ zusammen. Das geschieht zum Beispiel bei der Regulation des Blutdrucks und des Herzschlags, bei der Erregungsleitung in Nerven und Muskeln oder beim Stofftransport in die Körperzellen. Aber beide sind verantwortlich dafür, wenn Sie beispielsweise an heißen Sommertagen starken Durst haben.

Wichtig ist, dass Sie Kalium und Natrium in einem ausgewogenen Verhältnis zu sich nehmen. Durch die „moderne“ Ernährung ist die Natriumzufuhr meist deutlich zu hoch und die Kaliumzufuhr zu niedrig. Die Folgen sind Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen sowie Muskelschwäche, Müdigkeit und Reizbarkeit.

  • Natrium reguliert das Blutvolumen, den Blutdruck, das osmotisches Gleichgewicht und pH
  • Die wichtigste Quelle ist NaCl – Verarbeitete Lebensmittel enthalten meist viel Salz – auch um die Produkte länger haltbar zu machen (MSG E621, Sodiumnitrit E250, Sodiumsacharin, Sodiumbicarbonat und Sodiumbenzaote E211)
  • 1 Gramm Kochsalz entspricht 400 mg Natrium
  • Reguliert zusammen mit Ca, Mg und K die Neuron Funktion und Osmose Regulation zwischen Zelle und extrazelluläre Flüssigkeit (reguliert über eine aktive Pumpe Na+/K+-ATP-ase, pumpt Na nach aussen und K ins Zellinnere)
  • Das Renin-Angiotensin System reguliert die Na-Konzentration im Körper: tiefer Blutdruck und Abfall der Na-Konzentration in den Nieren erhöht die Renin-Produktion. Hierdurch vermehrt die   Ausscheidung von Angiotensin und Aldosteron und wird somit Natrium zurückgehalten aus dem Urin
  • Das umgekehrte Phänomen bei einem Anstieg des Natriums
  • Die Höchstkonzentration von Natrium ist im Interstitium (extrazellulär) während Kalium vorwiegend intrazellulär vorhanden ist.

 

Funktionen und Eigenschaften  

  1. Aufladen der Zellenergie 

Die bedeutende Rolle der beiden Mineralstoffe verdeutlicht sich dadurch, dass unser Körper fast 150 g Kalium und 120 g Natrium enthält. Das in den Knochen eingebaute Mineral Kalzium kommt in größerer Menge vor. Natrium und Kalium sind im Körper streng voneinander getrennt: Kalium gilt als vorherrschender Mineralstoff innerhalb der Zellen. Natrium kommt vor allem außerhalb der Körperzellen vor, also im Gewebswasser oder im Blut.

Spezielle „Pumpen“ in den Zellwänden erhalten dieses Konzentrationsgefälle aufrecht. Diese Pumpen transportieren jeweils drei positiv geladene Natrium-Teilchen (Ionen) nach außen. Im Gegenzug befördern sie lediglich zwei positive Kalium-Teilchen nach innen. Als Folge lädt sich das Zellinnere gegenüber seiner Umwelt negativ auf. Wegen dieser Ladungsdifferenz stellen die Körperzellen eine Art „Minibatterie“ dar.

Wichtig sind die Ladungsunterschiede vor allen Dingen für Muskel- und Nervenzellen: Zur Aktivierung drehen sich die Ladungsverhältnisse kurzfristig um. Dazu strömt positiv geladenes Natrium in die Zelle ein. Aber auch alle anderen Körperzellen nutzen die Ladung ihrer Minibatterie als Energiequelle, beispielsweise um Nährstoffe aufzunehmen (Wichtig für Glukose- Resorption und viele andere Nährstoffe) oder Abfallstoffe nach außen abzugeben (auch Schwermetalle und andere Toxine).

Natrium spielt für den Körper eine wichtige Rolle, weil es Wasser bindet. Steigt die Natriumkonzentration zu stark an, lösen verschiedene Hormone und Sensoren im Gehirn Durst aus und melden einen Wassermangel. Durst sollten Sie auf keinen Fall ignorieren! Er stellt ein Notsignal Ihres Körpers dar, dass er dringend Flüssigkeit benötigt. 

Natrium ist einer der Elektrolyten im Körper. Das sind Mineralstoffe, die der Körper in relativ großen Mengen benötigt. Elektrolyte können elektrisch geladen sein, wenn sie in Körperflüssigkeiten wie dem Blut aufgelöst werden.

Das meiste Natrium im Körper kommt im Blut und in der Flüssigkeit der Zellumgebung vor. Natrium hilft, die Flüssigkeiten im normalen Gleichgewicht zu halten (Wasser im Körper). Natrium spielt eine wichtige Rolle bei der normalen Funktion von Nerven und Muskeln.

Der Körper erhält Natrium über die Nahrung und Getränke und verliert es primär über Schweiß und Urin. Gesunde Nieren sorgen für einen konstanten Natriumgehalt im Körper, indem sie die Ausscheidung mit dem Urin steuern. Bei einem Ungleichgewicht von Natriumzufuhr und -verlust ändert sich die Gesamtmenge des Natriums im Körper.

 

  1. Kontrolle des Blutvolumens/Wasserhaushalt 

Die gesamte Natriummenge im Körper wirkt sich auf die Menge an Flüssigkeit im Blut (Blutvolumen) und um die Zellen aus. Der Körper kontrolliert laufend das Blutvolumen und die Natriumkonzentration. Wenn einer dieser Faktoren zu stark ansteigt, erkennen Sensoren im Herzen, in den Blutgefäßen und Nieren dies und regen die Nieren zur vermehrten Ausscheidung von Natrium an. Auf diese Weise wird das Blutvolumen normalisiert.

Wenn das Blutvolumen oder die Natriumkonzentration zu gering wird, regen die Sensoren Mechanismen zur Erhöhung des Blutvolumens an. Zu diesen Mechanismen gehören: 

  1. Die Nieren regen die Nebennieren zur Ausscheidung des Hormons Aldosteron an. Aldosteron veranlasst die Nieren, Natrium zurückzuhalten und Kalium auszuscheiden. Wenn Natrium zurückgehalten wird, wird weniger Urin produziert, wodurch das Blutvolumen schließlich zunimmt.
  2. Die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) scheidet Vasopressin aus (manchmal auch antidiuretisches Hormon genannt). Vasopressin regt die Nieren zur Speicherung von Wasser an.

 

  1. Säure-Basen Gleichgewicht 

Insgesamt gewährleisten vier Puffersysteme des Blutes die Konstanz des Blut-pH-Wertes: 

–     75 % der gesamten Pufferkapazität durch das Kohlensäure-Bikarbonat-System

–     Natrium-Bikarbonat (Na+HCO3): wichtigste natürliche Puffersubstanz des Blutes

–     Hämoglobinpuffer mit circa 24 %

–     Proteinat- mit circa 1 % und Phosphat-Puffer (mit < 1%) 

Beim jungen, gesunden Menschen wird das Säurebasen-Gleichgewicht im Organismus vor allem dadurch konstant erhalten, dass die Nieren (assistiert von den Lungen durch Abatmung von CO2), die täglich im Stoffwechsel entstehenden Säuren (bei einem Körpergewicht von ca. 70 kg sind es ca. 50 – 80 mMol/Tag) vermittels des sauren Urins ausscheiden. Gleichzeitig wird die Blut-Bikarbonat-Konzentration durch die Nieren-Tubulus-Zellen vermittels Rückresorption von Bikarbonat aus dem Primärharn und durch Neusynthese aus CO2 und H2O auf dem physiologischen Niveau von 25 mMol/L, konstant gehalten. 

 

Natürliche Natriumquellen

  • Getreide mit Natrium: Vollkorngetreide enthält von Natur aus kleinere Mengen Natrium. Mais (35 mg je 110 g), Dinkel (8 mg) und brauner Reis (4 mg) sind hier die besten Quellen.
  • Natriumhaltiges Obst: Vor allem getrocknete Früchte wie Goji-Beeren (298 mg), Mango (162 mg), Apfel (124 mg) und Kokosnussfleisch (37 mg) enthalten relativ viel Natrium.
  • Natriumreiches Gemüse: Natriumhaltiges Gemüse sind Mangold (213 mg), Knollensellerie (100 mg), Artischocken (94 mg), Spinat (79 mg), Rote Beete (78 mg), Karotten (Mohrrübe oder auch Möhre; 69 mg), Süßkartoffeln (55 mg) und Fenchelknollen (52 mg).
  • Nüsse und Samen mit Natrium: Zu den natriumreichsten Lebensmitteln in dieser Gruppe zählen Akaziensamen (102 mg), Senfsamen (92 mg), Leinsamen (30 mg), Mohnsamen (26 mg), Chia-Samen (16 mg) und Sesamsamen (11 mg).
  • Natrium in Hülsenfrüchten: Kidneybohnen und Kichererbsen enthalten jeweils 24 mg Natrium je 100 g. Erdnüsse weisen mit 18 mg ebenfalls geringe Mengen an Natrium auf.

Da meistens nicht die Zufuhr an Natrium mangelhaft ist, sondern viel mehr gegenüber Kalium Natrium überschüssig verzehrt wird, sollte man vor allem darauf achten, dass vorwiegend Nahrungsmittel verzehrt werden mit optimale K/Na Verhältnisse. Diese Lebensmittel sollten Sie deshalb vermehrt zu sich nehmen:

 

Verhältnis Kalium zu Natrium

Bananen                                         440:1

Orangen                                         260:1

Wassermelone                               160:1

Kartoffeln                                        110:1

Äpfel                                                90:1

Fisch                                                3:1

Fleisch                                             3:1

Milch                                                3:1

 

Es gibt viele Lebensmittel, die Sie besser meiden sollten:

 

weißes Brot                                     1:3

Salami                                             1:4

Schinken                                         1:5

Schinkenspeck                                1:7

Camembert                                     1:9

Schimmelkäse                                 1:10

Salzstangen                                    1:20

 

 

Mangelrisiken für zu tiefes Serumnatrium 

  • Die Hyponatriämie tritt auf, wenn der Körper gemessen an seinem Flüssigkeitsgehalt zu wenig Natrium enthält. Der Körper kann zu viel, zu wenig oder eine normale Menge Flüssigkeit enthalten. Aber in allen Fällen wird Natrium verdünnt. Zum Beispiel verlieren Menschen bei schwerem Erbrechen oder Durchfall Natrium. Wenn sie ihren Flüssigkeitsverlust mit Wasser auffüllen, wird das Natrium verdünnt. Erkrankungen wie Nierenerkrankungen, Zirrhose und Herzinsuffizienz können den Körper dazu veranlassen, Natrium und Flüssigkeit zurückzuhalten. Häufig hält der Körper mehr Flüssigkeit als Natrium zurück – das bedeutet, dass das Natrium verdünnt wird. Bestimmte Erkrankungen können dazu führen, dass Menschen zu viel Wasser trinken (Polydipsie), was die Entwicklung einer Hyponatriämie begünstigen kann.
  • Thiaziddiuretika (manchmal auch als Wassertabletten bezeichnet) sind eine häufige Ursache von Hyponatriämie. Diese Medikamente erhöhen die Natriumausscheidung und damit auch die Wasserausscheidung. Thiaziddiuretika sind in der Regel gut verträglich, können aber bei Menschen, die zu einem Mangel an Natrium neigen, insbesondere bei älteren Menschen, eine Hyponatriämie verursachen.
  • Störungen der Vasopressinfreisetzung: 

–      Vasopressin (auch als antidiuretisches Hormon bezeichnet) unterstützt die Regulierung der Wassermenge im Körper, indem es kontrolliert, wie viel Wasser über die Nieren ausgeschieden wird. Vasopressin senkt die Wasserausscheidung über die Nieren, wodurch mehr Wasser im Körper zurückgehalten und das Natrium aufgelöst wird. Vasopressin wird von der Hypophyse produziert und freigesetzt, wenn das Blutvolumen (die Flüssigkeitsmenge in den Blutgefäßen) oder der Blutdruck sinken oder wenn die Elektrolytspiegel (z. B. Natrium) zu hoch ansteigen.

–      Schmerz, Stress, Anstrengung, ein niedriger Blutzuckerspiegel und bestimmte Erkrankungen des Herzens, der Schilddrüse, der Nieren oder der Nebennieren können zur Freisetzung von Vasopressin aus der Hypophyse führen.

–      Folgende Medikamente können ebenfalls die Freisetzung Vasopressin anregen oder seine Wirkung in der Niere verstärken: 

  1. Chlorpropamid (senkt den Blutzuckerspiegel)
  2. Carbamazepin (ein krampflösendes Mittel)
  3. Vincristin (ein Chemotherapeutikum)
  4. Clofibrat (senkt die Cholesterinspiegel)
  5. Antipsychotika und Antidepressiva
  6. Aspirin, Ibuprofen und viele andere nicht rezeptpflichtige Schmerzmittel (Analgetika)
  7. Ecstasy (3,4-Methylendioxymethamphetamin [MDMA])
  8. Vasopressin (künstlich hergestelltes antidiuretisches Hormon) und Oxytocin (wird zur Geburtseinleitung eingesetzt)

 

–      Eine häufige Ursache von Hyponatriämie ist das Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH), bei dem Vasopressin in verschiedenen anderen Situationen (wie bei bestimmten Krebserkrankungen, Infektionen und Hirnstörungen) unzureichend ausgeschieden wird

 

  • Addison-Krankheit (Unterfunktion der Nebennieren)
  • Dünndarmverschluss
  • Schwere Verbrennungen
  • Zirrhose (Bildung von Narbengewebe in der Leber)
  • Zu starker Wasserkonsum wie bei manchen psychiatrischen Erkrankungen
  • Weitere Arzneimittel wie z. B. Barbiturate, Carbamazepin, Chlorpropamid, Clofibrat, Diuretika (am häufigsten), Opioide, Tolbutamid und Vincristin
  • Herzinsuffizienz
  • Hypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse)
  • Nierenerkrankung
  • Pankreatitis
  • Peritonitis (Entzündung der Bauchhöhle)
  • Durchfall und Erbrechen (Säuglinge!)
  • Krebs (kann auch zu hoch sein als Zeichen für eine globale Störung im Stoffwechsel)
  • Fisteln im Magen-Darm-Bereich
  • Quecksilbervergiftung
  • Starkes Schwitzen bei alleiniger Wasserzufuhr

 

 

Wichtigste Indikationen 

Siehe Funktionen

 

Mögliche Folgen eines Natriummangels

Natriummangel kommt im Normalfall heute so gut wie nicht vor. Das liegt vor allem an der Überversorgung mit Kochsalz. Dieses ist nichts anderes als eine Verbindung aus Natrium und Chlor.

Falls doch unter gewisse Umstände einen Mangel vorliegt reagiert das Gehirn besonders empfindlich auf Veränderungen des Blutnatriums. Deshalb treten zuerst Anzeichen einer Funktionsstörung des Gehirns wie Trägheit (Lethargie) und Verwirrung auf. Wenn der Natriumspiegel im Blut schnell abfällt, treten Symptome tendenziell schneller und schwerer auf. Ältere Menschen entwickeln mit größerer Wahrscheinlichkeit schwere Symptome.

Bei stärkerem Natriummangel können Muskelzittern und Krampfanfälle auftreten. Die Patienten werden schlechter ansprechbar und können nur durch starke Stimulation wachgerüttelt werden (Stupor), bis sie schließlich gar nicht mehr ins Bewusstsein gerufen werden können (Koma). Dann kann der Tod eintreten. 

  • Niedriger Blutdruck
  • Verwirrung
  • Orientierungsschwierigkeiten
  • Schwindel
  • Krampfanfälle 

 

Mögliche Massnahmen zur Korrektur eines Natriummangels 

Erhöhte Kochsalzzufuhr 

 

Mögliche Ursachen einer Natriumbelastung 

  • Natrium hält zusammen mit K, Chlorid, und Ca den Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht!
  • Tagesbedarf für Na ist 200-300 mg àmoderne Ernährung enthält mehr als das 20fache à durch geringe Mengen an K und Ca à schwerwiegenden Probleme
  • Menschen mit Herz- und Nierenproblemen reagieren ebenfalls sehr empfindlich
  • Bei „gesunde Menschen“ àAnstauung von Wasser (Knöchel, Tränensäcke), Schwergefühl und Erschöpfungszustände, Kopfschmerzen und Blähungen
  • Durch Überanstrengung der Niere àKalzium und Magnesiumverlust + + +
  • 10 % stammt aus dem natürlichen Natriumgehalt
  • Der Rest in Form von Salz, bei der industriellen Produktion oder beim Kochen und Nachsalzen zugefügt!
  • Natürliche, frische Lebensmittel enthalten sehr wenig Salz, und das Verhältnis von Na und K ist ausgewogen
  • Eine frische Tomate enthält z.B. 10 mg Na bei 280 mg K, eine Teller Tomatensuppe aus der Dose enthält 1200 mg Na und 400 mg K
  • Da Natrium Wasser im Körper zurückhält, erhöht eine erhöhte Natriumzufuhrunter Umständen den Blutdruck. Das gilt für etwa ein Drittel der westeuropäischen Bevölkerung. Bei diesen „salzsensitiven Personen“ funktioniert die Natriumausscheidung über die Nieren nicht optimal. Bei den übrigen Menschen scheidet der Körper überschüssiges Natrium mit dem Urin aus, es beeinflusst den Blutdruck aus diesem Grund nicht.
  • Der Alterungsprozess im Visier: Erhaltung des Flüssigkeits- und Natriumhaushalts

 

–     Wenn Menschen älter werden, ist der Körper aus mehreren Gründen weniger in der Lage, das Gleichgewicht von Flüssigkeit und Natrium aufrechtzuerhalten:

–     Verminderter Durst: Werden Menschen älter, so verspüren sie seltener oder weniger starken Durst und nehmen unter Umständen dann keine Flüssigkeiten zu sich, wenn es notwendig wäre.

–     Veränderungen in den Nieren: Alternde Nieren können weniger gut Wasser und Elektrolyte aus dem Urin zurückhalten (Urin konzentrieren). In der Folge kann mehr Flüssigkeit im Urin ausgeschieden werden.

–     Weniger Flüssigkeit im Körper: Bei älteren Menschen enthält der Körper weniger Flüssigkeit. Bei älteren Menschen besteht der Körper nur zu 45 Prozent aus Wasser, verglichen mit 60 Prozent bei jüngeren Menschen. Diese Veränderung bedeutet, dass ein geringer Verlust von Flüssigkeit und Natrium wie z. B. durch Fieber oder zu wenig Essen (manchmal nur für einen oder zwei Tage) bei älteren Menschen bereits ernste Folgen haben kann.

–     Nicht in der Lage, Wasser zu erhalten: Manche älteren Menschen haben körperliche Probleme, aufgrund derer sie nichts trinken können, wenn sie durstig sind. Andere können an Demenz leiden, wodurch sie nicht erkennen, dass sie durstig sind oder dies nicht ausdrücken können. Diese Menschen können darauf angewiesen sein, dass andere Personen ihnen Wasser geben.

–     Arzneimittel: Viele ältere Menschen nehmen Arzneimittel gegen Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder Herzerkrankungen, die den Körper dazu anregen, überschüssige Flüssigkeit auszuscheiden, oder die die negativen Auswirkungen eines Flüssigkeitsverlusts erhöhen.

–     Diese Umstände können zu einem Flüssigkeitsverlust oder zu geringer Flüssigkeitszufuhr führen und dadurch einen hohen Natriumspiegel im Blut (Hypernatriämie) und/oder Dehydratation bedingen. Da diese Umstände bei älteren Menschen häufiger sind, ist eine Hypernatriämie bei ihnen ebenfalls häufiger. Hypernatriämie wird von älteren Menschen schlechter toleriert und kann zu Verwirrtheit, Koma und in schweren Fällen zum Tod führen.

–     Ein Überschuss an Flüssigkeit und Natrium tritt ebenfalls häufiger bei älteren Menschen auf, weil die Erkrankungen, die üblicherweise zu übermäßiger Flüssigkeit (Flüssigkeitsüberladung) führen – Herzinsuffizienz, Lebererkrankungen und Nierenerkrankungen – bei älteren Menschen ebenfalls häufiger sind. 

 

Mögliche Folgen einer Natriumüberschuss (selten) 

Sie verursacht typischerweise Durst. Die gravierendsten Symptome einer Hypernatriämie entstehen durch eine Funktionsstörung des Gehirns. Eine schwere Hypernatriämie kann zu Verwirrtheit, Muskelzittern, Krampfanfällen, Koma und Tod führen. 

 

Behandlung einer Natriumüberbelastung 

  • Benütze frische Lebensmittel!
  • Probiere die Liebe zum Salz ab zu gewöhnen mit der Veränderung des Empfindens:

–     Verzichte auf sehr salzige Esswaren wie Chips, Brezeln und Salznüsse

–     Nicht nachsalzen

–     Menge beim Kochen einschränken

  • Essen Sie regelmässig Nahrungsmittel, reich an K und Ca
  • Verwende natürliche Varianten wie Himalaja oder Meeressalz
  • Kochsalzzufuhr einschränken
  • Kalium zuführen (wenn mangelhaft) 

 

Literatur                                                  

https://www.msdmanuals.com/de/heim/hormon-und-stoffwechselerkrankungen/elektrolythaushalt/überblick-über-die-funktion-von-natrium-im-körper

  • Brüngel, M., Kluthe, R.: Hypertonie und Ernährung. Akt. Ernähr. Med. 21 (1996) 284.
  • Devine, A. et al.: A longitudinal study of the effects of sodium and calcium intake on regional bone density in postmenopausal women. Am. J. Clin. Nutr. 62 (1995) 740.
  • Heepe, F.: Diätetische Indikationen. Springer-Verlag, Berlin 1990.
  • Midgley, J. P. et al.: Effect of reduced dietary sodium on blood pressure. A metaanalysis of randomised controlled trials. JAMA 275 (1996) 1590.
  • Oparil, S. (Ed.): Dietary sodium and health. Am. J. Clin. Nutr. 65S (1997) 583-716.
  • Reusser, M. E., McCarron, D. A. : Micronutrient effects on blood pressure regulation. Nutr. Rev. 52 (1994) 367.
  • Rilling, S.: Kompendium der Mineralstoffe und Spurenelemente. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 1993.
  • Tarek, F. et al.: Salt – more adverse effects. Lancet 348 (1996) 250.

 

Quelle:  Projekt Gesundheit Vertrieb GmbH

Kalium (K)

Tagesbedarf

Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr

 

Alter

Kaliuma
(mg/Tag)

Säuglinge

0 bis unter 4 Monate

400

4 bis unter 12 Monate

600

Kinder und Jugendliche

1 bis unter 4 Jahre

1100

4 bis unter 7 Jahre

1300

7 bis unter 10 Jahre

2000

10 bis unter 13 Jahre

2900

13 bis unter 15 Jahre

3600

15 bis unter 19 Jahre

4000

Erwachsene

19 bis unter 25 Jahre

4000

25 bis unter 51 Jahre

4000

51 bis unter 65 Jahre

4000

65 Jahre und älter

4000

Schwangere

4000

Stillende

4400

 

Natürliche Quellen

 

Funktionen 

  • Ein Erwachsener hat ca. 120 Gramm Kalium im Körper (gleiche Menge Sulfur und Chlorid)
  • Nur Calcium und Phosphor haben wir mehr
  • Kalium ist ebenfalls anwesend in vielen Proteinen und Enzymen
  • Bestimmt das Ruhepotenzial und Aktionspotenzial in allen neuronalen, muskulären und kardialen Geweben
  • Bestimmt Motilität des gastro-intestinal Systems
  • Bestimmt hormonelle Aktivität und Sekretion (u.a. auch für die Mineralokortikoiden)
  • Gegenspieler von Na
  • Reguliert Wasserhaushalt
  • Säure-Basen-Gleichgewicht
  • Nervenreizleitung
  • Muskelkontraktionen (Membranpotential)
  • Viele zellulären Enzymsysteme
  • Vaskulärer Tonus, systemischer Blutdruck
  • Glukose- und Insulinmetabolismus
  • Elektrolytengleichgewicht 

 

  1. KALIUMMANGEL

 

Mögliche Folgen von Mangelzuständen 

  • Verstopfung
  • Muskelschwäche
  • Veränderungen der Herztätigkeit (Arrhythmien oder gesteigerte           Herzschlagfrequenz)
  • Ödeme
  • Niedriger Blutdruck und Blutzucker
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Muskelschwäche
  • Krämpfe
  • Verwirrtheit
  • Erhöhte Reizbarkeit 

 

Häufige Ursachen von Mangel 

  • Mangelnde Zufuhr von kaliumreicher Kost wie Obst und Gemüse
  • Übermässige Kochsalzzufuhr
  • Übermässiger Alkoholkonsum
  • Regelmässiger Gebrauch von Abführmitteln
  • Magnesiummangel
  • Verluste durch Durchfall, Erbrechen und starkes Schwitzen (Sportler)
  • Therapien mit gewissen Diuretika (Medikamente zur Entwässerung)
  • Einseitige Ernährung
  • Verluste bei der Nahrungszubereitung (Kochen, Waschen)
  • Alkoholkonsum
  • Übermässige Kochsalzzufuhr
  • Verbrennungen und Verletzungen
  • Stress
  • Exzessive Abführmittelanwendung
  • Leber- oder Nierenerkrankungen
  • Herzerkrankungen
  • Hyperthyroidie
  • Krebs
  • Das in den Zellen des juxtaglomerulären Apparats der Niere gebildete Renin fördert die Sekretion von Aldosteron an der Zona glomerulosa der Nebenniere, was wiederum die Kaliumausscheidung an der Niere begünstigt. Kalium wird zu einem geringeren Anteil auch über den Dickdarm ausgeschieden. 

 

Indikationen für Kalium 

  • Bluthochdruck: Mit einer Reduktion des Natriums und gleichzeitige Zufuhr von Kalium, konnte in einer Studie eine Senkung des Blutdrucks und Verbesserung der arteriellen Steifigkeit gezeigt werden.
  • Darmverstopfung: Wenn über längerem Zeitraum Abführmittel (auch pflanzliche) zugeführt werden, kann dies zu K-Mangel führen. Durch einen Kaliummangel wird die Darmmotilität gehemmt was zu Darmträgheit und Zunahme der Verstopfung auslösen kann. Typischerweise kommt es zu einem Teufelskreis.
  • Durchfall, Erbrechen, Verbrennungen
  • Herzrhythmusstörungen: Zusammen mit Magnesiumzufuhr kann dies zu einer Verminderung der Symptomatik führen
  • Ödeme: vermehrten Zufuhr von Kalium und eine Reduktion der Natriummenge, kann sich positiv auswirken auf Wassereinlagerungen
  • Stimmungsschwankungen/Müdigkeit
  • Sport: Bis zu 10 g K-Verlust bei intensivem Training àMuskelschwäche, Krämpfe, Kreislaufschwäche
  • Zu hohem Natrium (Kochsalzverzehr) wurde bereits in Verbindung gebracht mit der Förderung von autoimmune Entzündungskrankheiten. In einer Untersuchung konnte nachgewiesen werden, dass dieser Effekt durch Kaliumsupplementierung entgegengewirkt werden kann. Dies erfolgte durch eine Hemmung der hochpotente pro-entzündliche Zytokine IL-17A. 

 

Massnahmen 

  • Kaliumreiche Nahrungsmittel bevorzugen (Bananen, Soja, Bohnen, Linsen, Kartoffeln, etc.)
  • Übermässiges Salzen von Speisen vermeiden
  • Bei starken Mangel Kaliumpräparat
  • Auch das Verhältnis zwischen Kalium und Natrium sollte man beobachten:
  • Erhöht (Na : K > 4 ): Kaliummangel ist wahrscheinlich
  • Erniedrigt (Na : K < 1 ): Diese Konstellation steht häufig im Zusammenhang mit Nahrungsmittelallergien oder evt. einer Glutenunverträglichkeit 

 

  1. KALIUMÜBERSCHUSS

 

 Ursachen eines erhöhtes Serumkaliums 

  • Sehr selten!
  • Kalium Überdosierung
  • Nebenwirkung von kaliumsparenden Diuretika
  • Nierendekompensation
  • Starke Dehydratation 

 

Folgen eines erhöhtes Serumkalzium 

  • Herzrhythmusstörungen
  • Schwäche
  • Angstzustände
  • Blutdruckabfall
  • Verwirrung
  • Gefühllosigkeit der Hände und Füsse 

 

Interpretation einer spektralphotometrisch gemessene Kaliumerhöhung 

  • Kaliumionen spielen eine wichtige Rolle bei vielen biologischen Prozessen, insbesondere bei der Entstehung der Membran- und Aktionspotentiale und der elektrischen Leitung in Nervenzellen und am Herzen. Der primär aktive Transporter Na+/K+-ATPase sorgt für den Transport in die Zellen. Zwei Hormone halten die tiefe extrazelluläre Kaliumkonzentration aufrecht. Erstens das in der Bauchspeicheldrüse gebildete Insulin, das die Aufnahme von Kalium in die Zellen fördert (eine Hyperinsulinämie bei einer reaktiven Hypoglykämie könnte möglicherweise solche Shifts verursachen)  Übermäßige Insulinausschüttungen können auch indirekt durch Adrenalinausschüttungen verursacht werden welche zuerst den Blutzucker hinauf jagen (Glukoneogenese) und anschließend einen reaktiven Insulinrelease auslöst (Hyperinsulinämie)… Adrenalinreleases stehen in Verbindung mit Stress, hohen Zuckerkonsum, Gluten Intoleranz oder andere Allergien und Intoleranzen, etc. 
  • Kalium hemmt die Freisetzung von proinflammatorischen Zytokinen und kann somit möglicherweise als kompensatorische Zellschutz betrachtet werden. Dies kann man nicht selten vor allem kombiniert beobachten, wenn es einen zellulären Magnesium- und Kalziummangel gibt! 
  • Kalium könnte die durch einem intrazellulären Gärungsstoffwechsel (Membrandysfunktionen, Mitochondriopathien durch fehlendes «mitochondrial Futter» – Q10, B-Vitamine, Zink, Magnesium, etc. und O2-Mangel) Säuren Last abpuffern 

 

Literatur 

  • Brqancati, F. L. et al.: Effect of potassium supplementation on blood pressure in African Americans on a low potassium diet. A randomised, double blind, controlled trial. Arch. Intern. Med 156 (1996) 61.
  • Krishna, G. G., Miller, E., Kapoor, S.: Increased blood pressure during potassium depletion in normotensive men. N. Engl. J. Merd. 320 (1989) 1177.
  • Khaw, K. T. et al.: Dietary potassium and stroke-associated mortality : A 12-year prospective population study N. Engl. J. Med. 316 (1987) 235.
  • Kluthe, R.: Natrium, Kalium und hoher Blutdruck. Schweiz. Apothekerzeitung 20 (1992) 589.
  • Luft, K.: Potassium and its regulations. In: Ziegler, E. E., Filer, L. J. (Eds.): Present Knowledge in Nutrition. 7. Aufl. ILSI Press, Washington DC 1996.
  • Rilling, S.: Kompendium der Mineralstoffe und Spurenelemente. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 1993.

 

Quelle:  Projekt Gesundheit Vertrieb GmbH

Kupfer (Cu)

Täglich Empfohlene Dosierung (TED) und orthomolekulare Dosierung (OMD)

 TED: 1-1,5 mg

OMD: 2-4 mg 

 

Natürliche Quellen

Leber (Schwein, Kalb) 3.6 bis 5,5 pro 100 g

Portwein, Sherry, Wermut: bis 10 mg pro 50 ml

Austern: 2,5 mg pro 100 g

Linsen, Erbsen, Bohnen: 2.5 mg pro 100 g

Sonnenblumenkerne: 0.7 bis 0.8 pro 25 g

Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln: 0.4 bis 0.6 pro 50 g

Emmentaler, Edamer: 0.4 bis 0.6 pro 50 g

Aprikosen, Pflaumen und Pfirsiche (getrocknet): 0.2 bis 0.4 pro 50 g

Huhn, Gans, Lamm: 0.4 bis 0.6 pro 50 g

Meerfische 0.3 bis 0.4 pro 100 g 

 

Funktionen des Kupfers 

  • Kupfer ist ein entscheidender Faktor für zahlreiche Enzyme und Proteine und spielt eine wichtige Rolle bei der Mobilisation von Nährstoffen (Eisenspeicher)
  • Kupfer wird sehr leicht resorbiert im Dünndarm, bindet lokal an frei zirkulierende Plasmaproteinen und wird dann über das Portalsystem zur Leber transportiert
  • Kupfer ist ein essenzieller Bestandteil der Cuproproteine. Diese Metaloproteine gehören zur wichtigen Gruppe der Oxidase Enzyme, wie SOD (Super Oxid Dismutase), Cytochrome oxidase (Mitochondrien), Lysil oxidase, Dopamin-Hydroxilase, Tyrosinase, Uricase, Spermine Oxidase, Benzylamin Oxidase, Diamin Oxidase und Tryptohphan pyrrolase
  • Kupfer ist ebenfalls das kritische Element, welches zusammen mit Silizium und Zink zum Aufbau des Kollagens, Bindegewebe, Knochen und Haut beiträgt
  • Kupfer reguliert Entzündungsresponsen und sind somit entscheidend für die Immunität
  • Zwei wichtige entzündliche Mediatoren, Interleukin 1 (IL 1) und Fibroblast growth Factor 1 (FGF 1) sind abhängig von Kupfer für den Transport von intrazellulär nach extrazellulär
  • Kupfer ist essenziell für die Aktivierung des Melanins, was u.a. die Haare, Haut und Augen färbt. Es ist für die Pigmentierung verantwortlich als Schutz bei erhöhter UV-Belastung
  • Obwohl Kupfer in Spurenmenge lebensnotwendig ist, kann ein Kupferexzess sehr toxisch wirken
  • Einige kupferenthaltende Enzymdeffekte wie Cu/Zn SOD werden in Verbind gebracht mit ALS, amyloid Präkursor Protein  mit Morbus Alzheimer und einige Proteine mit Morbus Creuzfeldt Jacob
  • Kupfer ist essenziell für die Hämoglobinsynthese. Ein Kupfermangel zeigt sich klinisch als hypochrome mikrozytäre Anämie was eine Verbesserung mit Eisensupplementierung im Weg steht und erhöht auch gleichzeitig die Infektionsneigung
  • Dieser Mangel wird manchmal begleitet mit Knochenanomalien, Haarentfärbung und Hypotonie
  • Klassische Biomarkers für Kupferdefizienz sind Serum- und Urinbestimmungen, Ceruloplasmin und andere kupferabhängige Enzyme
  • Tyramine (Tyrosin+amine) erhöht die Kupferresorption. Zitrusfrüchte verbessern die Absorption im Bereich des Dünndarms und Glutamin verbessert den Kupfertransport vom Blut ins Gewebe
  • Kupfer ist entscheidend für die DAO-Aktivierung (Di-Amino-Oxidase)!
  • Blutbildung

è Fördert die Resorption und Mobilisation von Eisen, nötig für die Bildung des Hämoglobins

  • Immunsystem

è Mitbeteiligt an der zellvermittelten Immunantwort

  • Pigment-Stoffwechsel

è Ohne Kupfer, keine Melanin-Bildung

  • Skelett und Bindegewebe

è Als Bestandteil des Enzyms Lysiloxidase zuständig für die Verflechtung der Eiweisse Kollagen und Elastin à Elastizität von Knochen, Bändern, Knorpel, Bindegewebe und Blutgefässe

  • ZNS

è Hilft die Myelinschichten zu bauen und ist essenziell für eine adäquate Regeneration bei Verletzungen (Bandscheibe Prolaps mit Wurzelkompression, periphere Einklemmungen wie Carpel Tunnel Syndrom, MS) 

 

Mangelrisiken 

  • Einseitige Ernährung, Geringe Kupferzufuhr mittels der täglichen Nahrung
  • Resorptionsstörungen (bei älteren Personen)
  • Hoch dosierte, lang dauernde Zink und Molybdän-Therapie. Dies gilt nur wenn keinen zellulären Mangel vorliegt (Messung erforderlich)
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Kortikosteroid-Therapie
  • Erhöhter Homocysteinspiegel àKupfermangel
  • Verschiebungen des Magen-Darm-Milieus führen zu Verwertungstörungen
  • Milchunverträglichkeit, hoher Verzehr an Milchprodukten
  • Nierenerkrankungen
  • Lebererkrankungen (Alkohol, Medikamente)
  • Einnahme von Valproinsäure (Antiepileptikum)
  • Unterliegende Allergien (DAO verbraucht Kupfer zur Histaminabbau) 

 

Wichtigste Indikationen

  • Anämie: Verminderte Hämoglobinsynthese bei Mangel
  • Arthritis: Manchmal wirksamer als Aspirin, kann Morgensteifheit reduzieren und Gelenkbeweglichkeit erhöhen àstarke Reduktion von Analgetika
  • Entzündliche Erkrankungen: Anstieg der Kupfer-Blutwerte durch Entleerung des Kupfer-Speichers in der Leber, bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen
  • Herzerkrankungen: Herzrhythmusstörungen, Vergrösserung des Herzens und Strukturschäden der Gefässwände
  • Schlafstörungen: Mangel führt zu einem längeren, aber qualitativ schlechteren Schlaf (Mühe mit dem Einschlafen)
  • Schmerzen: Mangel reduziert den Enkephalinspiegel
  • Allergien, Histamin-Intoleranz: Kupfer ist essenziel zur DAO-Aktivierung 

 

Mögliche Folgen eines Mangels

  • Anämie
  • Störungen der Nervenzellen
  • Haar- und Hautpigmentierungsstörungen (Vitiligo)
  • Schlafstörungen
  • Haarstrukturstörungen
  • Fertilitäts- und Wachstumsstörungen
  • Erhöhte Cholesterinwerte
  • Hypertonie
  • Gewichtsverlust
  • Müdigkeit, Schwäche, Antriebsschwäche, Appetitlosigkeit, Infektanfälligkeit
  • Depigmentierung von Haut und Haaren (Kupfer ist essenziell für die Melanin Synthese)
  • Entzündliche Erkrankungen (Gelenke, Haut, Atemwege, Magen-Darm, Herz, usw.)
  • Gefäss- und Gewebeschwäche, Arteriosklerose
  • Störung der Knochenstruktur

 

Mögliche Massnahmen zur Korrektur eines Kupfermangels

  • Kupferreiche Nahrungsmittel unter Berücksichtigung individueller Unverträglichkeiten
  • In den Menüplan einbauen: Hülsenfrüchte, Dörrobst (ausgeschwefelt), Nüsse und Kerne,Leber, Gurken
  • Kupferhaltige Nährstoffpräparate (Kontrolle Spektralphotometrie)
  • Kontrolle des Magen-Darm-Milieus 

 

Mögliche Ursachen bei einem Kupferschuss spektralphotometrisch gemessen

  • Morbus Willson
  • Fungizide und Pestizide (Kupfervitriol im Wein- und Obst/Gemüsebau)
  • Kontaminierung über das Leitungswasser
  • Kontrazeptiva (Pille und Kupfer-Spirale)
  • Industrie
  • Multivitamin-Mineralpräparaten mit einem ungünstigen Zn/Cu-Verhältnis (kleiner als 4/1)
  • Langzeiteinnahme von Hormonpräparaten
  • Hormonumstellung gegen Ende der Schwangerschaft und nach der Geburt (Wochenbettdepressionen wegen erhöhter Kupfer- bzw. und erniedrigten Zinkspiegeln)
  • Zinkmangel
  • Cadmiumbelastungen und Amalgamplomben
  • Kupfer ist oft zusammen mit Zink erhöht in der spektralphotometrischen Messung. Für die ausführliche Erklärung, siehe Erklärung beim Zinküberschuss.
  • Haartönung, Dauerwelle, Bleichen, kupferhaltige Schwimmbadchemikalien
  • Hohe Zufuhr durch Trinkwasser aus Kupferrohren
  • Holzschutzmittel, Bakterizid in Teppichen, Fungizid für z.B. Kartoffeln
  • Bakterizid in Textilien
  • Saatgutbeizmittel
  • Langzeiteinnahme von kupferhaltigen Nährstoffpräparaten (auch in Multivitaminkombinationen mit ungünstigem Kupfer/Zink-Verhältnis)
  • Regelmässige Arbeiten mit kupferhaltigen Pflanzenspritzmitteln (Kupfervitriol).
  • Tragen von kupferhaltigen Intrauterinpessaren
  • Langzeiteinnahme von Hormonpräparaten (Antibaby-Pille, östrogenhaltige Präparate, während oder nach der Menopause)
  • Häufige Verwendung von Kupferkochgeschirr
  • Hormonumstellung gegen Ende der Schwangerschaft und nach der Geburt (Wochenbettdepressionen wegen erhöhter Kupfer- bzw. und erniedrigten Zinkspiegeln)
  • Amalgamplomben
  • Zigarettenrauch

 

Mögliche Folgen einer Kupferintoxikation (selten) 

  • Beschleunigt die Entstehung FR
  • Emotionelle Labilität, Nervosität, Schizophrenie, Depressionen (nach der Geburt), Schlafstörungen
  • Entzündliche Prozesse (Darm, Nebenhöhlen, Gelenke, Atemwege, Prostata)
  • Epilepsie, Autismus, Hyperaktivität, Lern- und Konzentrationsstörungen
  • Hypertonie, erhöhtes Herzinfarktrisiko
  • Leberstörungen
  • Müdigkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen, Migräne
  • Zinkmangel
  • Durchfall
  • Leberfunktionsstörungen (Indian childhood cirrhosis)
  • Diabetes
  • Tremor und Gangstörungen vergleichbar mit Parkinson

 

Mögliche Folgen (gilt nicht für hohe Kupferspiegel durch äusserliche Verunreinigung) 

  • Entzündliche Prozesse, erhöhte Bildung freier Radikale
  • Gelenkschmerzen, Durchfall, Atemwegserkrankungen
  • Akne, Migräne, Hypertonie
  • Verhaltensstörungen, Hyperaktivität, Lern- und Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen, Depressionen
  • Psychosen, Schizophrenien, Epilepsie
  • Erhöhtes Herzinfarktrisiko
  • Leberfunktionsstörungen (Indian childhood cirrhosis)
  • Zinkmangel-Symptome

 

Mögliche Massnahmen bei einer Kupferintoxikation 

  • Die höchsten Kupferausscheidungsquote wird via Urin mit einer Kombination von Mn, Zn, Mo, C und B6 erreicht
  • Zusätzlich eventuell Alpha-Liponsäure mit schwefel-haltig AS (Methionin, Cystein) und Berberin

 

Massnahmen bei einer intrazellulären Verschiebung

 –          Ursächlichkeiten beseitigen (siehe intrazellulären Zinküberschuss)

–          Normalisierung des intrazellulären oxidativen Stresses durch Zufuhr von liposomales Glutathion, Selen, und andere Antioxidantien 

 

Literatur 

  • Heinitz, M.: Kupfer in der Rheumatologie. Erfahrungsheilkunde 11 (1991) 833.
  • Johnson, P. E. et al.: Effect of age and sex on copper absorption, biological halflife, and status in humans. Am. J. Clin. Nutr. 56 (1992) 917.
  • Lederer, J.: Cuivre et Chrome. Editions Nauwelaerts, Brüssel (1987) 9.
  • Linder, M. C.et al.: Copper: biochemistry and molecular biology. Am. J. Clin. Nutr. 63 (1996) 797.
  • Lukasewycz, O. A., Prohaska, J. R.: The immune response in copper deficiency. Ann. NY Acad. Sci. 587 (1990) 147.
  • Petruhkin, K., Gilliam, T. C.:Genetic disorders of copper metabolism: a review. Corr. Opin. Pediatr. 6 (1994) 698.
  • Reiser, S. et al.: Effect of copper intake on blood cholesterol and its lipoprotein distribution in men. Nutr. Rep. Intl. 36 (1987) 641.
  • Rilling, S.: Kompendium der Mineralstoffe und Spurenelemente. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 1993.
  • Olivares, M., Uauy, R.: Copper as an essential nutrient. Am. J. Clin. Nutr. 63 (1996) 791.
  • Lederer, J.: Cuivre et Chrome. Editions Nauwelaerts, Brüssel (1987) 9.
  • Rilling, S.: Kompendium der Mineralstoffe und Spurenelemente. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 1993.
  • Akyol Ö. et al. : Hair, nail, serum and urin copper levels in users of copper intrauterine devices and interactions between copper and some other trace elements, Trace elements and Electrolytes, 14 (3), (1997) 124-129

 

Quelle:  Projekt Gesundheit Vertrieb GmbH

Zink (Zn)

Täglich empfohlene Dosierung (TED) und orthomolekulare Dosierung (OMD)

TED: 7 bis 11 mg

OMD: 20 bis 100 mg

 

Einführung

  • Zink ist notwendig fürs Leben
  • 3000 Enzyme und 100-tausende von Proteinen enthalten Zink
  • Wichtig für die Wundheilung, Blutbildung, Wachstum und Erhalt von Gewebe
  • Kofaktor für über 70 kritische enzymatische Stoffwechselvorgänge
  • 0.5 mg Zn in 1 ml Samenflüssigkeit àMänner haben durchschnittlich einem höheren Bedarf
  • Zink hat vorwiegend anabolischen Charakter
  • Alle Funktionen in Bezug zum Wachstum und zur Gewebereparatur sind zinkabhängig
  • Zink ist das Schlüsselelement von Super Oxid Dismutase (SOD) im Zellcytoplasma und neutralisiert das «ROS» (Reaktive Sauerstoff Spezies) Suproxide Anion Radikal (O2)
  • Zink interagiert mit verschiedenen Molekülen im Metabolismus von DNA, RNA, Signaltransduktion, Apoptosis und Insulin
  • Zink ist entscheidend für die Neubildung der Synapsen und aller Lernprozesse
  • Ohne Zink wird die Synthese der Verdauungsenzyme blockiert (Beziehung zu Enzymopathie)
  • Die höchsten Konzentrationen findet man im Gehirn, Knochen, Leber und vor allem in der Prostata und Augen
  • Ein genetischer Defekt des Cu/Zn abhängigen SOD wird mit ALS in Verbindung gebracht
  • Für die Synthese der Hirnneurotransmitter braucht es Zink
  • Zink fungiert als inter- und intrazellulärer «messenger» – die Homöostase muss sorgfältig kontrolliert werden
  • Zinkmangel führt zu DNA- und RNA Reparaturstörungen und Störungen bei der Proteinsynthese
  • Zinkmangel ist verbreiteter als früher durch reine Blutanalysen angenommen. Die Prävalenz liegt zwischen 10 und 20 %

 

Natürliche Quellen

 

Zinkreiche

Nahrungsmittel

Menge mg

Leber (Schwein, Kalb)

Austern

Linsen

Gelbe Erbsen

Weizenvollkorn

Weisse Bohnen

Fleisch (Kalb, Rind)

Weizenkleie

Mais, Haferflocken

Hühnerei

100 g

100 g

100 g

100 g

100 g

100 g

100 g

25 g

100 g

50 g

1 mittelgrosses

6-8

>7

5,0

4,0

4,0

3,0

3,0

3,0

2,5

2,0

1,5

 

Andere reichhaltige Quellen:

  • Fleisch
  • Fische, Meeresfrüchte
  • Gemüse und Hülsenfrüchte
  • Getreideprodukte, Weizenkeimen, Nüsse
  • Eigelb

Achtung:

–          Phytaten in Vollkornprodukten, Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchte und andere Produkte hemmen die Zinkabsorption

–          Zink aus Fleisch wird besser absorbiert (Vegetarier sollten deshalb mehr zinkhaltige Nahrungsmittel verzehren)

 

Funktionen des Zinkes

  • Ist an Dutzenden von Funktionen beteiligt = „Multitalent“
  • Enzym-Funktionen

–      Beteiligung an über 200 Enzymen, Zellteilung, Auf- und Abbau von DNS

–      Carboanhydrase: Bei Zn-Mangel à Aktivitätsabfall à Störung des Säure-Basen-Haushalts

–      Alkoholdehydrogenase: Abbau von Alkohol (erschöpft am Morgen, Rauschzustand nach Alkoholkonsum durch gestörte Enzymwirkung)

–      Carboxapeptidasen: Einsatz bei Eiweißverdauung

  • Schutzwirkung

–      Schützt die Zellen für Schädigungen durch FR

–      Schützt vor Schwermetallvergiftungen (Cd, Pb, Ni)

  • Hormon- Metabolismus

–      Wichtig für Geschlechtshormone, Schilddrüsenhormone, Wachstumshormone, Insulin und Prostoglandine

  • Immunität

 

Mangelrisiken 

  • Resorptionsstörungen
  • Schwangerschaft, Stillen, Leistungssport
  • Diabetes Mellitus
  • Infektionen
  • Gewebezerstörung (Rheuma, OP, Herzinfarkt)
  • Krebs
  • Anämie
  • Chronische Erkrankungen
  • Veganer und Vegetarier
  • Nieren und Lebererkrankungen
  • Alkoholkonsum
  • Reduktionsdiäte
  • Medikamente (Kontrazeptiva, Steroide, Diuretika, D-Penicillamin)
  • Hypoglykämie Syndrom
  • Erhöhte Zufuhr von:
  • Kalzium
  • Phytat
  • Phosphor
  • Nahrungsfasern
  • Eisen
  • Kupfer
  • Unzureichende Zufuhr mit der täglichen Nahrung (v.a. wenig Zink in industriell verarbeiteten Lebensmitteln). Zink finden wir v. a. in Fleisch, Milch, Getreide.
  • Erhöhte Belastungen mit Schwermetallen (Blei, Cadmium, Quecksilber, Kupfer) und anderen körperfremden Substanzen (Umwelteinflüsse, Nahrungsmittelzusätze, Chemikalien, usw.)
  • Entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen, eine exokrine Pankreasinsuffizienz u.a. stören die Zink-Aufnahme
  • Einnahme von gewissen Medikamenten (Antibaby-Pille, Östrogenbehandlungen in den Wechseljahren, gewisse Antibiotika: Tetracycline, Cortison, Nichtsteroidale Antirheumatika).
  • Alkohol, Rauchen und Stress sind Zinkräuber
  • Schwangerschaft, Stillzeit
  • Krankheiten, Operationen, Verbrennungen, Schweiß (Sportler)
  • HPU/KPU – Hämopyrrolurie!
  • Chronische Entzündungen und immunitäre Reaktionen (z.B. unterliegende virale Belastungen)

 

Schätzungsweise haben 2 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern einen chronischen Zinkmangel. 

 

Wichtigste Indikationen 

  • Bei allen chronischen Krankheiten
  • Durchfall
  • Kupfervergiftung (Morbus Wilson)
  • Erhöhtes Ferritin (Hämochromatose)
  • Asthma
  • Kofaktor für SOD
  • Schwermetallbelastung (vor allem Cadmium)
  • Eicosanoider Stoffwechsel
  • HPU/KPU
Haarausfall Die erste Wahl bei Haarausfall (Schwermetalle!). Andere Nährstoffe: B, Ca, Si, Fe, EFS)
Hauterkrankungen Akne vulgaris (gleiche Wirkung wie Antibiotika), 60-90 mg pro Tag, Psoriasis, Ekzem
Lebererkrankungen Leber ist eine Art Enzym- oder Stoffwechselzentrale! Wichtig bei Leberzirrhose
Psychiatrie

* Apathie, Lethargie, geistiger Retardierung, Irritierbarkeit, Depressionen, Schizophrenie.

* PMS – Spannungszustände und Wochenbett-Depressionen können durch einen hohen Kupferspiegel verursacht werden à Zn wirkt antagonistisch (zusammen mit Mg, B, Mn).

* Bei Magersucht oft eine Normalisierung zu erzielen durch 3 x 15 mg bis 3 x 50 mg während 4 Monate

* Autismus

Rheuma Bei chronischer Polyarthritis (auch bei Arthritis von Psoriatikern) sind sehr tiefe Konzentrationen von Mg, Fe, Cu, und vor allem Zn festzustellen: Zn-Zufuhr gibt eine Besserung der Gelenkschwellungen, der Steifheit und des Allgemeinzustandes. Cortison, NSAID, Penicillamin verursachen Zn-Mangel!)
Schwermetallbelastung Zn gehört zur Routinetherapie
Urologie Prostataentzündungen und aufsteigende Harnweginfektionen
Wachstum Während der Pubertät à mehr Zn für Funktion der Eierstöcke, Prostata, Bildung der Samenbläschen, für die Hoden, usw. (sehr häufig Zn-Mangel bei vielen Jungen)

 

 

Mögliche Folgen eines Mangels 

Zink ist einer der wichtigsten Mineralstoffe in unserem Körper. Es ist für äußerst viele Körperfunktionen verantwortlich. Deshalb können die Folgen von Zinkmangel auch sehr weitreichend und vielfältig sein.

  • Infektionsanfälligkeit, Immunschwäche, entzündliche Erkrankungen (Rheuma).
  • Gestörte Säure-Baseregulation (Übersäuerung)
  • Allergien, Ekzeme, trockene Haut, Schuppenflechte, Neurodermitis, Akne
  • Haarausfall, brüchige Nägel, weisse Flecken auf den Fingernägeln
  • Diabetes, Zuckerstoffwechselstörungen
  • Sexuelle Entwicklungsstörungen, Unfruchtbarkeit, Menstruationsstörungen, PMS
  • Gestörte Geschmacks- und Geruchsempfindung, Augenerkrankungen
  • Verhaltensstörungen, Hyperaktivität, Psychosen, Schizophrenien, Depressionen
  • Prostataerkrankungen
  • Lebererkrankungen
  • Langsame Wundheilung

 

Fertilität Unterfunktion der Hoden/Eierstöcke, verminderte Spermienbildung, verminderte Spermienaktivität, Unfruchtbarkeit
Fingernägel Weisse Flecken
Haare Haarausfall
Haut Ausschläge, Pusteln, Verhornungen, verzögerte Wundheilung, Ekzeme, Dermatitis
Immunsystem Infektionsanfälligkeit, Hemmung der zellulären Abwehr
Schleimhaut Durchfall, gestörte Funktion
Sinnesorgane Verminderte Geruchs- und Geschmacksempfindung, Nachtblindheit, Appetitlosigkeit
Wachstum Verspätete sexuelle Entwicklung, Wachstumsstörungen, und – Verzögerungen
ZNS Depressionen, Psychosen, Schizophrenie, Lethargie, Aggressivität, Hyperaktivität, Lernschwächen, Schlafstörungen

 

 

Mögliche Massnahmen zur Korrektur eines Zinkmangels

  • Ursachen erkennen und soweit wie möglich beheben
  • Zink findet sich in der Nahrung v. a. in Fleisch, Hülsenfrüchten, Sojamehl, Nüssen und Kernen.
  • Abklärung bezüglich Darmmilieu, Nahrungsmittelallergien, Vermeiden von Lebensmitteln mit künstlichen Zusatzstoffen (E-Nummern), Vorsicht mit Milchprodukten.
  • Bei einem chronischen Zinkmanngel wird zugeführtes Zink vorwiegend im Darm genutzt zur Schleimhautregeneration und zur Aktivierung der Verdauungsenzyme. Deshalb dauert eine sichtbare Korrektur (spektralphotometrisch gemessen) oft sehr lange. Um die Verteilung des Zinkes zu beschleunigen, kann es sinnvoll sein, Zink oral zuzuführen und auch eine Ergänzung als Lutschtablette (Zink Lozenge) in Erwägung zu ziehen.

 

Mögliche Ursachen bei einem Zinküberschuss spektralphotometrisch gemessen

  • Wahre Zinkexzesse sind selten
  • Erst bei Dosierungen von mehr als 150 mg pro Tag können Störungen der immunologischen Balance auftreten
  • Täglich Zn-Einnahme von mehr als 25 mg àWechselwirkungen mit Kupfer, Mangan, Kalzium und Eisen beachten, jedoch nur dann, wenn kein Mangel vorliegt und trotzdem Zink supplementiert wird à spektralphotometrische Kontrolle nach 4 bis 6 Wochen!

Ein festgestellter Zinkexzess bei der OligoCheck-Messung steht in Verbindung mit einer Verschiebung des Zinkes von extra-zellulär nach intra-zellulär (während bei der Vollblutanalyse ein Zinkmangel festgestellt wird, gibt es sehr hohe intrazelluläre Konzentrationen.

Dieses Phänomen kann oft festgestellt werden bei u.a. Krebs und «silent inflammations». Man kann dies auch beobachten beim Eisen, Kupfer und Mangan. Auch hier können ebenfalls die Vollblutkonzentrationen sehr niedrig sein können, während jedoch gleichzeitig angeblich die Zellkonzentrationen deutlich erhöht sind. Es handelt sich in solchen Fällen deshalb nicht um einen wahren Mangel, wie man gemäß Vollblutmessung vermuten könnte, sondern um eine reine Kompensation. Vor allem dann, wenn die anderen antioxidativen Systeme (beispielswiese bei Glutathionmangel oder Inaktivierung der Enzyme Glutathionperoxidase, GSH-S-Transferase, Selenmangel oder Polymorphismen dieser Enzyme) wird als «Notfallplan» Superoxiddismutase hoch reguliert. Diese Hochregulation wird ermöglicht, indem vermehrt die notwendigen Kofaktoren in die Zelle hineingeschleust werden. Die spektralphotometrische Messung zeigt einen Anstieg von entweder Eisen, Mangan oder Zink/Kupfer.

Solche Verschiebungen treten häufig auf bei:

  • Starkes Entgleisen des homöostatischen Gleichgewichts
  • Schwere Erkrankungen
  • Schwermetallbelastungen (Metallothioneine) – Distributionsstörungen, Verdrängung der Zinkenzyme
  • Traumas und andere Stressfaktoren die häufig eine Dominanz der Sympathikus verursachen können
  • Hormonelle Ungleichgewichte
  • Leberdysfunktionen (auch bei nicht-alkohol bedingter Fettleber)
  • Chronische Immunreaktion/Zytokin Ausschüttung /Entzündungen (auch «silent inflammations»)
  • Zahnherde. Kieferostitis (NICO-Phänomen)
  • Auto-Immunität
  • Krebs
  • Erhöhte Zytokinesynthese im Bereich des Bauchfettes
  • Chronische unterliegende Allergien du Intoleranzen
  • Virale Belastungen und andere Mikroorganismen
  • «Upregulation» des Enzyms Super Oxid Dismutase (SOD) (siehe Freie Radikale Pathologie)

Eine Optimierung des oxidativen Schutzes, Zufuhr von Glutathion und Aktivierung des Enzyms Glutathionperoxidase und die GSH-s-Transferasen und Beseitigung der Ursache, führen meistens zu einer Normalisierung.

 

Schlüssel-Supplements für die Aktivierung der Glutathion-s-Transferasen

–          Indol-3-Carbinol ist ein Brokkoli Extrakt und zählt zu den Senfölglykosiden (Glucosinolate). Eine gute Tagesdosis sind 600 mg. Für dieselbe Menge Extrakt müsste man etwa ein halbes Kilo Brokkoli täglich verzehren.

–          DIM–3,3′-Diindolylmethane (DIM) entsteht bei der Verstoffwechslung von Indol-3-carbinol, ist also ebenso ein Brokkoli Extrakt. Es kann kombiniert mit Indol-3-carbinol eingenommen werden, rund 300 mg/ Tag.

–          Sulforaphan gehört zu den Senfölglykosiden und findet sich ebenso besonders reichlich in Brokkoli sowie in Kohl, Rosenkohl, Senf, Kapuzinerkresse, Rucola und anderen Kreuzblütlern.

–          SAM (S-Adenosyl-Methionin) haben wir bereits als wichtigen Methylgruppenspender kennengelernt. Methylierung spielt neben vielen anderen Funktionen auch bei der Entgiftung eine wichtige Rolle. SAM unterstützt die Phase-2 der Entgiftung.

–          Alpha-Liponsäure ist eine schwefelhaltige Fettsäure die an Schwermetalle koppeln und diese entgiften kann. Aufgrund ihrer Fettsäurestruktur ist sie gut zellgängig und kann zudem die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Zur Kompensation eines GST-Mangels ist die tägliche Einnahme von 100 bis 300 mg geeignet.

–          NAC (N-Acetyl-Cystein) ist eine schwefelhaltige Aminosäure und zentraler Bestandteil von Glutathion. Es bildet jedoch auch direkt Schwermetallkomplexe und kann somit einen GST-Mangel kompensieren helfen.

–          Glutathion ist genau der Stoff, dessen Wirksamkeit bei der Entgiftung von der Funktion der GST-Enzyme abhängt. Das sollte ihm eigentlich das Recht geben, hier als erstes Schlüsselsupplement aufgeführt zu werden. Bei einem SNP des Glutathion-S-Transferase-Gens fehlen jedoch wirksame Enzyme, um Glutathion an Giftstoffe zu koppeln. Daher könnte die ergänzende Einnahme von Glutathion als NEM bei solchen Polymorphismen stark reduziert werden. Bei solchen SNP’s sind die erstgenannten Stoffe die trotz GST-Mangel wirken, zu bevorzugen. Da es jedoch meistens eine Restfunktion der GST gibt, kann man diese mithilfe von Glutathion-Supplementen optimal ausnutzen. Aufgrund der besseren Bioverfügbarkeit ist liposomales Glutathion immer zu bevorzugen.

 

Literatur

  • Agget, P. J., Comerford, J. G.: Zinc and human health. Nutr. Rev. 53 (1995) 16.
  • Keen, C.,Gershwin, M. E.: Zinc deficiency and immune function. Ann. Rev. Nutr. (1990) 415.
  • Lally, E. V., Crowley, J.P.: An element of uncertainty: The clinical significance of zinc deficiency in rheumatoid arthritis. Intern. Med. 8 (1987) 98.
  • Lansdown, A. B.: Zinc in healing wound. Lancet 347 (1996) 706.
  • Rimbach, G.: Zink-Update eines essentiellen Spurenelementes. Z. Ernährungswiss. 35 (1996) 123.
  • Schmidt, K., Bayer, W.: Zink in der Medizin – aktueller wissenschaflicher Erkenntnisstand. Vita Min Spur 11 (1996) 159.
  • Sandstead, H. H.: Is zinc deficiency a public health problem? Nutrition 11 (1995) 87.
  • Walsh, C. T. et al.: Zinc : Health effects and research priorities for the 1990’s. Environ Health Perspect 102 (1994) 5.

 

Quelle:  Projekt Gesundheit Vertrieb GmbH

Chrom (Cr)

Täglich Empfohlene Dosierung (TED) und orthomolekulare Dosierung (OMD)

 TED:  30 bis 100 mcg

OMD: 200 bis 300 mcg 

 

Natürliche Quellen 

Schweinefleisch (70 mcg pro 100 g)

Vollkornbrot (39 mcg pro 100 g)

Schwarze Melasse (36 mcg pro 30 g)

Hühnerfleisch (26 mcg pro 100 g)

Bierhefe (20 mcg pro 100 g)

Roh-Rohrzucker (7 mcg pro 100g)

 

Funktionen 

  • Cr3+als Bestandteil des Glukosetoleranzfaktors fördert die Bildung von Insulin-Insulinrezeptor-Komplexen, welche Wechselwirkungen zwischen Insulin und insulinsensitiven Geweben ermöglichen
  • Chrom reguliert über den Einfluss auf die Genexpression die Bildung eines Moleküls, das die Insulinwirkung verstärkt
  • Eine mit Chromgaben erweiterte Diabetes-Diät führte zu folgenden Beobachtungen:

–     Verbesserte Glukosetoleranz

–     Erhöhte (Nüchtern-) Blutzuckerwerte

–     Erniedrigter Insulinspiegel

–     Geringere Gesamtcholesterin- und Triglyceridwerte

–     Erhöhter HDL-Cholesterinspiegel

–     Weitere Untersuchungen an erwachsenen Diabetikern ergaben eine deutliche Verbesserung der Diabetes-Einstellung durch eine tägliche Gabe von 180-1.000 µg Chrom

  • Trivalentes Chrom scheint eine Rolle zu spielen für die Genstrukturen und Expression. Die Bindung in Nukleinsäure ist bedeutend kräftiger als bei den anderen Metallen (Okade et al. 1982)
  • Chromium schützt das RNA für Denaturierung
  • Bei Mäusen führt Chromsupplementierung zu eine vermehrte RNA-Synthese ((Okdeda et al., 1983) àEffekt des Chroms im Bereich der Genfunktion
  • Chrom ist vor allem konzentriert anwesend in dem Zellkern
  • Die Beziehung zwischen Eisen und Chrom wurde untersucht, weil beide Metallen über Transferrin transportiert werden
  • Menschen mit Hämochromatose zeigen eine höhere Chromausscheidung zu Vergleich mit Patienten die einen Eisenmangel haben (Sargeant et al., 1979)
  • Anderson et al, (1996) stellten bereits fest, dass Chromsupplementierung zu tiefere Eisenkonzentrationen im Gewebe führt
  • Mehrere Studien belegen, dass Chrom wichtige metabolische Aufgaben erfüllt ebenso, dass der Chrombedarf bei erhöhtem physiologischem (Müdigkeit, emotionalen Stress), pathologischem (Trauma und Krankheit) oder nahrungsbedingtem (übermässige Kohlenhydrat Zufuhr) Stress steigt (Anderson, 1994). Chrom wird unter solchen Umständen auch vermehrt über Urin ausgeschieden (Mowat, 1994)
  • Durch den Stressrespons wird vermehrt Cortisol ausgeschüttet, dabei kann man mit Insulin antagonistische Effekte feststellen – durch den Anstieg der Serumglukose und verminderter Glukoseverbrauch im Bereich des peripheren Gewebes
  • Ein Anstieg der Serumglukose-Werte stimuliert die Mobilisation der Chromreserven. Chrom wird dann irreversible über Urin ausgeschieden (Borel et al. 1984, Mertz, 1992) àBeziehung reaktive Hypoglykämie
  • Chrom verbessert die Insulinbindungsfähigkeit und erhöht die Zahl der Zellrezeptoren
  • Verbessert die Sensitivität der β-Zellen der Pankreas und eine globale Stimulation der Insulin-Sensitivität (Anderson, 1997)
  • Obwohl eine verbesserte Insulinaktivität entsteht (Insulin kann nicht ersetzt werden), braucht es weniger Insulin für dieselbe biologische Aktivität! (Mertz, 1993) Striffler et al. stellte fest, dass ein Chrommangel bei Ratten zu hoher Insulinsekretion führt, bei hohen Serumglukosewerten
  • In einigen Tierstudien wurde ein positiver Effekt auf das Geburtsgewicht, die Schwangerschaftsrate sowie eine Reduktion auf Endometritis festgestellt
  • Chrommangel könnte für Infertilität verantwortlich sein!
  • Obwohl Chrom vermutlich immunmodulierende Eigenschaften hat, ist die Wirkungsweise noch unbekannt (Borgs and Mallard, 1998)
  • Chrom zeigt Interaktivität mit dem Glukosetoleranzfaktor (GTF)
  • GTF = Komplex von Nicotinsäure (B3) und schwefelhaltige AS (Diabetiker haben Schwierigkeiten, um GTF herzustellen)
  • Chrom scheint die Bindungsreaktion von Insulin und seinem spezifischen Rezeptor zu katalysieren
  • Chrom ist sowohl wirksam bei einer Hyper- als Hypoglykämie 
  • Interferiert auch beim Lipidstoffwechsel: Senkt den Gesamt-Cholesterol-Gehalt sowie den Triglyceridspiegel, und erhöht den HDL-Anteil. Somit verhindert das Spurenelement die Bildung arteriosklerotischer Plaques – Ablagerungen von Blutfetten, Thromben, Bindegewebe und Kalk in den Gefäßwänden
  • Proteinstoffwechsel:  Chrom ermöglicht den Einbau der Aminosäuren Glycin, Serin, Methionin und Alpha-Aminobuttersäure ins Herzgewebe
  • Spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung
  • Steigert auch die Bildung der RNA 

 

Chrom und GT-Faktor 

  • Der Glukosetoleranzfaktor (GTF) stellt die biologisch aktive Form des Chroms dar, dessen genaue Struktur noch nicht eindeutig geklärt ist. Der GTF scheint aus einem oder mehreren einander ähnlichen dreiwertigen Chromkomplexen zu bestehen. An ein Chromatom sind zwei Moleküle Vitamin B3 (Nicotinsäure) sowie je ein Molekül Glycin, Cystein und Glutaminsäure gebunden.
  • Weiterhin wurde festgestellt, dass auch Aspartat/Asparaginsäure, Bestandteil des GTF ist. Das bestätigte eine Untersuchung an verschiedenen Geweben, aus denen ein chrombindendes Oligopeptid mit einem niedrigen Molekular-gewicht von 1.500 isoliert wurde. Dieses besteht aus Glycin, Cystein, Glutamat und Aspartat und wurde von Vincent als „Chromodulin“ bezeichnet
  • Chromodulin wirkt über die Aktivierung eines bestimmten Enzyms.  Es ist für die Aktivierung der Tyrosinkinase-Aktivität des Insulinrezeptors verantwortlich. Auf diese Weise steuert der chromhaltige GTF die Bindung von Insulin, einem glukosesenkenden Peptidhormon, an den insulinspezifischen Rezeptor.
  • Schließlich wird so die Insulinwirkung an den Zielzellen potenziert und die Aufnahme von Glucose und Aminosäuren in Leber-, Muskel- und Fettzellen beschleunigt, wodurch die zirkulierenden Mengen an Glucose, Insulin sowie Glukagon – Glucose erhöhendes Peptidhormon – im Serum nach Glukosebelastung vermindert wird.
  • Infolge des vermehrten Einstroms von Glucose und Aminosäuren in Leber, Muskulatur und Fettgewebe wird die intrazelluläre Glykogen-, Protein- und Triglyceridsynthese stimuliert 

 

Beziehung zwischen Chromodulin und Glutathion 

Die Beziehung zwischen Glutathionmangel und Pathogenese bei Diabetes II wurde bereits in einer klinische Studie  festgestellt (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24353663 ) Da Glutathion aus denselben Aminosäuren aufgebaut wird als Chromodulin (Cystein, Glutamin und Glycin) könnte möglicherweise eine Konkurrenzaktivität entstehen falls die Glutathion Vorräte intrazellulär ausgelaugt sind (Thiolpool). Glutathion gilt als bedeutsamste Molekül um die Zelle zu schützen gegen oxidativen Stress. Darüber hinaus spielt Glutathion auch eine wichtige Rolle bei der Detoxifikation. Falls das Verhältnis zwischen reduziertem Glutahion und oxidiertem Glutahion (GSH/GSSG) ungünstig ist, die Aktivität der Enzyme wie Glutathion-Reduktase oder Glutathion-s-Transferase geschwächt ist (Selenmangel, Polymorphismen), die Toxinbelastung der Zelle oder freien Radikalenlast sehr hoch, könnte möglicherweise Chromodulin «geopfert» werden, um die Glutahionsynthese zu fördern. Die Folge ist, dass man den gemessenen Chromwert kaum beeinflussen kann durch Chrom zu ergänzen. Erst wenn man die Glutathion Vorräte und Enzymaktivität verbessert, kann man oft eine Normalisierung der Chromwert feststellen, weil vermutlich wiederum vermehrt Chromodulin synthetisiert werden kann und Chrom wieder hineingebunden werden kann. Die Chromkonzentration und die Menge an Chromodulin haben wahrscheinlich einen bedeuten Einfluss auf der Insulinsensitivität und auch umgekehrt könnte einen Chrommangel und Mangel an Chromodulin eine Insulinresistenz fördern.

 

 

Schlüssel-Supplements für die Glutathion-s-Transferasen 

–          Indol-3-Carbinol ist ein Brokkoli Extrakt und zählt zu den Senfölglykosiden (Glucosinolate). Eine gute Tagesdosis sind 600 mg. Für dieselbe Menge Extrakt müsste man etwa ein halbes Kilo Brokkoli täglich verzehren.

–          DIM–3,3′-Diindolylmethane (DIM) entsteht bei der Verstoffwechslung von Indol-3-carbinol, ist also ebenso ein Brokkoli Extrakt. Es kann kombiniert mit Indol-3-carbinol eingenommen werden, rund 300 mg/ Tag.

–          Sulforaphan gehört zu den Senfölglykosiden und findet sich ebenso besonders reichlich in Brokkoli sowie in Kohl, Rosenkohl, Senf, Kapuzinerkresse, Rucola und anderen Kreuzblütlern.

–          SAM (S-Adenosyl-Methionin) haben wir bereits als wichtigen Methylgruppenspender kennengelernt. Methylierung spielt neben vielen anderen Funktionen auch bei der Entgiftung eine wichtige Rolle. SAM unterstützt die Phase-2 der Entgiftung.

–          Alpha-Liponsäure ist eine schwefelhaltige Fettsäure, die an Schwermetalle koppeln und diese entgiften kann. Aufgrund ihrer Fettsäurestruktur ist sie gut zellgängig und kann zudem die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Zur Kompensation eines GST-Mangels ist die tägliche Einnahme von 100 bis 300 mg geeignet.

–          NAC (N-Acetyl-Cystein) ist eine schwefelhaltige Aminosäure und zentraler Bestandteil von Glutathion. Es bildet jedoch auch direkt Schwermetallkomplexe und kann somit einen GST-Mangel kompensieren helfen.

–          Glutathion ist genau der Stoff, dessen Wirksamkeit bei der Entgiftung von der Funktion der GST-Enzyme abhängt. Das sollte ihm eigentlich das Recht geben, hier als erstes Schlüsselsupplement aufgeführt zu werden. Bei einem SNP des Glutathion-S-Transferase-Gens fehlen jedoch wirksame Enzyme, um Glutathion an Giftstoffe zu koppeln. Daher könnte die ergänzende Einnahme von Glutathion als NEM bei solchen Polymorphismen stark reduziert werden. Bei solchen SNP’s sind die erstgenannten Stoffe, die trotz GST-Mangel wirken, zu bevorzugen. Da es jedoch meistens eine Restfunktion der GST gibt, kann man diese mithilfe von Glutathion-Supplementen optimal ausnutzen. Aufgrund der besseren Bioverfügbarkeit ist liposomales Glutathion immer zu bevorzugen.

 

Ernährung bei GST-SNP´s 

Es empfiehlt sich, täglich Lebensmittel mit Senfölglykosiden in den Speiseplan einzubauen. Diese finden sich besonders in Brokkoli, Senfkörnern, Kohlgemüse, Rucola und anderen Korbblütlern. Senfölglykoside (auch Glucosinolate genannt) wirken entzündungshemmend und unterstützen die Phase-2 der Entgiftung. Auch Artischocken fördern die Leberfunktion und Entgiftung. Wer viel Kohl isst, sollte auf eine angemessene Jodversorgung achten. Denn die enthaltenen Thiocyanate können Jod verdrängen und so die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen. Die parallele Einnahme eines Jodsupplements ist bei kohlreicher Ernährung sinnvoll.

Bevorzugen sollte man in jedem Fall bioorganische Lebensmittel, die keine oder möglichst wenige Pestizide und andere Toxine enthalten. Gebratene und frittierte Speisen sollte man meiden oder nur in geringen Mengen verzehren. 

 

Mögliche Ursachen eines Chrommangels und Risiken 

  • Zu geringe Zufuhr (zu viel zucker- und weissmehlhaltige Lebensmittel)
  • Kaffee, Schwarztee, zucker- und weissmehlhaltige Lebensmittel erhöhen den Chromverbrauch resp. die Ausscheidung über die Nieren
  • Intensive, sportliche Betätigung, Ausdauersport
  • Stress, Infekte, Alter
  • Schwangerschaft, Stillzeit
  • Chronische Aluminiumbelastungen
  • Mangel an Chromodulin weshalb Chrom intrazellulär nicht eingebunden werden kann (siehe oben)
  • Starke Blutzuckerschwankungen (reaktive Hypoglykämie)
  • Antimonvergiftung: Bei praktisch allen Patienten mit einer Antimonvergiftung findet man einen Chrommangel! 

 

Mögliche Folgen 

  • Zuckerstoffwechsel-Störungen (Diabetes, Blutzucker-Schwankungen, Unterzuckerung, reaktive Hypoglykämie, erhöhter BZ nach dem Essen, verminderte Insulinwirkung)
  • Müdigkeit, Energielosigkeit
  • Lust nach Süssigkeiten, Übergewicht
  • Störungen im Fettstoffwechsel (Cholesterin, HDL/LDL), Arteriosklerose
  • Stimmungsschwankungen (Depressionen, Hyperaktivität, Aggressivität), Konzentrations- und Lernschwierigkeiten
  • Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Sehstörungen, Doppelsehen
  • Neuropathien
  • Allergien
  • Ein um 50 % reduzierter Einbau von Glucose in Muskel- und Leberglykogen
  • Störungen des Stickstoffstoffwechsels
  • Chrom ist ebenfalls wichtig für die Synthese der „Insulin-like-growth-factor“. Dieser Faktor ist beteiligt an alle Regenerationsprozesse und beeinflusst den Schlafrhythmus und Qualität des Schlafes.

 

Massnahmen                                      

  • Vermeiden von Zucker- und weissmehlhaltigen Nahrungsmittel
  • Abklärung bezüglich Darmmilieu-Verschiebungen (Candida, Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten)
  • Regelmässige Nahrungsergänzung mit chromhaltigen resp. Glucose-Toleranz-Faktor (GTF)-haltigen Nährstoffpräparaten
  • Weitere Tipps: siehe oben 

 

Chrom-Indikationen

  • Diabetes: Können aus Chromverbindungen kein GTF mehr synthetisieren. Vor allem fertige GTF (aus Hefe) begünstigt den Nüchtern-BZS
  • Regulierung der Glukosetoleranz: Ausgleich der BZS-Schwankungen durch verbesserte Glukoseaufnahme des insulinabhängigen Gewebes sowie der Glukosetoleranz (Chron. Hypoglyk. Syndr.)
  • Lipidstofffwechsel und Arteriosklerose: Herzinfarktpatienten (und Angina Pectoris) haben bis 8-mal tiefere Chromwerte, Cholesterin regulierend, markante Abnahme des Körperfettes zugunsten eines Zuwachses an Muskelmasse
  • Schwangerschaft: Erhöhter Chrombedarf, Schwangerschaftsdiabetes
  • Sport/Leistungsfähigkeit: Schützt vor einem raschen Abfall der Glykogenvorräte, verbessert die Ausdauer mentaler Leistungsfähigkeit
  • Stressbewältigung, Schlaf und Gewebsreparatur
  • Gewichtsreduktion: 

o   Dem essenziellen Spurenelement Chrom wird eine gewichtsreduzierende Wirkung zugesprochen

o   So ergab eine Untersuchung mit 154 Erwachsenen, die bei kalorienreduzierter Diät über einen Zeitraum von 10 Wochen 200 beziehungsweise 400 µg Chrompikolinat pro Tag erhielten, einen erhöhten Anteil an Lean Body Mass (fettfreie Körpermasse), insbesondere an Muskelmasse, sowie einen Verlust an Körperfett

o   In einer anderen Studie mit 33 übergewichtigen Frauen, die bei hypokalorischer Ernährung über einen Zeitraum von 12 Monaten täglich 200 µg Chrompikolinat aufnahmen, konnten hingegen keine Effekte auf das Körpergewicht beziehungsweise auf die Körperzusammensetzung festgestellt werden 

 

Ursachen Chromüberschuss

  • Berufliche Exposition: metall-verarbeitende Industrie, Ledergerberei, Farbpigmente, Zahnzement
  • Metallische Implantate (Zahnzement, Hüftgelenkprothese). Die Messung kann ebenfalls erhöhte Cobalt, Eisen, Molybdän-Werte zeigen
  • Durch Schwermetallbelastungen verursachte Enzymblockaden (Hg, Cd, Pb)
  • Berufliche Chrombelastung bei Arbeiten in der Textil-, Holz-, Metall- oder Chemieindustrie
  • Ledergerberei, Lack- und Farbenherstellung, Glasindustrie, Fixieren von Holzimprägnierung, Schweissen
  • Phototypie und Tiefätzdruck
  • Farbpigmente (z. B. Tapeten, Chromatfarben bei Selbstfärben von Wolle und Textilien)
  • Chromnickelstahl-Kochtöpfen 

 

Literatur 

  • Abraham, A.S. et al.: The effects of chromium supplementation on serum glucose and lipids in patients with and without non-insulin-dependent diabetes. Metabolism 41 (1992) 768.
  • Anderson, R.A.: Chrom und körperliche Leistungsfähigkeit. Vita Min Spur 4 (1989) 14.
  • Anderson, R.A. et al.: Effects of supplemental chromium on patients with symptoms of reactive hypoglycaemia. Metabolism 35 (1987) 351.
  • Ducros, V.: Chromium metabolism: a literature review. Biol. Trace. Elem. Res. 32 (1992) 65.
  • Hermann, J. et al.: Effect of chromium supplementation on plasma lipids, apolipoproteins and glucose in elderly subjects. Nutr. Res 14 (1994) 671.
  • Lukaski, H.C. et al.: Chromium supplementation and resistance training: effects on body composition, strength, and trace element status of men. Am. J. Clin. Nutr. 63. (1996) 954.
  • Mertz, W.: Chromium in human nutrition: a review. J. Nutr. 123 (1993) 626.
  • Offenbacher, E. G., Pi-Sunyer, F. X.: Chromium in human nutrition. Ann. Rev. Nutr. 8 (1988) 543.
  • Offenbacher E. G., Pi-Sunyer, F. X.: Beneficial effects on chromium-rich yeast on glucose tolerance and blood lipids in elderly subjects. Diabetes 29 (1980) 919.
  • Tischler, U.: Chrom – ein essentielles Spurenelement. Vita Min Spur 3,1 (1988) 14; 3,2 (1988) 75.

 

Quelle:  Projekt Gesundheit Vertrieb GmbH

Jod (I)

Täglich Empfohlene Dosierung (TED) und orthomolekulare Dosierung (OMD)

TED: 150-200 mcg

OMD: 150 bis 1000 mcg 

 

Einführung 

  • 800 Millionen Menschen haben nach Schätzung weltweit Jodmangel in sehr kritischen Bereich
  • 3 Millionen haben Kretinismus
  • In Mittelmeerländer und Deutschland kommt Jodmangel und spezifische Symptome noch bei über 10 % vor
  • 25-80 % der Schulkinder in Sizilien und über 80 % der Erwachsenen in der Toskana leiden an Jodmangel
  • In Schweden, Belgien, Norwegen, Finnland, Grossbritannien und die Schweiz, geringere kritischen Jodmangel-Quoten wegen aktive Kropf-Prophylaxe. Die suboptimale Jodversorgung ist noch viel mehr verbreitet.
  • Iod = I2, Iodid = I-, Iodat = IO3-, Hypoiodit = IO, Iodit = IO2-, Periodat = IO4
  • Iodid ist vor allem in Zusammenhang mit der Schilddrüse bekannt, die antioxidative-Aspekten des Jodes sind viel weniger bekannt
  • Iodid schützt auch vor freien Radikalen und Peroxiden
  • Die desinfizierende Eigenschaft von Jod-Tinkturen ist bereits länger bekannt und jodreiches Wasser wird erfolgreich bei degenerativen und entzündlichen Krankheiten eingesetzt
  • Ca. die Hälfte von I2(6 bis 14 mg) ist in der Schilddrüse konzentriert- abhängig vom funktionellen Status. Der Rest ist im Bindegewebe, in der Haut und in den vaskulären Wänden vorhanden
  • Einige andere Gewebestrukturen und Organe haben einen spezifischen Transportmechanismus, der Natrium-Jodid-Symporter (NIS), um Jod zu konzentrieren
  • Nebst der Schilddrüse findet aktiver Transport im Bereich des Magens, Speicheldrüsen, Tränendrüsen, Korpus Ciliaris, Plexus Choroideus und Milchdrüsen statt
  • Jod und Brustgewebe:

–     In drei Studien wurde festgestellt, dass Patienten mit fibrotischer Brusterkrankung besser auf Jodvarianten die in Proteine eingebunden sind reagierten, als solche die natriumgebunden sind

–     In einer Studie zeigten 74.5 % der Frauen, die mit 0.08 mg molekularem Iod per Kg/KG behandelt wurden, eine Verbesserung bis hin zu vollständigem Verschwinden der Mikrozysten innert 5 Monate. Andere Varianten schienen weniger effizient und verursachten Nebenwirkung wie Jod Akne.

–     I2 ist somit besser geeignet für die Behandlung von solchen Brustkrankheiten. Darüber hinaus kann sich Iod nebst Bildung des SD-Hormons in Fettmolekülen einbetten (Jodlipiden), welche Zellmetabolismus regulierend und anti-proliferativ wirken 

 

Natürliche Quellen 

Krustentiere, Scholle Seelachs (200 bis 250 mcg pro 100 g)

Garnele, Miesmuscheln (200 bis 250 mcg pro 100 g)

Kabeljau, Dorsch (130 mcg pro 100 g)

Makrele, Heilbutt (120 mcg pro 100 g)

Hering, Thunfisch (50 bis 75 mcg pro 100 g)

Jodiertes Speisesalz (50 bis 75 mcg pro 100 g) 

 

Funktionen des Jodes 

  • Schilddrüsenhormon-Synthese
  • Synthese Geschlechtshormonen
  • Synthese Neurotransmittern/Stresshormonen
  • Hirnreifung des Fötus und des Neugeborenen
  • Nichthormonelle Funktionen

–     AO – Fänger von FR

–     Positive Effekte auf den Fettstoffwechsel

–     Aktivierende Wirkung auf gewisse Immunfunktionen

–     Keimabwehr (Viren, Bakterien, Parasiten)

–     Entgiftet toxischen Schwermetallen und Halogenen (F, Br)

–     Regulation Zellteilung und Wachstum

–     Tumorabwehr durch Einleitung der Apoptose vor allem bei Brust-, Eierstock und Gebärmutterkrebs

  • Wenn sich Jodatome in Aminosäuren, Fettsäuren, Membranen oder Zellkernstrukturen einbetten, werden diese für Sauerstoffradikale weniger empfindlich. Dies wurde bereits bei Tierversuchen bewiesen, in welchem Iod-Supplementierung Anti oxidativer Schutz im Bereich der Augen, Gehirn (gegen Lipidperoxidation) und Blutserum gewährleistet werden konnte
  • Eine Supplementierung von 12.5 mg Iod pro Tag (I2) zeigte in einer Studie eine deutliche Ausscheidung von Hg, Pb, Cd und dies bereits nach einem Tag. Die angebliche antagonistische Wirkung ist noch nicht genau bekannt
  • In Zusammenhang mit dem Erhalt der zellvermittelten Immunität konnte ebenfalls eine deutliche Rolle aufgezeigt werden
  • Iod wird deshalb mit unterschiedlichen Pathologien des Immunsystems in Verbindung gebracht wie auch als suppressive Wirkung bei Auto-Immunität eingesetzt
  • Hemmt Helicobacter pylori und beugt Magenkrebs vor 

 

Mangelrisiken 

  • Zufuhrmangel à im mitteleuropäischen Raum, niedrige Jodgehalt der inländischen pflanzlichen und tierischen Lebensmittel
  • Böden sind infolge Auswaschungen während der Eiszeit an Jod verarmt!
  • Cyanogene Glykoside (Senfölglykoside) können Jod aus dem Gewebe verdrängen (Wirsing, Blumenkohl, Rettich, Weisskohl, Rotkohl, Grünkohl, Rosenkohl, Zwiebeln, Raps, Kapuzinerkresse, Gartenkresse, Leinsamen, Süsskartoffeln, Bambussprossen) und die die T4/T3 Konvertierung hemmen
  • Jod cheliert Cd, Pb, Hg, As, F, Br und Al. Belastungen dieser Substanzen verursachen oft einen Jodmangel durch die antagonistische Funktion des Jodes
  • Prämenstruelles Syndrom: Jodmangel wird sehr häufig bei Frauen mit PMS festgestellt 

 

Wichtigste Indikationen 

  • Jodprophylaxe: Jodierung des Viehfutters, Trinkwassers, Kochsalzes und Brotgetreidemehls oder Nahrungsergänzung
  • Arteriosklerose: AO-Cofaktor auf arteriosklerotische Vorgänge und AO-Enzymsystemen
  • Immunsystem: Verbessert die „Killeraktivität“ von gewissen weissen Blutkörperchen
  • Jodmangelsymptome: Siehe Mangelerscheinungen
  • Schwermetallentgiftung: Jod wirkt antagonistisch auf Quecksilber, Blei, Cadmium, Aluminium und Arsen. Bei Belastungen dieser Schwermetalle, ist häufig einen Jodmangel feststellbar
  • Konkurrenzaktivität der Halogenen: Jod wirkt antagonistisch auf Fluor- (siehe Fluor) und Bromverbindungen (Flammenschutz, Farbstabilisation von Fruchtsäften) 

 

Mögliche Folgen eines Mangels 

  • Kropfbildung à zystische Umbauprozesse und Krebsartige Veränderungen à funktionelle autonome Schilddrüsenzellen à Überfunktion
  • Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwäche
  • Trockene Haut
  • Haarausfall (Augenbrauen)
  • Gewichtszunahme
  • Verstopfung
  • Fertilitätsstörungen
  • Fersenhautrissen
  • Kältegefühl (Senkung der basalen Temperatur)
  • Kretinismus
  • Bradykardie
  • Muskelschwäche
  • Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels
  • Schilddrüsen-Vergrößerung/Knoten
  • Kaum Schwitzen
  • Fibrozystischer Mastopathie
  • Brustkrebs
  • Ovarielle Zysten
  • Infektionsanfälligkeit
  • Mundtrockenheit
  • Trockene Augen, gereizte Augen
  • ADHS/ADS
  • Gehirnnebel
  • CFS (chronic fatigue syndrom)
  • Keloiden Narbenbildung
  • Kopfschmerzen beim Aufstehen 

 

Wichtige Hinweis zur NIS-Pumpe 

Jod hat im Körper in vielen Organen unterschiedlichste Funktionen. Die Schilddrüse ist im Körper das Organ mit dem höchsten Jodgehalt, aber auch andere Organe zeigen Jodaufnahme, was leicht mit radioaktiv-markiertem Jod gezeigt werden kann. Im menschlichen Körper kommt Jod in vielen unterschiedliche Formen vor: als Jodid (I-), Jod (J2), Trijodid (I3), Hypoiodid (IO-), Jod-bindende Biomoleküle (Schilddrüsenhormone und Jodo-Laktone, bzw. Jodo-Lipide). Da Jod auf unserer Erde ein Spurenelement darstellt und relativ selten vorkommt, mußte der Körper Mechanismen entwickeln, um das seltene Element anzureichern. Aus der Nahrung nimmt der Körper Jod in Form von Jodsalzen oder in elementarer Form auf. Im Körper wird es dann organifiziert, das heißt an organische Substanzen gebunden. Das elementare Jod ist normalerweise in der Lage, passiv durch Zellmembranen zu diffundieren. In der Zelle wird es hauptsächlich als Jodo-Lipide oder Jodo-Laktone gebunden und angereichert. Jodid-Ionen brauchen spezielle Transporter-Moleküle, die sie in die Zellen bringen. Der wichtigste Transporter heißt Natrium-Jodid-Symporter (auch NIS genannt). Symporter bedeutet, dass durch diesen Transporter nicht nur Jod-Ionen, sondern gleichzeitig auch Natrium-Ionen in die Zelle gepumpt werden.

Das Gen (SLC5A5) für den Natrium-Jodid-Symporter wurde 1996 in einer Schilddrüsenzelllinie entdeckt und kloniert (Dai et al., 1996). Es handelt sich bei diesem Protein beim Menschen um ein 643 Aminosäuren langes Molekül, das mit 13 Transmembran-Domänen fest in der Zellmembran verankert ist. Es besitzt drei Glycosylierungsstellen, an den Zucker angeheftet werden kann (was aber augenscheinlich die Aktivität nicht beeinflusst). Das Protein kommt in allen Eukaryonten außer Pflanzen vor.

Die Funktionalität dieser Pumpe hängt deshalb auch ab von einer ausreichenden Versorgung mit essenziellen Aminosäuren und eine adäquate Membranfunktion! 

Der NIS wurde mittlerweile in einer Reihe von Organen außerhalb der Schilddrüse identifiziert und dient damit auch als indirekter Beweis, dass Jod nicht nur in der Schilddrüse wichtige Funktionen hat. So findet man den NIS z.B. in: Speicheldrüsen, Magenschleimhaut, Darmepithel, Nierengewebe, laktierenden Brustgewebe, Ovarien, Plazenta, Gehirn, Muskulatur, etc. …

Der Natrium-Jodid-Symporter gehört in eine Familie von Molekülen, die große Ähnlichkeit untereinander besitzen und für den Transport verschiedener Substanzen in Zellen dienen (Darrouzet at al., 2014). Verschiedene Publikationen berichten über die Rolle der Leber und Aktivität der NI-Symporter. 

Diese Familie wird im englischen als SSSF bezeichnet (Sodium/Solute Sympoter-Family), wobei Solute für verschiedene Moleküle steht, die je nach Symporter-Typ in die Zellen zusammen mit Sodium (=Natrium) eingeschleust werden. Zu den Molekülen, die mit der Hilfe dieser Familienmitglieder in Zellen gelangen, gehören so unterschiedliche Substanzen wie Zucker, Aminosäuren, Myo-Inositol, Vitamine (Pantothenat, Biotin), Harnstoff und eine Reihe von Anionen. 

Interessanterweise sind die Symporter-Eigenschaften dieser Moleküle nicht zu 100% festgelegt. Bedingt durch ihre „Bauart“ ist es möglich, dass Moleküle mit ähnlicher Größe und Ladung durchaus denselben Symporter nutzen können, wenn auch mit geringerer Effizienz. Beim NIS sind dies in der angegebenen Reihenfolge: ClO4->ReO4->I->SeCN->SCN->ClO3->NO3->Br->BF4->IO4- (Paroder –Belenitsch et al., 2011). Aus dieser Aufstellung geht hervor, dass Jod tatsächlich nicht die höchste Affinität zum NIS besitzt. Das Perchlorat-Anion (ClO4-) ist in der Lage 30mal besser an den NIS als Jodid zu binden, und damit die Aufnahme von Jodid kompetitiv zu blockieren. Auch Brom- und Fluorverbindungen wirken blockierend!

Im Nachhinein kann man sich also durchaus fragen, ob der Natrium/Iodid-Symporter nicht besser Natrium/Perchlorat Symporter hätte genannt werden sollen. Auch der SMVT (Multivitamin-Symporter) kann Jodid mit relativ hoher Affinität in Zellen einschleusen (de Carvalho and Quick, 2011). Neben der passiven Diffusion stehen damit also verschiedene Wege zur Verfügung, um Jodid in die Zellen zu bringen. 

Das in die Zellen aufgenommene Jodid wird z.T. in jodhaltige Biomoleküle eingebaut (Organifizierung), die dann wieder aus der Zelle ausgeschleust werden und verschiedene biologische Funktionen haben. Zum Teil wird Jodid jedoch auch unverändert direkt wieder aus Zellen ausgeschüttet. Dies geschieht meist als Passage durch Zellmembranen hindurch. Für den Transport aus Zellen heraus existieren andere Transportsysteme, als für den Transport in die Zellen hinein.

Auch hier gibt es wieder eine Reihe unterschiedlicher Transporter, die eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Affinität für Jodid besitzen. Bekannt dafür, Jodid aus Zellen heraus zu pumpen, sind PENDRIN, ANO1 (anoctamin 1) und CFTR (cystic fibrosis transmembrane conductance regulator). 

Ein Transport durch Zellschichten hindurch findet z.B. in der Brustdrüse während der Laktation statt, wo das Iodid aus dem mütterlichen Blutkreislauf in die Milch für den Säugling übertragen wird. Ähnliches geschieht im Uterus während der Schwangerschaft, wo das Iodid aus dem mütterlichen Blutkreislauf über die Plazenta an den Fötus weitergegeben wird. In den Ovarien wird das Jodid in die Eileiter transportiert. 

Im Verdauungstrakt wird Jodid in den Speicheldrüsen aus den Kapillaren in den Speichel abgebeben, im Magen über die Magenschleimhaut in das Magenlumen. Dort haben die entstehenden jodhaltigen Moleküle wohl eine antibakterielle Wirkung. Da Jod ja ein seltenes Spurenelement ist, findet dann im Dünndarm wieder eine Resorption in umgekehrter Richtung statt und das Jodid wird wieder aus dem Darmlumen in den Blutkreislauf zurückgeführt. Bewerkstelligen kann dies der Körper, indem er auf den verantwortlichen Zellen, die Symporter, die Jodid in die Zellen pumpen sollen und die Transporter, die Jodid aus den Zellen herauspumpen sollen, auf der jeweiligen Gegenseite anordnet, so dass der Stofftransport durch die Zellen funktioniert (De la Vieja and Santisteban, 2018

Die Regulation der NIS Menge pro Zelle erfolgt in der Schilddrüse direkt über TSH (Thyroid stimulating hormone). Eine negative Rückkopplung findet über die Menge an Jodid statt, die in die Zelle gelangt Wolff-Chaikoff-Effekt), sowie über die Menge an Schilddrüsenhormonen, die sich im Blut befindet. Diese negative Rückkopplung wird auch über Protein-Protein-Interkationen mittels z.B. PBF oder KCNQ1-KCNE2-Kalium-Kanäle innerhalb der Zelle vermittelt (Neverisky and Abbott, 2017). 

Es konnten mittlerweile eine Reihe von natürlich vorkommenden Mutationen in NIS in Patienten gefunden werden, die die Funktion des Rezeptors einschränken oder zerstören. Alle Patienten zeigen Symptome eines Hypothyroidismus, also einer Schilddrüsenunterfunktion oder eben einen kaum zu korrigieren Jodmangel.

Das Expertenteam vermutet deshalb, dass wenn Jod sich trotz aller Maßnahmen keine Korrektur stattfindet, dass möglicherweise Polymorphismen dafür verantwortlich sind. 

Fazit

Der Körper besitzt eine Reihe von Möglichkeiten, Jodid in verschiedenen Organen anzureichern. Das bekannteste System dafür ist der Natrium-Jodid-Symporter. Doch dieser kann auch andere Moleküle in Zellenbringen, und andere Transporter sind in der Lage, auch Jodid in Zellen zu pumpen. Damit besteht eine gewisse Redundanz, um sicherzustellen, dass das wichtige Spurenelement Jod immer in ausreichendem Maß zur Verfügung steht. Im Konzert mit Transportern, die Jodid auch aus Zellen herauszupumpen ist ein gezielter Stofftransport auch durch Zellbarrieren hindurch möglich, ein wichtiger Mechanismus, mit dem die Mutter den Fötus und später auch Säugling mit dem lebenswichtigen Jod versorgen kann. 

 

Mögliche Massnahmen zur Korrektur eines Jodmangels 

–          Jodhaltige Nahrungsmittel

–          Da Jod im Körper als Chelator verwendet wird für die Ausleitung von Hg, Cd, Al, As, Br und Pb dauert eine Korrektur des Jods oft sehr lange.

–          Mit der Spektralphotometrie wird die Konzentration des Jodes in der Peripherie gemessen. Das Kaliumjodid was man früher standardmässig empfohlen hatte, konnte diesen Wert nie korrigieren, denn dieses Molekül wird vor allem für die Schilddrüse verwendet und deckt jedoch nicht den zellulären Mangel des Gewebes. Man bräuchte hier organisches Jod oder elementares Jod als Lugoll’sche Lösung. Wenn man den Jodwert schulmedizinisch testen würde in Blut oder Urin, sind die Werte vielfach stark über dem Referenzwert. Dies zeigt, dass das Jod angeblich nicht zellulär ankommt.

–          Supplementierung mit organische Jodverbindung, Kelp oder Lugoll´sche Lösung

–          Eine adäquate Aktivierung der NIS-Pumpe ist abhängig von eine optimale Leberphysiologie.

–          Obwohl man durch die Hartnäckigkeit den Jodwert korrigieren zu können, am liebsten noch mehr empfehlen möchte, wäre es sinnvoll die Tagesdossierung als Supplement von 1000 mcg anfänglich nicht zu überschreiten. Viele Algenpräparate enthalten bis zu 150 mcg organisches Jod. Viel mehr würde es Sinn machen die Ausleitung der toxischen Metalle langsam zu eliminieren. Wenn den toxischen Metallen entgiftet sind, korrigiert sich oft den Jodwert. Wenn sich mit extrazelluläre chelierende Substanzen nichts mehr passiert (Cadmium, Quecksilber, u.a.) bewegen sich kaum noch, dann wäre es tatsächlich sinnvoll vor allem intrazellulär aktive Substanzen ein zu setzen: Nebst Phycocyaniden wären auf alle Fälle liposomales Glutathion zu empfehlen. Ist dies nicht der Fall könnte man mit der Hochdosis Jodtherapie probieren gemäss Protokoll. Jedoch nur dann, wenn spezifische Indikationen vorliegen (siehe Buch «Jod, Schüssel zur Gesundheit» von Kyra Hoffman): 

o   Struma

o   Kalte SD-Knoten

o   Hypothyreose

o   Fybrozystische Mastopathie

o   Fibromyalgie

o   Ovarielle Zyste

o   Migräne

o   Prostata Erkrankungen

o   Hypertonie

o   Fertilitätsstörungen

o   Infektionsanfälligkeit

o   CFS

o   Nebennieren Burnout

o   Brustkrebs

o   Ovarial Karzinom und andere Krebsarten

o   MS

 

–          Kontra-Indikationen einer Hochdosis Jodtherapie: 

o   Jodüberempfindlichkeit, Allergie

o   Unbehandelte SD-Überfunktion (Morbus Basedow)

o   Schwangerschaft und Stillzeit

o   Personen unter 50 Kg

o   Heisse Knoten – SD-Autonomien

o   Nierenfunktionsstörungen

o   Dermatitis Herpetiformis

o   Myotonia congenita (hereditäre Erkrankung, die durch eine Übererregbarkeit der Skelettmuskulatur imponiert)

o   Iododerma Tuberosum (erbs- bis taubeneigroße, blau(rot)e, schwammig-weiche, mit Blasen, Krusten u. Borken bedeckte, z.T. übelriechende, sehr leicht verletzliche Knotenbildungen der Haut (ähnlich einer Granulationsgeschwulst) als Arzneiausschlag nach längerer Einnahme von Jodsalzen. 

 

Kontra-Indikationen der Jodsupplementierung 

  • Hochdosierte Jodgaben sollten bei Akne-Patienten vermieden werden. Dies kann die Symptomatik verschlimmern
  • Bei älteren Patienten mit einer autonom funktionierenden Schilddrüse sind Ergänzungen mit Jod untersagt
  • Jodsupplementierung bei Morbus Basedow sind ebenfalls kontra-indiziert. 

 

 

Mögliche Ursachen bei einem Jodüberschuss spektralphotometrisch gemessen 

Gemessene spektralphotometrische Jodüberschüsse sind noch nicht vollständig erklärt. Tatsache ist, dass wenn man die Metallbelastung entgegenwirkt und eine Ausleitung initialisiert, häufig eine Korrektur stattfindet.

Bei einem Thiolpoolmangel (Mangel an schwefelhaltige Aminosäuren) wird die Entgiftungskapazität blockiert. Dies führt dazu, wenn man beispielsweise liposomales Glutathion empfehlen würde (Verbesserung der Entgiftungsaktivität), dass die Schwermetalldepots sich aufräumen und die Messung diese versteckten Belastungen zeigt.

Wahrscheinlich liegen durch Metalle ausgelöste Enzymblockaden vor. Möglicherweise liegt auch eine Belastung mit Fluor oder Bromverbindungen vor und versucht den Körper durch Jod in die Zellen zu schleusen gegen diese hochgradig toxischen Halogene antagonistisch zu wirken.

Es wäre deshalb sinnvoll nach Quellen für Fluor, Brom und Schwermetallen zu suchen wogegen Jod antagonistisch wirkt.

Durch Jod in die Zellen zu mobilisieren, versucht den Körper vermutlich einen Zellstress zu kompensieren.

Obwohl erhebliche Mengen an Jod in der Schilddrüse gespeichert werden, wird nicht-hormongebundenes Jod in verschiedenen Geweben gespeichert wie Brüste, Augen, Magen Mukosa, Speicheldrüsen, Zervix und natürlich auch im Hautgewebe! Die Funktionen des Jodes ausserhalb der SD, ausser im Bereich der Brustdrüsen, ist auch noch nicht vollständig geklärt.

 

Bewiesen wurde bereits, dass Jod folgende zusätzlich Aufgaben erfüllt: 

  1. In Bezug zu den Wasserstoffperoxid-Radikalen, erfüllt Jod ebenfalls eine Aufgabe als Elektronendonor. Dies bedeutet einen erheblichen Schutz gegen mögliche Zellschädigungen ausgelöst durch Freie Radikalen. Auch im Bereich der Brustdrüsen kann man feststellen, dass durch einen Jodmangel hohe Konzentrationen Malondialdehyden (ein Produkt der Lipidperoxidation) entstehen welche starke Zellschädigungen provozieren. 
  2. Tierversuche konnten auch beweisen, dass Jod in der Lage ist die Folgereaktionen von dauerhafte Adrenalin-und Corticosteroidenkonzentrationen, ausgelöst durch starke Stressreaktionen, normalisieren kann. Deshalb können möglicherweise auch Cortison Behandlungen oder Dauerstress einen Jodüberschuss auslösen. 
  3. Bei Ratten wurde auch gezeigt, dass wenn die Schilddrüse entfernt wird und somit eine Hypothyreose entsteht, diesen Hormonmangel durch Jod völlig kompensiert wird im Bereich einige Zielorganen wie Ovarien, Testikeln und Thymusdrüse. 
  4. Jod hat auch wichtige immunitäre Aufgaben. Leukozyten können in Anwesenheit von 10-6 M Jodid, Thyroxin produzieren! 

Dies sind einige physiologische Eigenschaften die möglicherweise die Erklärung bieten weshalb Patienten und vor allem nicht selten Kinder einen intrazellulären Jodanstieg zeigen. 

 

Mögliche Folgen einer Jodintoxikation (selten) 

  • Jodallergie, Jodakne
  • Kropfbildung
  • Lungen- und Rachenödeme
  • Schnupfen
  • Bindehautentzündung der Augen
  • Bronchitis und Atemnot
  • Kopfschmerzen
  • Bei sehr starkem Jodüberschuss kann es zu braunen Verfärbungen der Schleimhaut in Mund und Rachen kommen
  • Brennen oder Schmerzen in Mund und Hals
  • Metallischem Geschmack und vermehrtem Speichelfluss
  • Magen-Darmbeschwerden mit Durchfall
  • Tachykardie, Kreislaufkollaps
  • Mundgeschwüre, Ösophagitis 

 

Literatur 

 

 

  • https://www.eesom.com/ernaehrung-stoffwechsel/ernaehrung/nahrungsbestandteile/spurenelemente/jod/

 

  • Orthoiodosupplementation: Iodine Sufficiency Of The Whole Human Body.Abraham, G.E., Flechas, J.D., Hakala, J.C., The Original Internist, 9:30-41, 2002

 

  • Clinical Experience with Inorganic Non-radioactive Iodine/Iodide.Brownstein, D., The Original Internist, 12(3):105-108, 2005

 

  • Orthoiodosupplementation in a primary care practice.Flechas, J.D., The Original Internist, 12(2):89-96, 2005

 

  • Iodine Deficiency and Therapeutic Considerations.Patrick, Lyn., Alternative Medicine Review, Vol 13, No. 2, 2008

 

  • Iodine, The Universal Nutrient.Guy E. Abraham., 2007

 

  • Iodine Replacement in Fibrocystic Disease of the Breast.Ghent, W.R., Eskin, B.A., Low., D.A., et al., Can. J. Surg., 36:453-460, 1993

 

  • Iodine Supplementation Markedly Increases Urinary Excretion of Fluoride and Bromide.Abraham, G.E., Townsend Letter, 238:108-109, 2003

 

  • Evidence that the administration of Vitamin C improves a defective cellular transport mechanism for iodine: A case report.Abraham, G.E., Brownstein, D., The Original Internist, 12(3):125-130, 2005

 

  • The safe and effective implementation of orthoiodosupplementation in medical practice.Abraham, G.E., The Original Internist, 11:17-36, 2004

 

  • Iodine in Medicine and Pharmacy Since its Discovery – 1811-1961.Kelly, Francis C., Proc R Soc Med 54:831-836, 1961

 

  • Optimum Levels of Iodine for Greatest Mental and Physical Health.Abraham, G.E., Flechas, J.D., Hakala, J.C., The Original Internist, 9:5-20, 2002

 

  • The concept of orthoiodosupplementation and its clinical implications.Abraham, G.E., The Original Internist, 11(2):29-38, 2004.

 

  • Iodide Goiter and the Pharmacologic Effects of Excess Iodide.Wolff, J., Am. J. Med., 47:101-124, 1969

 

  • Bernecker C. Intermittent therapy with potassium iodide in chronic obstructive diseases of the airways. A review of 10 years experience.Acta Allergol. 1969 Sep;24(3):216-25.

 

  • Margaret P. Rayman. Food-chain selenium and human health: emphasis on intake.British Journal of Nutrition (2008), 100, 254-268. doi:10.1017/S0007114508939830.

 

  • C Bernecker. Potassium iodide in bronchial asthma.Br Med J. Oct 25, 1969; 4(5677): 236. PMCID: PMC1629847.

Quelle:  Projekt Gesundheit Vertrieb GmbH

Selen (Se)

Täglich Empfohlene Dosierung (TED) und orthomolekulare Dosierung (OMD)

 TED: 30-70 mcg

OMD: 200-300 mcg 

 

Funktionen 

  • Selen ist Teil der antioxidativen Enzyme wie Glutathionperoxidase (GSH-Px) und Thioredoxin-reduktase (TrxR)
  • GSH-Px neutralisiert das sehr reaktive Wasserstoffperoxid (H2O2) zusammen mit Glutathion (Glutathionperoxidase bringt oxidiertes Glutathion wieder in seiner reduzierten Form) Die Wiederbelebung (Reduktion) dieser Enzyme ist ebenfalls abhängig von n-acetyl-Cystein und Riboflavin-5-phosphat (aktives B2)
  • Es inhibiert die Lipidperoxidation, was für die Zellmembrane protektiv wirkt.
  • TrxR ist ebenfalls ein antioxidatives Protein.
  • Selen ist nur dann wirkungsvoll, wenn auch genug Vitamin E versorgt ist.
  • Selen ist essenziell für den Schilddrüsen-Stoffwechsel
  • Das Selenoprotein P ist das wichtigste Plasma Selenoprotein und dient als Antioxidant im Interstitium und transportiert Selen von der Leber zu den anderen Gewebestrukturen
  • Wichtiger Zellschutzfaktor gegenüber aggressiven, aktivierten Sauerstoff-Formen (Umweltgifte, Strahlungen, Rauchen, endogene Toxine)
  • Immunsystem: Stimuliert IgG, Gamma-Interferon, Killerzellen und Tumor-Nekrose-Faktor. In Bezug zur Immunität zeigt Selen, unvergleichbar mit anderen Elementen, eine starke Beziehung mit HIV-Toten und Selenmangel
  • Schilddrüsenhormon- Metabolismus: Die Funktion des Enzyms Typ-I-Jodthyronin-5-dejodase (Aktivierung SD-Hormin) ist von Selen abhängig: Selen-Mangel kann deshalb zu einer SD-Unterfunktion führen!
  • Selenium W ist ein niedermolekulares Selenprotein mit ebenfalls stark reduzierenden Eigenschaften
  • Selen kann zu Methylselen und S-Methylselencystein aktiviert werden, was eine positive Bedeutung bzw. inhibierende Wirkung hat auf die Transkription von Faktor NF-kB. Dieser Faktor fördert Entzündungen und Krebs
  • Die Folgen von Selenmangel wurden bereits sehr gut als weisse Nagelflecken (auch Zink), Muskel Inflammation, HBK-Krankheiten und Krebs dokumentiert
  • In Gebieten wo Selenmangel stark präsent ist, ist die Prävalenz von Goiter, plötzliche Kindestod, MS und Schizophrenie deutlich höher
  • Die Notwendigkeit von Selen zur Neutralisierung von ROS ist unumstritten
  • Chronischer Selenmangel führt zu mehr primären Tumoren, mehr Metastasierung, vermehrte Krebsrückfälle und kürzere Überlebungsraten.
  • Prostata Krebs kann mit Selensupplementierung um 60 % reduziert werden durch (Beziehung zu Hg-Vergiftung!)
  • Bei Leberkrankheiten wie Hepatitis und Leberzirrhose ist die Selenkonzentration sehr niedrig, dies führt auch zu Erhöhung des Cholesterols und Gamma-Glutamyl-Transpeptidase
  • Rheumatoide Arthritis wird oft begleitet durch einen Selenmangel. Nach drei Monaten 200 Mcg Selen (pro Tag) können Schmerzen signifikant reduziert werden.
  • Je tiefer der Selenwert, desto höher das Risiko auf Kardiomyopathien und Herzdysfunktionen
  • Bei Asthmatiker werden ebenfalls tiefe Selenwerte gemessen. Die entsprechend verordneten Medikamente können durch Seleneinnahme reduziert werden
  • Die männliche Fertilität ist stark abhängig vom Phospholipid-Hydroperoxide Glutathion peroxidase (PHGPx). Die Ausreifung und Motilität der Spermien wird mit Selen erheblich verbessert und das Risiko zu Fehlgeburten reduziert
  • Mit 200 Mcg Selen pro Tag werden die Antikörperchen einer autoimmunen Thyroiditis mit Hypothyrodie signifikant gesenkt
  • Bei Katarakt sind im Korpus Vitrium der Augen sehr tiefe Selenkonzentration vorhanden
  • Selenmangel steht in Verbindung mit Nahrungsintoleranzen
  • Die positive Wirkung von Selen wurde ebenfalls an der Prävention von SIDS (sudden infant death Syndrom) bei den Behandlungen von zystsische Fibrose, Mittelohr Entzündungen, Zöliakie, Gemütsschwankungen und postnatale Depressionen gezeigt
  • Selen ist essenziel bei der Behandlung von toxischen Metallen insbesondere Cadmium und Quecksilber. Hg bindet sehr stark mit Schwefel und Selen und wird durch Selen vermehrt ausgeschieden. Das Quecksilber und andere Metalle viele Enzyme inaktiviert und die Chance auf Krankheiten somit erhöht, wird in der Literatur sehr gut beschrieben. 

 

Natürliche Quellen

 

Selenreiche

Nahrungsmittel

Menge

mcg

Hering

Thunfisch

Sardine

Sojabohnen

Weizenvollkornbrot

Leber

Rindfleisch

Schweinefleisch

Dorsch, Lachs, Seezunge

Weisse Bohnen

Milchprodukte

100 g

100 g

100 g

100 g

100 g

100 g

100 g

100 g

100 g

100 g

100 g

140

130

85

60

55

40-60

35

31

25

22

4-10

 

 Mangelrisiken

  • Selenarme Böden, selenarme Ernährung
  • Schwermetallbelastungen (Quecksilber/Amalgam, Cadmium, Blei, Arsen und andere Schwermetalle)
  • Chronische Niereninsuffizienz, Dialyse
  • Gestörte Verwertung wegen chronischer Darmerkrankungen wie Zöliakie, Morbus Crohn, Collitis Ulcerosa, Darmmilieuverschiebungen.
  • Infektionen (Viren benötigen Selen zur Replikation)
  • Chronischer Alkoholabusus
  • Rauchen
  • Zufuhrmangel
  • Die Böden in den Alpenländern sind eher Selenarm
  • Selenmangel-Risikoländer sind Mitteleuropäische Länder, Skandinavien, China, Neuseeland
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Chronische Erkrankungen (Siehe Selenmangel)
  • Pankreatitis, zystische Fibrose
  • Hämodialyse 

 

Wichtigste Indikationen 

Herz- und Kreislauferkrankungen: Herzinfarktpatienten haben niedrigere Selenspiegel, Selenzufuhr bewirkt eine signifikante Reduktion von Zweitinfarkten und Todesfällen 

Herzinsuffizienz: 1935 China: Keshan-Krankheit (Herzinsuffizienz, Schwindel, Atemnot, Erbrechen und Blutdruckfall, massiven degenerativen Gelenksdeformationen durch chronische Schwermetall-Intoxikationen) à besiegt mit 60 mcg Selen pro Tag zu verabreichen 

Immunsystem: Bei Mangel ist die Anfälligkeit gegenüber Infekten erhöht 

Krebs: GSH-Peroxidase (selenabhängig) und Superoxidedismutase à wichtiges Auffangbecken für schädlichen/Krebsfördernde Einflüsse (Freie Radikalen, Aldehyde, UV, ionisierende Strahlung, usw.) 

Rauchen: Raucher sind schlechter versorgt mit Selen als Nichtraucher à Zusammenklumpen der Blutplättchen wird stark gefördert  à Chance auf Herz-Kreislauferkrankungen nimmt zu 

Schwermetallbelastung: Vor allem bei Blei- und Quecksilbervergiftung ist Selen bei der Behandlung essenziell 

 

Weitere Indikationen:

  • Schilddrüsen-Erkrankungen wie Hypothyroidie, autoimmune Thyroiditis wie Hashimoto
  • Rheumatoide Arthritis
  • Postnatale Depressionen
  • Lebererkrankungen wie Hepatitis und Zirrhose
  • Asthma
  • Nahrungsallergien und Intoleranzen
  • Infertilität
  • Katarakt
  • Mittelohrentzündungen
  • Zystische Fibrose 

 

Mögliche Folgen eines Mangels 

  • Erhöhte Infektions- und Krebsanfälligkeit, Immunschwäche
  • Entzündliche Erkrankungen, Asthma
  • Arthrose, Arthritis, Polyarthritis
  • Grüner und grauer Star
  • Erhöhtes Herzinfarktrisiko, Kardiomyopathie
  • Muskeldystrophie? Multiple Sklerose? Amyotrophe Lateralsklerose? Mukoviszidose?
  • Fertilitätsstörungen (Selen nötig zur Bildung von Testosteron)
  • Aufhellung von Haut und Haaren; Veränderung der Haarstruktur
  • Mangel an Schilddrüsenhormonen, Hypothyreose
  • Schwangerschaftskomplikationen
  • Leberzirrhose
  • Pankreatitis
  • Schwächung des Immunsystems

 

Mögliche Massnahmen zur Korrektur eines Selenmangels 

  • Allfällige toxische Belastungen ausschalten
  • Verzehr von selenreichen Nahrungsmitteln: wie Fisch, Fleisch, Weizenkeime, Sojabohnen, Hülsenfrüchte, Knoblauch, Zwiebeln.
  • Nahrungsergänzung mit selenhaltigen Nährstoffpräparaten
  • Quecksilber ausleiten (siehe Metallausleitung)
  • 100 bis 300 Mcg Selenmethionin
  • Eine klinische Studie zeigte, dass Selenomethionin 19 % besser resorbiert wird als Selenit
  • Wichtig: Während dem Ausleiten der Schwermetalle, kann der Bedarf an Selen steigen!

 

Welche Selenvariante sollte man verwenden bei Quecksilberbelastung 

Die Meinungen welches Selen am beste geeignet wäre, sind teilweise 180 Grad unterschiedlich und jeder hat so seine eigenen Behauptungen. 

Im Jahr 2004 schrieb die Deutsche Gesellschaft für Ernährung folgendes: 

„Diverse Studien deuten darauf hin, dass organische Selenverbindungen im menschlichen Organismus anders verstoffwechselt werden als anorganische. Nach der geltenden europäischen Richtlinie dürfen in Nahrungsergänzungsmitteln die anorganischen Selenverbindungen Natriumselenit, Natriumhydrogenselenit und Natriumselenat verwendet werden, nicht jedoch organische Selenverbindungen wie Selenomethionin oder Selenhefe. Kritiker behaupten nun, dass Natriumselenit und Natriumhydrogenselenit in Nahrungsergänzungsmitteln im Gegensatz zu organischen Verbindungen zu einer erhöhten Quecksilber-Belastung des Menschen führen können. Vor diesem Hintergrund wurde das BfR gebeten zu prüfen, ob dies der Fall ist und ob Nahrungsergänzungsmittel mit anorganischen Selenverbindungen deshalb einen entsprechenden Hinweis tragen sollten. Das Institut wurde außerdem gebeten, zu der Frage Stellung zu nehmen, ob die Verwendung von Selenomethionin und Selenhefe in Nahrungsergänzungsmitteln erlaubt werden sollte. Das BfR kommt zu folgendem Schluss: Ausgehend von der aktuellen Datenlage gibt es keinen Anhaltspunkt dafür, dass die Einnahme von selenithaltigen Nahrungsergänzungsmitteln zu einer erhöhten Quecksilberbelastung des Menschen führen könnte. Es besteht daher keine Notwendigkeit, auf selenithaltigen Nahrungsergänzungsmitteln Warnhinweise anzubringen. Unabhängig davon empfiehlt das BfR, Selenomethionin und Selenhefe vorerst nicht zur Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln zuzulassen. Für Selenhefe kann bislang keine gleichbleibende Qualität gewährleistet werden. Darüber hinaus lassen die bisherigen Studienergebnisse nicht erkennen, dass es vorteilhaft wäre, in Nahrungsergänzungsmitteln Selenite durch Selenomethionin oder Selenhefe zu ersetzen. 

Diese Publikation   http://www.webmed.ch/docs/selen/Selen_Teil_IV.htm  spricht eindeutig für Selenmethionin 

Während beispielsweise Dr. Joachim Mutter dies publiziert: 

«wenn überhaupt organisch gebundene Selen (was ich nicht mehr empfehle), dann höchsten das in Paranüssen vorkommende Selencysthathion (Leider ist dieser Wirkstoff seit 7/2010 in der EU verboten worden…. Na-Selenit (im Pentaeder) ist deutlich weniger toxisch als Se-Me, und hat auch eine direkte Wirkung gegen Quecksilber (was Se-Me nicht hat). Man kann es deutlich höher dosieren und es wird auch besser ausgeschieden. Methionin ist natürlich auch wichtig, vor allem als SAM, sollte aber separat gegeben werden. Mit SeMe werden die Vollblutspiegel im oberen Grenzwert oder drüber schon bei 200-300µgd erreicht, während der Körper (also in der Haaranalyse -sie liefert die besten Messwerte bezüglich Gesamtkörpergehalt von Selen) noch extrem niedrig sind (also unter 0,6 ppm- Ziel wäre 4-6 ppm). Bei Na Se ist ein Auffüllen der Körperspeicher deutlich besser möglich, so dass auch die Wirkung erzielt wird, die man haben will (z.B. abbinden von Quecksilber, dadurch z.B. verringerte Autoantikörper bei der Autoimmunthyreoiditis, dadurch verringerte Inflammation generell etc) Natürlich ist ein voller Selenspeicher auch ein gewisser Schutz gegenüber Radionukliden, wobei hier auch auf einen aufgefüllten Spurenelementspeicher geachtet werden sollte (Molybdän, Mangan, Chrom, Vanadium, Bor, Kobalt (B12), Zink, Jod, evtl. Lithium, Germanium, Strontium)) Gut dafür sind noch unbelastete Meeresalgen (z. aus Irland), (Vorteil : enthält auch viele Proteoglykane und andere Matrixbestandteile, die gegen Krebs wirksam sind) und entspr. Präparate 

Tatsache ist, dass Selen ein essenzielles Spurenelement ist, von dem bekannt ist, dass es toxische Effekte von MeHg abschwächt und verhindert Die Bindungsaffinität von Se für Quecksilber (logK 1045) ist eine Million Mal höher als seine Affinität für Schwefel (logK 1039) in analogen Verbindungen In einigen Studien wurde gezeigt, dass Selen bei Quecksilbervergiftungen eine schützende Wirkung hat, die auf verschiedenen Mechanismen beruht: 

            – Bindung von Hg

            – antioxidative Wirkung

            – GSH-Synthese

            – Erhöhung der GSH-Peroxidase-(GPx-)Aktivität

            – hohe Selenoprotein-Spiegel

            – Gesteigerte Demethylierung 

Darüber hinaus scheint keine toxische Wirkung von MeHg aufzutreten, wenn Selen in Geweben im Vergleich zu Hg in molarem Überschuss vorliegt. 

Fazit:

Welcher Form man empfehlen sollte ist nicht vollständig geklärt vor allem, weil alle Untersuchungen kein intrazelluläre-Messungen berücksichtigen und keine Wechselwirkungen mit anderen Substanzen. 

Wahrscheinlich kann man auch Selenmethionin empfehlen, wenn man mit spektralphotometrisch einen intrazellulären Mangel festgestellt hat. Wenn man Selen als Antagonist einsetzen möchte um Quecksilber aus dem extrazellulären Raum zu chelieren, wäre Natriumselenit vermutlich besser geeignet. 

 

Mögliche Ursachen bei einem Selenüberschuss spektralphotometrisch gemessen 

Selen in Überschuss bei der Spektralphotometrie zeigt meistens auf einen Kompensationsmechanismus

Dies wird beispielsweise oft festgestellt bei einem SNIP (Single Nucleotid Polymorphismus) des Enzymes GSH-s-Transferase und eingeschränkte intrazelluläre Entgiftung. Dies kann sowohl funktionell oder strukturelle Ursächleickeiten haben. 

Man könnte auch noch folgende Parametern kontrollieren lassen: 

  • GST-M1
  • GST-P1
  • GST-T1 

è Dies sind unterschiedliche Glutathion-s-Transferasen

 

Mögliche Ursachen einer Selenintoxikation (sehr selten) 

  • Bis 350 mcg àkeine Nebenwirkungen
  • Langfristige Selenzufuhr mittels selenhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln von mehr als 2500 mg/d
  • Selen wird industriell verwendet bei der Herstellung von Belichtungsmessern, Alarmanlagen, Isolationsmaterial (Glimmer) sowie auch in der Glas- und Farbenindustrie.
  • Nuklearmedizin 

 

Mögliche Folgen einer Selenintoxikation (selten) 

  • Langzeitdosierungen von mehr als 750 mcg führt zu einer Verlängerung der Blutgerinnung und vermehrte Bildung weisser Blutkörperchen
  • Hautrötungen, und Schwellungen
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Leberzirrhose
  • Herzschädigungen
  • Störungen im Haar- und Nagelwachstum, Haarausfall.
  • Knoblauchartiger Atemgeruch 

 

Literatur 

  • Rayman M.P.: the importance of selenium to human health, Lancet 356 (2000) 233-41
  • Burk, F. R.: Selenium in biology and human health. Springer Verlag, New York 1993.
  • Clark, L. C. et al.: Effects of selenium supplementation for cancer prevention in patients with carcinoma of the skin. JAMA 276 (1996) 1957.
  • Kok, F. J. et al.: Decreased selenium levels in acute myocardial infarction. JAMA 261 (1989) 1161.
  • Krämer, K. et al.: Selen und Tumorerkrankungen. Akt. Ernähr. Med. 21 (1996) 103.
  • Kiremidjian-Schumacher, L.,  Stotzky, G.: Selenium and immune responses. Environment. Res. 42 (1987) 277.
  • Schmidt, K., Bayer, W.: Selen – Aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisstand. Vita Min Spur, 7 (1992) 1.
  • Tarp, U.: Selenium and rheumatoid arthritis: a review. Analyst 120 (1995) 877.
  • Schrauzer G.N..: Selen, Neue Entwicklungen aus Biologie, Biochemie und Medizin, 3. Auflage, Johann Ambrosius Barth Verlag, Heidelberg, Leipzig (1998)
  • Brooks S., et al.: Environmental Medicine. Mosby, St. Louis (1995) 611.
  • Goyer R. A., et al.: Metal toxicology. Academic Press, San Diego (1995) 297-298.
  • Levander, O.: Human selenium nutrition and toxicity. In: Mertz, W. et al. (Eds.): Risk Assessment of Essential Trace Elements. ILSI Press, Washington DC 1994.
  • Ziegler, E. E., Filer, L. J.: Present Knowledge in Nutrition. ILSI Press, Washington DC (1996) 320-328.

 

Quelle:  Projekt Gesundheit Vertrieb GmbH

Schwefel (S)

Täglich empfohlene Dosierung (TED) und orthomolekulare Dosierung (OMD)

 TED: Da Schwefel nicht getrennt konsumiert wird, sondern Bestandteil von Aminosäuren und anderen Verbindungen ist, lässt sich keine genaue Tagesdosis definieren. 

OMD: 3 bis 15 mg

 

Einführung

–       Schwefelmangel ist weit verbreitet – und das, obwohl die Fachwelt (irrtümlicherweise) von einer ausreichenden Versorgung mit Schwefel ausgeht

–       Schwefel ist das vielseitigste Element aller essenziellen Elemente

–       Ist das 8te reichlichste vorhandene Element im Körper

–       Wir brauchen 2 Gramm Schwefel pro Kg Körpergewicht

–       MSM ist die Abkürzung für Methylsulfonylmethan – auch bekannt als Dimethylsulfon. Dabei handelt es sich um eine organische Schwefelverbindung, die den menschlichen Körper mit wertvollem natürlichem Schwefel versorgen kann. Schwefel ist ein lebenswichtiges Element. Der menschliche Körper besteht zu 0,2 Prozent aus Schwefel. Auf den ersten Blick scheint dieser Bruchteil eines Prozents nicht der Rede wert zu sein. Betrachtet man die mengenmässige Verteilung der Elemente im menschlichen Körper aber näher, wird die Wichtigkeit des Schwefels mehr als deutlich. So enthält unser Körper beispielsweise fünfmal mehr Schwefel als Magnesium und vierzigmal mehr Schwefel als Eisen. Wie wichtig es ist, täglich ausreichend Magnesium und Eisen zu sich zu nehmen, wissen die meisten. Um eine ausreichende Versorgung mit Schwefel dagegen kümmert sich kaum jemand. Schlimmer noch: Viele sind der Meinung (und so wird es auch meist in den Medien verbreitet), dass in der täglichen Nahrung genügend Schwefel vorhanden sei, weshalb die Notwendigkeit einer zusätzlichen Versorgung mit Schwefel gar nicht realisiert wird. Das ist auch kein Wunder, denn Schwefel gilt als derjenige Nährstoff, der ernährungswissenschaftlich bislang am wenigsten erforscht wurde. 

–       Schwefel kann wie Kohlenstoff molekulare Ringstrukturen oder Brücke bilden. Dies ist essenziell für die korrekte Funktion aller Enzyme, Rezeptoren und Hormonen wie beispielsweise Insulin 

–       2 Vitamine sind direkt von Schwefel abhängig:

o   Biotin:

  • notwendig für die CO2– Übertragung in Fettsäuren
  • Gluconeogenese
  • Katabolisierung von verzweigten Aminosäure-Ketten

o   Thiamin

  • Notwendig für den KH-Stoffwechsel
  • Krebszyklus
  • Pentose Stoffwechsel (DNA)

 

–       Zwei schwefelhaltige Aminosäuren Cystein und Methionin gehören zur Gruppe von 20 Aminosäuren die in Proteinen eingebettet werden 

  • Dienen als disulfide Brücke in Proteinen, Hormonen, Rezeptoren, Transportsysteme und Lagerproteinen
  • Insulin, Transferin Rezeptoren, Metallothioneine, Proteinstrukturen, Keratin für die Stabilität 

o   Cystein           

  • Cystein ist einen Prekursor von Glutathion (Master molecule)
  • Neutralisiert Wasserstoffperoxide mit GSH-peroxidase
  • Leberdetoxifikation Phase I und II
  • Redox Status: Zellzykluskontrolle, Differenzierung, Apoptosis
  • Synthese von DNA, Proteine, Prostoglandine, AS-Transport
  • Enzymaktivierung
  • Regulation der NO-Zyklus 

Glutathion:

–     In einer gesunden Zelle sollte über 90 % reduzierte GSH anwesend sein

–     Oxidiertes GSH muss wieder reaktiviert werden – in der reduzierter Form durch das Enzym Glutathion Reduktase

–     Bei ALLEN chronischen Krankheiten steigt die Menge an oxidiertes Glutathion!

–     Ständiger oxidativer Stress erhöht die Menge an oxidiertem Glutathion (GSSG). Dies muss zunächst aus der Zelle gepumpt werden um das Verhältnis GSH:GSSG stabil zu halten

–     Das tief halten von GSSG bzw. hoch halten von GSH ist notwendig fürs Überleben der Zelle

–     GSH ist sehr Hydrophyl und ist somit nicht Membran transportfähig …

–     N-Acetyl-Cystein wäre es schon, die Umwandelung zu GSH kostet aber viel ATP was bei chronischen Krankheiten häufig nicht mehr zur Verfügung steht!

–     Liposomales Glutathion bietet hier die Lösung! 

o   Methionin: 

  • Precursor für Adrenalin/Epinephrine
  • Melatonin
  • Phosphatidylcholin (Zellmembrane)
  • Methylierung von DNA
  • Precursor für Carnitin, Cystein, Taurin und Creatin
  • Erstellung von Liponsäure aus Same (S-Adenosyl Methionin) 

 

Natürliche Quellen 

  • Käse (Parmesan)
  • Krabben, Matjeshering
  • Brathähnchen, Schweinebraten
  • Hühnerei
  • Geröstete Erdnüsse
  • Kohlarten, Blumenkohl, Rosenkohl, Dill, Pistazien
  • Meerrettich, Kresse, Rettich, Radieschen, Rucola, Spinat,
  • Gurken, Knoblauch, Zwiebeln, Weizen, Soja, Bohnen,
  • Hafer, Cashewnüsse, Mandeln, Petersilie, Sonnenblumenöl,
  • Brennnessel, Löwenzahn, Pfeffer       

Menge pro 100 g 

  • Erdnüsse: 395 mg
  • Miesmuscheln: 369 mg
  • Garnelen: 300 mg
  • Sardinen: 238 mg
  • Sesam: 230 mg
  • Sprotte: 221 mg
  • Makrele: 211 mg
  • Lachs: 201 mg
  • Sojabohnen: 200 mg
  • Hühnerei: 180 mg
  • Leinsamen: 150 mg
  • Brokkoli: 124 mg
  • Rosenkohl: 79 mg
  • Zwiebel: 52 mg

 

Funktionen des Schwefels 

  • Wichtig beim Eiweißstoffwechsel
  • Unentbehrlich für eine adäquate Entgiftung (Metalle und andere Toxine)
  • Sulfur ist in Aminosäuren enthalten, aus denen körpereigene Eiweiße hergestellt werden. Er ist ein wichtiger Bestandteil von Bindegewebe; besonders schwefelreich sind Haare und Nägel.
  • Schwefel kommt zudem in mehreren Substanzen des menschlichen Körpers vor: zum Beispiel im – die Blutgerinnung hemmenden – Heparin und im Koenzym A, das für die Energiegewinnung in den Zellen unentbehrlich ist. Schwefel ist ein unverzichtbarer Bestandteil von Enzymen, von Hormonen (z. B. Insulin), von Glutathion und von vielen lebenswichtigen Aminosäuren (z. B. Cystein, Methionin, Taurin). Die genannten Aminosäuren sind starke Antioxidantien.
  • Außerdem spielen die Salze der Schwefelsäuren (Sulfate) eine Rolle bei der Entgiftung – schädliche Stoffe wie Alkohol werden daran gebunden und mit dem Urin ausgeschieden.
  • Schwefel ist ein unverzichtbarer Bestandteil vieler körpereigener Stoffe, wie beispielsweise von Enzymen, von Hormonen (z. B. Insulin), von Glutathion (einem körpereigenen Antioxidans) und vielen lebenswichtigen Aminosäuren (z. B. Cystein, Methionin, Taurin).
  • Fehlt Schwefel, kann Glutathion – unser grossartiger Kämpfer gegen freie Radikale – nicht seine Arbeit tun. Glutathion gilt als eines der stärksten Antioxidantien überhaupt. Kann der Körper nun infolge eines Schwefelmangels nicht ausreichend Glutathion herstellen, leidet der Mensch unter verstärktem oxidativem Stress, und auch das Immunsystem erleidet einen harten Schlag, weil es jetzt viel mehr arbeiten muss.
  • Aus schwefelhaltigen Aminosäuren wird (gemeinsam mit anderen Aminosäuren) unser körpereigenes Eiweiss aufgebaut. Sogenannte Schwefelbrücken (Bindungen zwischen zwei Schwefelteilchen) legen die räumliche Struktur sämtlicher Enzyme und Eiweisse fest.
  • Ohne diese Schwefelbrücken entstehen zwar immer noch Enzyme und Eiweisse, doch haben diese jetzt eine ganz andere räumliche Struktur und sind daher biologisch inaktiv. Das heisst, sie können ihre ursprünglichen Funktionen nicht mehr erfüllen. Wird der Organismus mit beispielsweise MSM versorgt, können dagegen wieder aktive Enzyme und perfekte Eiweisse gebildet werden.
  • MSM stärkt auch das Immunsystem: Die schwefelhaltige Aminosäure Methionin beispielsweise hat viele wichtige Aufgaben im Körper. Eine davon ist der Transport des Spurenelementes Selen zu dessen Einsatzorten. Selen hilft bei der Abwehr von Krankheitserregern, schützt vor freien Radikalen und ist sehr wichtig für die Augen, für die Gefässwände und das Bindegewebe.
  • Fehlt Schwefel, dann fehlt auch Methionin. Fehlt Methionin, dann transportiert niemand mehr Selen dorthin, wo es gebraucht wird. Mangelt es an Selen, dann funktioniert die körpereigene Abwehr nicht mehr richtig und der Mensch wird anfällig für Infektionen, Entzündungen und sog. Abnutzungserscheinungen, die allesamt bei einem gesunden Immunsystem gar nicht auftreten würden.
  • Der Mangel nur eines einzigen Stoffes hat also niemals nur eine einzige Fehlfunktion zur Folge, sondern viele verschiedene, die sich – lawinengleich – gegenseitig verursachen und verstärken.
  • Lange wurde angenommen, dass selbst Allergien durch ein zu schwaches Immunsystem ausgelöst werden. Heute weiss man jedoch, dass eine Fehlsteuerung der körpereigenen Abwehr dafür verantwortlich ist. Auch in diesem Fall kann MSM hilfreich sein. MSM lindert Symptome bei Allergien, denn es hat die Eigenschaft Histamin zu binden. Menschen mit Pollenallergien (Heuschnupfen), Nahrungsmittelallergien, Allergien gegen Hausstaub oder Tierhaare berichten oft schon nach wenigen Tagen der MSM-Einnahme von einer gravierenden Besserung ihrer allergischen Symptome. Diese Wirkungen konnten inzwischen auch von medizinischer Seite vielfach bestätigt werden, z. B. von einem amerikanischen Forscherteam vom GENESIS Center for Integrative Medicine. An der Studie nahmen 50 Probanden teil, die 30 Tage lang täglich 2.600 mg MSM verabreicht bekamen. Schon am siebten Tag hatten sich die typischen Allergiesymptome der oberen Atemwege ganz signifikant verbessert. In der dritten Woche waren auch die Symptome der unteren Atemwege viel besser geworden. Die Patienten spürten überdies ab der zweiten Woche eine Zunahme ihres Energielevels. Die Forscher kamen zum Schluss, dass MSM in besagter Dosierung viel dazu beitragen kann, die Symptome von saisonal auftretenden Allergien (z. B. Atemwegsbeschwerden) signifikant abzuschwächen. Obwohl sich in obiger Studie keine Änderungen im Bereich der Entzündungsmarker ergeben hatten, zeigt MSM bei anderen entzündlichen Erkrankungen durchaus entzündungshemmende Effekte, z. B. wenn Arthrose in ein entzündliches Stadium übergeht.
  • MSM lindert Schmerzen bei Arthrose: Wissenschaftler vom Southwest College Research Institutehaben im Jahr 2006 eine randomisierte, doppelblinde und Placebo-kontrollierte Studie durchgeführt, woran 50 Männer und Frauen teilnahmen. Sie waren zwischen 40 und 76 Jahre alt und litten alle an schmerzhafter Kniearthrose. Die Probanden wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe erhielt zweimal täglich 3 Gramm MSM (insgesamt also 6 Gramm MSM pro Tag), die andere ein Placebo. Im Vergleich zum Placebo führte die Verabreichung von MSM zu einer deutlichen Abnahme der Schmerzen. Auch konnten sich die Teilnehmer dank MSM wieder besser bewegen, sodass erhebliche Verbesserungen in Bezug auf die täglichen Aktivitäten erzielt werden konnten. Besonders angenehm war, dass MSM – im Vergleich zu herkömmlichen Rheumamitteln – keine Nebenwirkungen mit sich brachte. Während die üblichen Arthrosemedikamente überdies einfach nur die Entzündung hemmen und Schmerzen stillen, scheint MSM direkt in den Knorpelstoffwechsel einzugreifen
  • MSM für Knorpel und Gelenke: Schwefel ist ein wichtiger Bestandteil der Gelenkschmiere und auch der Innenschicht der Gelenkkapseln. Beides wird aufgrund permanenter Belastung der Gelenke vom Körper selbständig immer wieder erneuert. Fehlt Schwefel jedoch, dann kann der Körper die nötigen Gelenkreparaturen nicht mehr durchführen. Ein chronischer Schwefelmangel trägt daher zur Entstehung von Gelenkbeschwerden bei: Schmerzhafte Degenerationserscheinungen und steife Gelenke sind die Folge. Kein Wunder zeigte eine schon im Jahr 1995 veröffentlichte Studie, dass die Schwefelkonzentration in einem durch Arthrose geschädigten Knorpel nur ein Drittel derjenigen Schwefelkonzentration eines gesunden Knorpels beträgt. Forscher von der Universität in Kalifornien veröffentlichten im Jahre 2007 neue wissenschaftliche Ergebnisse zum Thema „Wie MSM vor Knorpelabbau schützt und Entzündungen bei arthritischen Beschwerden reduziert“. Bei dieser Studie war MSM verabreicht worden. Das Ergebnis war, dass MSM die Bildung von entzündungsfördernden Botenstoffen und knorpelabbauenden Enzymen auf beeindruckende Weise hemmen konnte. Die Forscher rund um den Knorpelexperten David Amiel, Ph. D. gehen davon aus, dass MSM folglich als Schutz vor Gelenkentzündungen und vor weiterem Knorpelabbau eingesetzt werden könne, also in der Lage sei, Arthritis – insbesondere im frühen Stadium – zu stoppen. Menschen, die an arthritischen Beschwerden litten und MSM einnahmen, berichteten daher oft von baldiger Schmerzreduktion oder gar Schmerzfreiheit und plötzlich verstärkter Beweglichkeit der einst arthritischen Gelenke. Gelenkbeschwerden sind nicht selten auch ein Sportler-Problem. Für Sportler hält MSM aber auch noch weitere Vorteile bereit.
  • MSM verringert Muskelschäden: Einerseits stabilisieren starke Muskeln die Gelenke, andererseits machen gerade Muskelverletzungen etwa 30 Prozent aller Sportverletzungen aus. Das Verletzungsrisiko steigt z. B. durch unzureichendes Aufwärmen, falsche Trainingsmethoden oder Überbelastung. Ein iranisches Forscherteam von der Islamic Azad Universityhat untersucht, wie sich eine zehntägige Supplementation mit MSM auf sportbedingte Muskelschäden auswirkt. An der Studie nahmen 18 gesunde junge Männer teil, die in zwei Gruppen unterteilt wurden. Während die einen pro Tag ein Placebo erhielten, nahmen die anderen 50 Milligramm MSM pro Kilogramm Körpergewicht. Nach 10 Tagen nahmen die Männer an einem 14-Kilometer-Lauf teil. Es zeigte sich, dass die Creatinkinase- und Bilirubinwerte in der Placebogruppe höher waren, als in der MSM-Gruppe. Beide Werte weisen auf sportbedingte Muskelschäden hin. Der TAC-Wert hingegen, der die antioxidative Kraft des jeweiligen Menschen zeigt, war in der MSM-Gruppe höher als in der Placebogruppe. Die Wissenschaftler stellten fest, dass MSM – vermutlich aufgrund seiner antioxidativen Wirkung – sportbedingte Muskelschäden verringern konnte. Ausserdem hat eine Pilotstudie an der University of Memphis ergeben, dass eine tägliche Einnahme von 3 Gramm MSM das Auftreten von Muskelschmerzen reduziert und den Regenerationsprozess nach dem Sport fördert. Aber nicht nur Sportler, sondern auch Untrainierte können vom organischen Schwefel profitieren:
  • MSM für mehr Energie, Fitness und Schönheit: Schwefel sorgt für den reibungslosen Ablauf bei der Energieproduktion auf zellulärer Ebene, treibt gemeinsam mit den B-Vitaminen den Stoffwechsel an und erhöht auf diese Weise Fitness und Energielevel der betreffenden Person. Gleichzeitig sorgt Schwefel für zarte Haut, gesundes Haar und gesunde Fingernägel. Denn alle diese Körperteile bestehen u. a. aus Proteinen, zu deren Herstellung Schwefel nötig ist. Sie heissen Kollagen, Elastin und Keratin. Die Hautstrukturen des Menschen werden durch das zähe, faserartige Kollagen zusammengehalten. Das Protein Elastin gibt der Haut ihre Elastizität. Und Keratin ist jenes widerstandsfähige Protein, aus dem Haare und Nägel bestehen. Steht nicht ausreichend Schwefel zur Verfügung, verliert die Haut an Elastizität. Sie wird rau, faltig und altert rasch. Die Nägel werden brüchig und die Haare spröde. Wird Schwefel innerlich (und auch äusserlich in Form von MSM-Gel) eingesetzt, kann sich die Haut wieder regenerieren und wird in ihren nahezu faltenfreien Urzustand zurückversetzt. Fingernägel wachsen stark und glatt nach und das Haar wird voll und glänzend.
  • Bei Ichthyose bewirkt MSM ein kleines Wunder: Auch bei Hautkrankheiten kann MSM gute Dienste leisten, z. B. bei der unheilbaren Ichthyose (Fischschuppenkrankheit). Die Ichthyose zählt zu den häufigsten Erbkrankheiten. Zu den Symptomen zählen Schuppen, eine trockene, raue Haut, Schmerzen und Juckreiz – ganz zu schweigen von der immensen psychischen Belastung. Eine Fallstudie hat gezeigt, dass eine Feuchtigkeitscreme mit MSM, Aminosäuren, Vitaminen und Antioxidantien zu einer deutlichen Besserung der Symptome führen kann. An der Studie nahm ein 44 Jahre alter Mann teil, der unter einer schweren Form der Hauterkrankung litt. Er hatte schon alle möglichen Therapien über sich ergehen lassen, doch ohne Erfolg. Nach einer vierwöchigen Behandlung mit der besagten Feuchtigkeitscreme war die Haut rein und die Schuppenbildung war abgeklungen. Ausserdem zeigten sich durch die Anwendung der Creme keine Nebenwirkungen und das Hautbild verbesserte sich zunehmend.
  • MSM bessert die Symptome bei Rosacea: Die Rosacea ist eine weitere Hauterkrankung, bei der MSM hilfreich sein kann. Es handelt sich hierbei um eine entzündliche und als unheilbar geltende Hautkrankheit, die – zum Leidwesen der Betroffenen – insbesondere das Gesicht betrifft. Während zu Beginn eine anhaltende Gesichtsrötung auftritt, kann es im weiteren Verlauf zu Pusteln, Knötchen sowie Gewebeneubildungen der Haut kommen. Die Patienten werden von Juckreiz und Schmerzen geplagt und leiden zudem an einem unschönen Hautbild. An der doppelblinden und placebokontrollierten Studie eines Forscherteams vom San Gallicano Dermatological Institutein Rom nahmen 46 Patienten teil. Sie wurden für einen Monat mit einem Präparat behandelt, das MSM und Silymarin enthielt. Silymarin ist der als Leberheilmittel bekannte Wirkstoff der Mariendistel. Die Haut der Probanden wurde nach 10 und 20 Tagen sowie nach Beendigung der Behandlung genau untersucht. Die Wissenschaftler stellten dabei fest, dass die Rötung der Haut, die Knötchen und der Juckreiz reduziert werden konnten. Des Weiteren konnte der Feuchtigkeitsgehalt der Haut gesteigert werden.
  • MSM für den Magen-Darm-Trakt: MSM verbessert überdies allgemein die Darmfunktionen und sorgt für ein gesundes Darmmilieu, so dass sich Pilze wie Candida albicans oder auch Parasiten nicht so leicht ansiedeln können. Die Säureproduktion im Magen wird ebenso reguliert, was zu einer besseren Nährstoffausnutzung führen und viele Verdauungsprobleme wie Sodbrennen, Völlegefühl oder Blähungen beheben kann.
  • MSM verstärkt die Wirkung von Vitaminen: MSM verbessert die Durchlässigkeit der Zellmembranen und somit auch den Stoffwechsel: Nährstoffe können jetzt von den Zellen besser aufgenommen und überschüssige Stoffwechselprodukte und Abfallstoffe besser aus den Zellen herausgeschleust werden. MSM verstärkt daher auch die Wirkung vieler Vitamine und anderer Nährstoffe. Ein gründlich entschlackter und gut mit Vitalstoffen versorgter Körper aber ist auch besser gegen Krankheiten aller Art gefeit.
  • MSM aktiviert das Heilgeschehen bei Krebs: Patrick McGean, Leiter der Cellular Matrix Study, war einer der ersten Forscher, die sich sehr intensiv und umfangreich mit den medizinischen Wirkungen von MSM auseinandergesetzt haben. Sein Sohn war an Hodenkrebs erkrankt, nahm daraufhin organischen Schwefel ein und konnte auf diese Weise das Heilgeschehen in seinem Organismus aktivieren. Inzwischen geht man davon aus, dass MSM u. a. durch die Sauerstoffanreicherung von Blut und Gewebe zur Hemmung des Krebswachstums beitragen kann, da sich Krebszellen in sauerstoffreicher Umgebung deutlich unwohl fühlen. Heute weist eine ganze Reihe von Studien darauf hin, dass MSM gegen Krebs wirkt und folglich zukünftig bei der Krebstherapie eine bedeutende Rolle spielen könnte.
  • MSM hindert das Wachstum von Brustkrebszellen: Diverse Studien haben gezeigt, dass vor allem Brustkrebszellen auf MSM gewissermassen allergisch reagieren. So haben z. B. Forscher von der University Glocal Campusin Seoul herausgefunden, dass MSM Brustkrebszellen am Wachstum hindert. Die Studienergebnisse waren derart überzeugend, dass die beteiligten Wissenschaftler den Einsatz von MSM bei allen Brustkrebsarten nachdrücklich empfohlen haben. 90 Prozent aller durch Krebs verursachten Todesfälle sind auf die Bildung von Metastasen zurückzuführen. Da Metastasen nicht allein mit Hilfe einer Operation beseitigt werden können, werden die Betroffenen in der Regel mit einer Chemotherapie behandelt. Problematisch ist hierbei aber, dass Metastasen immer wieder nicht gut auf die Chemotherapie ansprechen. Amerikanische Forscher stellten fest, dass MSM Metastasen für die Chemotherapie anfälliger machen kann, so dass die herkömmliche Therapie besser wirkt. Sicher trägt auch die entgiftende Wirkung des organischen Schwefels zur Krebsprävention und erfolgreichen Krebstherapie bei.
  • MSM entgiftet den Körper: Schwefel ist wichtiger Bestandteil des körpereigenen Entgiftungssystems. So enthalten viele Entgiftungsenzyme Schwefel z. B. die Glutathionperoxidase oder die Glutathiontransferasen. In dieser Funktion ist Schwefel eine unentbehrliche Unterstützung für unser Entgiftungsorgan, die Leber. Er hilft dabei, Tabakrauch, Alkohol und Umweltgifte auszuleiten, so dass MSM folglich ein erstklassiges Hilfsmittel zur körpereigenen inneren Reinigung darstellt. Fehlt Schwefel bzw. MSM, werden Gifte nicht mehr ausgeschieden, sondern im Körper gelagert, was den Alterungsprozess beschleunigen und zu vielen verschiedenen chronischen und/oder degenerativen Erkrankungen führen kann

 

Mangelrisiken 

Schwefelmangel ist weit verbreitet – und das, obwohl die Fachwelt (irrtümlicherweise) von einer ausreichenden Versorgung mit Schwefel ausgeht.

Zu den wichtigsten Faktoren die das Risiko für Schwefelmangel fördern sind.

 –       Schwefelarme Nahrungsmittel

–       Hohe Metall/Toxinbelastung

–       Dauerhafte medikamentöse Therapien

–       Diverse chronische Erkrankungen

–       Schwefelmangel durch industrielle Landwirtschaft und Verarbeitung der Lebensmittel: Früher düngten die Landwirte mit Mist und reicherten den Boden auf diese Weise mit grossen Mengen natürlichen Schwefels an. Die Anwendung von Kunstdünger aber führte über viele Jahrzehnte dazu, dass der Schwefelgehalt der Erde und damit auch der Nahrung immer geringer wurde. Schwefel reagiert – wie auch viele Vitamine und Enzyme – äusserst empfindlich auf Hitze und Kälte. Sobald Lebensmittel also gekocht, gebraten, gebacken, gegrillt, geschmort oder anderweitig erhitzt werden, sobald sie im Kühlschrank oder gar in der Tiefkühltruhe gelagert werden, sinkt der Schwefelgehalt der Lebensmittel. Der Schwefelgehalt reduziert sich aber auch bei der Trocknung, Lagerung und jedweder industriellen Verarbeitung von Lebensmitteln. Das bedeutet, wenn Lebensmittel nicht mehr frisch und roh verzehrt werden, eignen sie sich zur Versorgung mit Schwefel nicht mehr so gut.

Chronischer, über viele Jahre anhaltender Schwefelmangel kann – wie oben angedeutet – zu vielen Symptomen führen, und zwar ohne dass die Betroffenen auch nur ahnen, wo das Problem liegen könnte. Wird der Körper dann wieder mit Schwefel in Form von MSM versorgt, kann dies sagenhafte Regenerationsprozesse ins Rollen bringen. Menschen, die MSM einnahmen, berichten von Gelenken, die sich regenerierten und schmerzfrei wurden, von Entzündungen, Allergien und Hautausschlägen, die verschwanden, von geheilten Magen-Darm-Erkrankungen, entschwundenen Problemen mit dem Bewegungsapparat, von Krebs, der sich auflöste oder einfach von einer allgemeinen Steigerung der körpereigenen Abwehrkraft, der Leistungsfähigkeit und des Wohlbefindens. 

 

Wichtigste Indikationen 

–       Unterstützung bei der Entgiftung

–       Verbesserung der Immunfunktionen

–       Chronische Schmerzen, Entzündungshemmung und Gewebsreparatur

–       Energiemangel

–       Bei allen chronischen Krankheiten

–       Generelle Optimierung des Stoffwechsels 

 

Mögliche Folgen eines Mangels 

  • Gelenkbeschwerden, Diskopathien
  • Leberprobleme, Entgiftungsblockaden
  • Durchblutungsstörungen
  • Niedergeschlagenheit, verminderte Stressresistenz und Ängste
  • Stumpfes Haar/Haarausfall, fahle Haut, brüchige Fingernägel, schlaffes Bindegewebe
  • Grauer Star
  • Geschwächte Immunität, Sinusitis,
  • chronische Infekte 

 

Mögliche Massnahmen zur Korrektur eines Schwefelmangels 

Die Dosierung von MSM bei chronischen Schmerzen im Gelenkbereich (Arthrose) liegt bei z. B. 1.500 mg morgens nüchtern vor dem Frühstück und 750 mg mittags nüchtern vor dem Mittagessen.

Doch kann MSM auch in Dosen bis zu 6.000 mg, ja sogar bis zu 10.000 mg genommen werden – bei diesen hohen Dosen immer aufgeteilt auf drei Dosen pro Tag. Auch sollte man mit niedrigen Dosierungen beginnen, z. B. in der ersten Woche 1.500 mg, in der zweiten verdoppeln usw. und jeweils beobachten, wie die Verträglichkeit ist. Bei ausreichender Wirkung bleibt man bei der jeweils erfolgreichen Dosis.

MSM kann auch gemeinsam mit anderen Schmerzmitteln eingenommen werden und dann den Bedarf dieser Schmerzmittel oft reduzieren. Dies gilt jedoch nur im Zusammenhang mit chronischen Schmerzen, nicht mit akuten.

Um den Geschmack zu verbessern, kann man MSM in Wasser auflösen und etwas Orangensaft dazugeben oder Zitronensaft. Ideal kombinierbar ist es mit Vitamin C, da dieses die MSM-Wirkung verstärkt. MSM kann man auch in Kapselform nehmen.

Achten Sie auf gute Qualität beim Kauf von MSM

Beim Kauf von MSM sollten Sie darauf achten, dass keine synthetischen Anti-Klumpmittel zugesetzt wurden. Sie verringern die Wirksamkeit des MSM beträchtlich.

Des Weiteren sollten Sie sich für ein Präparat entscheiden, das keine Geschmacks-, Farb- und Konservierungsstoffe enthält. Spezielle Reinigungsprozesse während des Herstellungsverfahrens sollten überdies dafür sorgen, dass auch keine Schadstoffe wie Schwermetalle mehr vorhanden sind. 

 

Kontra-Indikationen der Schwefelsupplementierung

 

Die Einnahme von MSM in der Schwangerschaft

MSM wird aufgrund von Ergebnissen aus Tierversuchen als in der Schwangerschaft und Stillzeit sicheres Mittel bezeichnet. Erkenntnisse aus klinischen Studien mit schwangeren Frauen gibt es jedoch nicht, weshalb geraten wird, die Einnahme mit dem Arzt zu besprechen.

MSM kann Entgiftungsprozesse einleiten, was in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht wünschenswert ist, weshalb von Hochdosen (über 3.000 mg) in jedem Fall abgeraten wird.

 

Entgiftungssymptome durch MSM sind möglich

Wird eine Nahrungsergänzung mit MSM begonnen, dann können oft schon nach drei Wochen die ersten positiven Auswirkungen beobachtet werden. Wer zusätzlich auf eine üppige Versorgung mit Vitamin C achtet, kann die Wirkung von MSM noch verstärken.

Erfahrungsgemäss kann es in den ersten zehn Tagen bei etwa 20 Prozent der MSM-Anwender zu Entgiftungssymptomen wie z. B. Hautausschlägen, Kopfschmerzen, Durchfall oder Energieabfall kommen.

Das ist dann der Fall, wenn durch MSM Toxine im Körper frei werden und diese nicht sofort ausgeschieden werden können, was durch die zeitversetzte Einnahme einer Toxin-bindenden Mineralerde schnell behoben werden kann. Je stärker die Symptome sind, umso mehr Giftstoffe sind im Körper vorhanden.

Mit der Dosierung von MSM können Sie die Ausprägung der Entgiftungserscheinungen und den Ablauf der Entgiftung steuern. Je weniger MSM Sie nehmen, umso schwächer werden die Symptome, aber umso langsamer verläuft die Ausscheidung der Gifte.

Umgekehrt beschleunigt eine höhere Dosis MSM die Entgiftung, verstärkt aber auch die Entgiftungssymptome, so dass die ideale MSM-Dosis am besten individuell angepasst wird. 

 

Mögliche Ursachen bei einem Schwefelüberschuss spektralphotometrisch gemessen 

Einen Überschuss der Sulfur-Wert spektralphotometrisch gemessen, sieht man typischerweise, wenn man über längere Zeit schwefelhaltige Nahrungsergänzungsmittel supplementiert hat. Dies hat jedoch kleine klinische Bedeutung. 

 

Mögliche Folgen einer Sulfitbelastung 

  • Natürliche Schwefelverbindungen kann man kaum überdosieren, jedoch werden Sie sich möglicherweise wundern, warum hier die gesundheitliche Bedeutung von Schwefel so überschwänglich hervorgehoben wird, wenn andererseits vor Schwefel gewarnt wird. Schwefeldioxid-Emissionen aus Verkehr und Industrie beispielsweise können – in Form des sauren Regens – die Ökosysteme in Wäldern und Seen gefährden sowie Gebäude angreifen und zerstören.
  • Trockenfrüchte, Wein und Essig aus konventioneller Herstellung werden oft zum Zwecke der Haltbarkeit mit Sulfiten bzw. schwefliger Säure geschwefelt.
  • Manche Menschen reagieren bereits auf solche kleinen Mengen von Sulfit (oft durch Mo-Mangel und die dadurch ausgelöste Inaktivierung des Enzyms Sufitoxidase)
  • Die Symptome einer Sulfitintoleranz sind:
  • Hemmung der Aktivität einiger Enzyme
  • Abdominale Krämpfe
  • Atembeschwerden
  • Benommenheit
  • Durchfall
  • Generalisierter Juckreiz
  • Niedriger Blutdruck
  • Schwellungen an Händen und Füssen und um die Augen
  • Übelkeit und Stimmungsschwankungen
  • Migräne und Kopfschmerzen 

 

Literatur 

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/organischer-schwefel-msm-pi.html

  • Barrager E et al, „A multicentered, open-label trial on the safety and efficacy of methylsulfonylmethane in the treatment of seasonal allergic rhinitis“, J. Altern Complement Med, April 2002, (Eine offene, multizentrische Studie über die Sicherheit und Wirksamkeit von Methylsulfonylmethan in der Behandlung von saisonaler allergischer Rhinitis)
  • „Allergische Rhinitis plagt Betroffene oft das ganze Jahr“, Ärzte Zeitung, Juni 2005
  • Patrick McGean, „The Live Blood and Cellular Matrix Study“, (Die Lebendblut- und Zellmatrix-Studie)
  • Ethan A. Huff, „Organic sulfur crystals are a miracle food that provides amazing health benefits“, Natural News, Juli 2010, (Organische Schwefelkristalle sind ein Wundermittel, das für erstaunliche gesundheitliche Vorteile sorgt)
  • Lim EJ et al, „Methylsulfonylmethane suppresses breast cancer growth by down-regulating STAT3 and STAT5b pathways“, PLoS One, Juli 2012, (Methylsulfonylmethan unterdrückt das Wachstum von Brustkrebs durch herunterregulierte STAT3 und STAT5b Pfade)
  • Kim YH, „The anti-inflammatory effects of methylsulfonylmethane on lipopolysaccharide-induced inflammatory responses in murine macrophages“, Biol Pharm Bull, April 2009, (Die entzündungshemmende Wirkung von Methylsulfonylmethan auf lipopolysaccharidinduzierte entzündliche Reaktionen bei mäusespezifischen Makrophagen)
  • Xie Q et al, „Effects of AR7 Joint Complex on arthralgia for patients with osteoarthritis: results of a three-month study in Shanghai, China“, Nutr J, Oktober 2008, (Die Wirkungen von AR7 Joint Complex auf Arthralgie bei Patienten mit Osteoarthritis: Die Resultate einer dreimonatigen Studie in Shanghai, China)
  • Usha PR et al, „Randomised, Double-Blind, Parallel, Placebo-Controlled Study of Oral Glucosamine, Methylsulfonylmethane and their Combination in Osteoarthritis“, Clin Drug Invest, Juni 2004, (Randomisierte, plazebokontrollierte, Doppelblind-Parallel-Studie zu oral verabreichtem Glucosamin, Methylsulfonylmethan und dessen Kombination bei Osteoarthritis)
  • Kim LS, „Efficacy of methylsulfonylmethane (MSM) in osteoarthritis pain of the knee: a pilot clinical trial“, Osteoarthritis Cartilage, Mrz 2006, (Die Wirksamkeit von MSM bei osteoarthritischen Knieschmerzen: Eine klinische Pilotstudie)
  • Parcell S, „Sulfur in human nutrition and applications in medicine“, Altern Med Rev, Februar 2002, (Schwefel in der menschlichen Ernährung und Anwendungen in der Medizin)
  • Joung, Youn Hee et al, „MSM Enhances GH Signaling via the Jak2/STAT5b Pathway in Osteoblast-like Cells and Osteoblast Differentiation through the Activation of STAT5b in MSCs“, PLoS ONE, Oktober 2012, (MSM verbessert via dem Jak2/STAT5b-Stoffwechselweg das GH-Signaling in osteoblastenartigen Zellen und die Osteoblasten-Differenzierung durch die Aktivierung von STAT5b in MSCs)
  • Caron JM et al, „Methyl Sulfone Blocked Multiple Hypoxia- and Non-Hypoxia-Induced Metastatic Targets in Breast Cancer Cells and Melanoma Cells“, PLoS One. November 2015, (Methylsulfon blockiert multiple durch Hypoxie und nicht durch Hypoxie verursachte metastatische Targets in Brustkrebszellen und Melanomzellen)
  • Barmaki S et al, „Effect of methylsulfonylmethane supplementation on exercise – Induced muscle damage and total antioxidant capacity“, J Sports Med Phys Fitness, April 2012, (Wirkung der Nahrungsergänzung mit Methylsulfonylmethan auf sportinduzierte Muskelschäden und die totale antioxidative Kapazität)
  • Nakhostin-Roohi B et al, „Effect of chronic supplementation with methylsulfonylmethane on oxidative stress following acute exercise in untrained healthy men“, J Pharm Pharmacol, Oktober 2011, (Auswirkung der chronischen Nahrungsergänzung mit MSM auf oxidativen Stress nach körperlicher Betätigung bei untrainierten, gesunden Männern)
  • Kalman DS, „Influence of methylsulfonylmethane on markers of exercise recovery and performance in healthy men: a pilot study“, J Int Soc Sports Nutr, September 2012, (Der Einfluss von MSM auf Biomarker zur Regeneration sowie auf die Leistungsfähigkeit gesunder Männer: Eine Pilotstudie)
  • Fleck CA, „Managing ichthyosis: a case study“, Ostomy Wound Manage, April 2006, (Ichthyose managen: eine Fallstudie)
  • Berardesca E et al, „Combined effects of silymarin and methylsulfonylmethane in the management of rosacea: clinical and instrumental evaluation“, J Cosmet Dermatol, März 2008, (Kombinierte Wirkungen von Silymarin und Methylsulfonylmethan beim Management von Rosacea: Eine klinische und apparative Bewertung)

 

Quelle:  Projekt Gesundheit Vertrieb GmbH

Vitamin C

Natürliche Quellen

  • Acerola Beeren
  • Goji Beeren
  • Hagebutten
  • Sanddornbeeren
  • Schwarze Johannisbeeren
  • Orangen
  • Zitronen
  • Grapefruit
  • Kiwi, Mango, Papaya, Ananas
  • Gemüse:
  • Petersilie, Kresse
  • Luzernesprossen (Alfalfa)
  • Grünkohl, Rosenkohl, Blumenkohl, Broccoli
  • Paprika, gelb
  • rohes Sauerkraut
  • grüne Erbsen und Bohnen
  • Kartoffeln

Der Körper profitiert am meisten von dem Vitamin C-Gehalt dieser Lebensmittel, wenn sie in rohem Zustand und möglichst frisch verzehrt werden, da sowohl bei der Lagerung als auch beim Erhitzen erhebliche Mengen an Vitamin C verloren gehen.

 

Funktionen

  • Der Mensch ist nicht (mehr) fähig Vit. C selbst zu produzieren. Dies bedeutet eine Energiebesparung!
  • Die meisten Säugetiere können sehr wohl selbst Vit. C produzieren.
  • Ein Mensch kann im Durchschnitt pro Tag aus der Nahrung maximal 300 mg Vitamin C aufnehmen
  • Es gibt wenig Mechanismen, welche Vitamin C wiederverwenden (sparen)!
  • Je nach Lebensgewohnheit kann sehr schnell ein Mangel entstehen (Raucher).
  • Vitamin C hat eine wichtige Bedeutung für die Immunität.
  • ein wichtiger wasserlöslicher Antioxidant
  • stimuliert Enzym-Aktivitäten der Leber und beschleunigt die Ausscheidung der Medikamente und Umweltgifte
  • Co-Faktor für die Produktion der Stresshormone
  • starke Förderung der Wundheilung
  • senkt den Histaminspiegel des Körpers (Allergien, Asthma, Heuschnupfen, Rhinitis)
  • einer der wichtigsten Faktoren zur Vorbeugung von Arteriosklerose
  • wichtig für die Kollagensynthese, Narbenheilung

 

Mangelrisiken

  • unvollwertige, raffinierte Nahrung
  • Stress, Alkohol und Rauchen
  • Ältere Leute haben häufig eine schlechtere Resorptionsfähigkeit
  • Schwangere Frauen und stillende Mütter
  • Bei chronischen Erkrankungen
  • Sportler
  • Bei Vitamin C-armer Nahrung kann innerhalb von 2 Wochen einen Mangel entstehen.

 

Mangelsymptome

  • Blutungen von Haut und Schleimhäuten, Zahnfleischbluten
  • Raue, braune, schuppige und trockene Haut
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Schlechte Wundheilung
  • Lockere Zähne
  • Gelenk- und Gliederschmerzen
  • Schwäche und Müdigkeit und dadurch Leistungsminderung
  • Depressionen
  • Chronische Lungenschädigung durch Überhandnehmen der freien Radikale und damit nachhaltige Störung des Sauerstoffaustausches

Referenzen

 

Quelle:  Projekt Gesundheit Vertrieb GmbH

Vitamin D

Funktionen

  • Aufnahme von Kalzium und Phosphor aus dem Darm und Einbau in die Knochen
  • Aktivierung der Abwehrzellen
  • Ankoppelung der Nervenbotenstoffe (Serotonin, Dopamin) im Gehirn
  • Verhinderung von unkontrolliertem Wachstum abnormaler Zellen (z. B. Schutz vor Krebs und Schuppenflechte)
  • Steuerung der neuro-muskulären Endplatte
  • Kontrolle des Blutdrucks und des Elektrolythaushalts
  • Zelldifferenzierung
  • Umfasst autokrine Funktionen wie Hemmung der Zellproliferation, die Apoptose, die Immunmodulation und die Kontrolle anderer hormonaler Systeme

 

Mangelrisiken

  • Der 7-Dehydrocholesterolgehalt der Haut sinkt mit dem Alter. Ferner nimmt beim Menschen im Alter die Fähigkeit der Haut, Vitamin D3 zu bilden, ungefähr um den Faktor 3 ab im Vergleich zu einem 20-jährigen Menschen.
  • In den Wintermonaten jedoch ist eine Bildung durch Sonnenexposition wegen des fehlenden UV-B-Anteils im Sonnenlicht gar nicht möglich. Die im Sommer aufgebauten Vitamin-D-Reserven im Körper und die Nahrung sind dann alleinige natürliche Quellen.
  • Fensterglas absorbiert nahezu alle UVB-Anteile im Sonnenlicht und Sonnencreme behindert die Vitamin-D3-Produktion bereits bei LSF 8 um mehr als 97 %.
  • Ein Solarienbesuch ist in der Regel nicht förderlich, da die Haut hier meist mit UV-A- und nicht mit UV-B-Licht bestrahlt wird.
  • Nördlich des 52. Breitengrads (London, Ruhrgebiet) und nach anderen Forschungen schon nördlich des 42. Breitengrads (Barcelona, Norditalien) kann im Winter kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden. Unterhalb des 37. Breitengrads (Los Angeles, Sizilien) sei dagegen eine ausreichende Vitamin-D-Biosynthese sicher über das ganze Jahr möglich.
  • Grundvoraussetzung für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht ist, dass der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen auf die Erde steiler ist als 35°. In Österreich und der Schweiz ist dies von Anfang März bis Mitte Oktober gegeben und in Norddeutschland von Ende März bis Ende September.
  • Dunkele Hautfarbe
  • Menschen, die etwas pflegebedürftig, bettlägerig oder immobil sind und daher nicht ausreichend Zeit im Freien verbringen.
  • Wer sich aus religiösen oder kulturellen Gründen nur mit gänzlich bedecktem Körper nach draußen begibt.
  • Säuglinge, da sie wegen ihrer empfindlichen Haut und der unzureichenden Hitzeregulation nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden dürfen.
  • Bei Frauen in den Wechseljahren können die Hormonumstellungen zu einem Mangel an Vitamin D führen.
  • Chronische Erkrankungen wie Leberkrankheiten, Nierenerkrankungen oder Morbus Crohn

 

Mangelerscheinungen

  1. Muskuloskeletal:
    • Osteopenie/Osteoporose
    • Muskelschwäche und Krämpfe bis zu Tetanie
    • Skelettschmerzen (in den Knien und im Rücken) und Knochenverbiegungen, welche durch Diaphysenschäden entstehen.
    • Achsenabweichungen, die durch Knieverformungen zustande kommen, und Auftreibung bzw. Brechung der metaphysären Wachstumsfugen à Skoliose, Glockenthorax, der rachitische Rosenkranz (umschriebene Rippenschwellung an der Knorpel-Knochen-Grenze) oder Kyphose.
    • Motorische Entwicklungsverzögerung
  2. Kardio-Vaskulär:
    • Bluthochdruck
    • Kardiovaskuläre Erkrankungen
    • Metabolisches Syndrom
    • Myokardinfarkt-Risiko bei niedrigen Vitamin-D-Werten steigt mit Faktor 2.4

Eine Unterversorgung mit Vitamin D scheint nach bisherigen Untersuchungen ein Risikofaktor für folgende Erkrankungen zu sein:

  • Autoimmunkrankheiten wie z.B. Multiple Sklerose, Morbus Crohn, Diabetes mellitus Typ 1, Systemischer Lupus erythematodes, autoimmune Thyroiditis (Hashimoto), Basedow)
  • Asthma: 25(OH)Vitamin-D3-Spiegel unter 30 ng/ml sind bei Asthma von Erwachsenen typisch. Am stärksten ausgeprägt ist es bei Patienten mit schwerem und/oder unkontrolliertem Asthma.
  • Parkinson-Krankheit

 

Weitere Symptome

  • Müdigkeit und Schlafstörungen
  • Verlangsamtes Denken, Störung der Hirnleistung und Depressionen
  • Hautprobleme
  • Erhöhte Anfälligkeit für Infekte
  • Zahnfleischwucherung, die sogenannte Gingivahyperplasie
  • Sturzrisiko: Durch Supplementation von Vitamin D lässt sich die Anzahl der Stürze von Menschen über 65 Jahren reduzieren. Die Einnahme von 700 bis 1000 IE reduzierte das Sturzrisiko um 19 Prozent.
  • Allgemein erhöhte Sterblichkei

 

Quelle:  Projekt Gesundheit Vertrieb GmbH